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Bad Neuenahr-Ahrweiler

Angst vor Strahlenbelastung: Bürgerinitiative will sich wehren

Ein Funkmast auf einem Wohngebäude in Ahrweiler löst bei Anwohnern Ängste aus. Jetzt haben sie eine Bürgerinitiative gegründet.

Der Funkmast an der Ramersbacher Straße war Auslöser für die Gründung der Bürgerinitiative.  Foto: Jochen Tarrach
Der Funkmast an der Ramersbacher Straße war Auslöser für die Gründung der Bürgerinitiative.
Foto: Jochen Tarrach

Im August hatte die Errichtung eines großen Funksendemastes auf einem Wohngebäude in der Ramersbacher Straße/Ecke Gierenzheimer Straße in Ahrweiler viele Bürger auch in den angrenzenden Straßen in Aufruhr versetzt (die RZ berichtete). Nun trafen sich zahlreiche Anwohner, um eine Bürgerinitiative (BI) gegen die Inbetriebnahme des strahlenden Mastes zu gründen. Diese hat die Zielsetzung, eine Minderung der nach ihrer Ansicht gesundheitsschädlichen Strahlenbelastungen durch Mobilfunkmasten allgemein und hier im Speziellen zu erreichen.

Das dürfte jedoch in diesem Falle nicht so einfach werden, denn weder Stadt noch Kreis sind durch eventuelle Genehmigungen am Bau eines solchen Funkmastes beteiligt. Bis zu einer Höhe von zehn Metern, die Höhe des Hauses ist dabei nicht eingerechnet, unterliegen derartige Antennen keiner Baugenehmigungspflicht durch die kommunalen Stellen. Es ist lediglich eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur erforderlich. Die neue Bürgerinitiative mit ihrem Vorsitzenden Andreas Meyer möchte nun durch Informationsveranstaltungen und Bürgerberatungen auf die ständig wachsende Strahlenbelastung und die daraus resultierenden gesundheitlichen Risiken hinweisen und gegen den Bau solcher stark strahlenden Funkmasten in Wohngebieten protestieren. Inwieweit die Belastung durch elektromagnetische Wellen gerade Kinder und eventuell kranke Menschen noch stärker als andere betrifft, ist zwar wissenschaftlich noch nicht genau erforscht, trotzdem warnen Ärzte vor den hohen Strahlenbelastungen, die gerade durch Mobilfunkantennen entstehen.

Weiteres Ziel: Zusammen mit den verantwortlichen Stellen will man nach Lösungen suchen, die Strahlenlast in Ahrweiler an der Ecke Ramersbacher Straße/Gierenzheimer Straße zu reduzieren. Zwar ist auch für die BI-Mitglieder klar, dass Smartphone, Tablets und andere elektronische Geräte in der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken sind. Hinzu komme, dass natürlich jeder einen störungsfreien Empfang haben möchte. Jedoch sei die Netzstruktur in der Bundesrepublik Deutschland auch im Vergleich zum benachbarten Ausland stark verbesserungswürdig.

Die Mitglieder stellen sich durchaus auf eine längere Aktionszeit ein, da weitgehend überregionale Stellen für sie die Ansprechpartner sind. Die BI wird auch deshalb als eingetragener Verein beim Amtsgericht angemeldet. „Die Initiative ist nicht nur für die Bürger im betroffenen Stadtteil von Ahrweiler da, sondern für jeden, der mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hat“, so der Vorstand mit Vorsitzendem Andreas Meyer, der stellvertretenden Vorsitzenden Madeleine Häusler, Schriftführer Werner Surges, Kassierer Erich Heinzen sowie Beisitzerin Maritta Schwab. Mit einem Mitgliedsbeitrag von nur 1 Euro im Monat sollte nach Ansicht des Vorstandes ist eine Mitgliedschaft im neugegründeten Verein auch erschwinglich sein.

Interessierte bekommen weitere Informationen unter Tel. 02641/914 82 16 oder per E-Mail unter der Adresse bi-funk-aw@online.de

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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