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    Ahrweiler: Wenn Harleys durch die Eifel knattern

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    Auch diese Harley Davidson von 1922 war dabei bei der Motorradausfahrt Rund um Münstereifel. Sie wurde vor 90 Jahren in in einem kleinen Schuppen in Milwaukee von William S. Harley sowie Arthur und Walter Davidson gebaut.
    Auch diese Harley Davidson von 1922 war dabei bei der Motorradausfahrt Rund um Münstereifel. Sie wurde vor 90 Jahren in in einem kleinen Schuppen in Milwaukee von William S. Harley sowie Arthur und Walter Davidson gebaut.
    Foto: vollrath

    Die Historische Ausfahrt startete in Insul und führte durch die gesamte Eifel. "250 sind losgefahren, aber ob die alle ankommen, weiß ich nicht", sagte Birgit Bertram von der Organisationsleitung. Auf dem Marktplatz in Ahrweiler waren es jedenfalls so viele, dass eine Stunde nicht ausreichte, jede Maschine auch nur flüchtig anzuschauen und den Ausflug in die Geschichte richtig auskosten zu können.

    Nein, von Leonardo da Vinci entwickelt waren die Maschinen nicht - wenn sie teilweise auch so aussahen. Der gesamte Ahrweiler Marktplatz war voll von echten historischen Schätzchen, so als mache ein Motorradmuseum seinen Jahresausflug. Die Historische Ausfahrt rund um Münstereifel zählt zu den größten und bekanntesten Motorradtreffen in Deutschland. Zugelassen sind allerdings nur Kräder, die vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurden.

    Je nach Auffassung der Besitzer - wie so ein altes Motorrad aussehen soll - gab es Maschinen zu sehen, die vermeintlich gerade die Fabrik verlassen haben, aber auch welche, die aussahen, als wären sie gerade erst unter einem Misthaufen wieder aufgefunden worden. So zum Beispiel die Harley Davidson von Michael Winkler aus Dresden. 1922 wurde sie noch in einem kleinen Schuppen in Milwaukee/Wisconsin von William. S. Harley, Arthur und Walter Davidson gebaut. Heute ist eine Harley Davidson der Traum eines jeden Chopperfahrers. Die gezeigte Maschine lief viele Jahre in Norwegen, ehe sie auf verschlungenen Wegen in die Elbmetropole kam. Schmierig und verschmutzt, ein Reservetank für Öl am Fahrgestell, war die Maschine in ihrem guten technischen Zustand mehr als nur eine Augenweide; passend dazu hatte sich auch der Fahrer gekleidet. Das Geheimnis der Harley: Fett und Dreck aus der Sprühflasche, denn alt muss auch alt aussehen.

    Ganz anders war da die Indian Power Plus von Klaas Krist aus den Niederlanden. 1919 wurde sie vom amerikanischen Fahrradpionier und Hochradrennfahrer Georg Mallory Hendee in Springfield,USA gebaut. Das Vorderrad mit ungewöhnlicher Blattfeder abgesichert, sah sie aus wie fast neu.

    Carl Friedrich Freiherr von Drais, Nikolaus A. Otto, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, die Brüder Reinhard und Max Mannesmann, John Boyd Dunlop, Hildebrand & Wolfmüller: So hießen die Pioniere der Motorräder, die meist aus den Fahrrädern weiter entwickelt wurden. Das erste serienmäßige Motorrad wurde ab 1894 von Hildebrand & Wolfmüller aus München gebaut. Die Bezeichnung "Motorrad" ließen sie patentrechtlich schützen. Aus Bayern kam dann 1923 auch die BMW R 32 von Gunnar Döscher aus St. Goar. Original aus dem ersten Produktionsjahr und noch ohne Vorderradbremse. Es war das erste Fahrzeug, das von BMW verkauft wurde. Und das Ding fährt sogar noch - und wie.

    Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

    Bad Neuenahr-Ahrweiler
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