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Ahrtal-Kaserne: Linke fordern Transparenz

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Zum Gespräch in der Ahrtalkaserne trafen sich (von links) Alois Franzen,Leiter BWDLZ Mayen, Wolfgang Huste aus Bad Neuenahr, MdB HerbertBehrens, Oberst i.G. Dr. Hans Peter Kaufmann, Kasernenkommandant OTLPeter Dernbach, MdB Inge Höger und Marion Morassi von Attac.
Zum Gespräch in der Ahrtalkaserne trafen sich (von links) Alois Franzen,Leiter BWDLZ Mayen, Wolfgang Huste aus Bad Neuenahr, MdB HerbertBehrens, Oberst i.G. Dr. Hans Peter Kaufmann, Kasernenkommandant OTLPeter Dernbach, MdB Inge Höger und Marion Morassi von Attac.
Foto: Jochen Tarrach

Begleitet wurden sie von den Kommunalpolitikern Wolfgang Huste und Marion Morassi. Ihr Thema im Gespräch mit Abteilungsleiter Oberst i.G. Dr. Hans-Peter Kaufmann und Kasernenkommandant Oberstleutnant Peter Dernbach: Die Nutzung der Gebäude der Kaserne nach Abzug der Bundeswehr.

"Wir wollen daraus einen transparenten Vorgang machen und durch unseren Besuch ein Gefühl dafür bekommen, worüber wir reden", sagte Herbert Behrens, Abgeordneter aus dem niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck. So waren die Besucher überrascht über den Umfang der Kaserne und die Ausstattung der Gebäude. Vom Dach des Hauptgebäudes aus hatte man trotz Dunkelheit einen guten Überblick über die Gesamtanlage.

Heftig kritisiert wurde besonders von Marion Morassi und Wolfgang Huste als örtliche Politiker, dass Bürgermeister Guido Orthen von vornherein eine spätere Nutzung für günstigen Wohnraum der Bürger ausgeschlossen habe. In einem ausführlichen Vortrag erläuterte Oberst i.G. Kaufmann die Abzugspläne der Abteilung V des Heeresamtes und die Konzentration der Kräfte in der neuen Dienststelle in Koblenz. Für Inge Höger aus Herford als Mitglied des Verteidigungsausschusses hat die Verkleinerung der Bundeswehr nichts mit Friedenspolitik zu tun, sondern mit einer Konzentration der Bundeswehr auf das militärische "Kerngeschäft". Bundesweit bekannt geworden war Höger, als sie im Mai 2010 einen umstrittenen internationalen Schiffskonvoi in den Gazastreifen begleitete und kurzzeitig vom israelischen Militär festgehalten wurde.

Die Gäste zeigten sich darüber einig, dass die Konversion der Liegenschaft in zivile Nutzung nicht zu einem Prozess werden darf, der allein von Investoren und kurzfristigen Gewinninteressen gesteuert werden darf, sondern den Interessen der Region nutzen muss. Genau um diesen Punkt ging es bei einem anschließenden Treffen der Attac-Gruppe Ahrweiler in den Bahnhofsstuben in Bad Neuenahr. Unter der Leitung von Marion Morassi, der medienpolitischen Sprecherin der Attac-Kreisgruppe, wurden gemeinsam mit den beiden Abgeordneten Vorschläge gesammelt, was mit der Ahrtal-Kaserne geschehen könnte. Es wurde eine Gruppe gebildet, die sich intensiv mit diesem Thema befassen soll. Die erarbeiteten Vorschläge sollen dann später der Stadt als Anhaltspunkte eingereicht werden.

Von unserem Mitarbeiter Jochen Tarrach

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