40.000
Aus unserem Archiv
Nürburgring

24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Fans feiern friedlich und ausdauernd

Jan Lindner

Die härtesten Motorsportfans hielten mehr als eine Woche durch. Für viele von ihnen war spätestens am Sonntagvormittag Schluss: Bei Regen und Nebel setzte die große Rückreisekarawane vom 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein. Veranstalter ADAC Nordrhein zählte zwischen Donnerstag und Sonntag 210.000 Zuschauer. Allerdings wurde die gewohnt friedliche Veranstaltung vom Tod eines 40-Jährigen aus NRW überschattet.

Die härtesten Motorsportfans halten eine gute Woche durch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die laut Veranstalter insgesamt 210.000 Zuschauer feierten weitestgehend friedlich.  Foto: Andreas Wetzlar
Die härtesten Motorsportfans halten eine gute Woche durch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die laut Veranstalter insgesamt 210.000 Zuschauer feierten weitestgehend friedlich.
Foto: Andreas Wetzlar

Der Mann war in der Nacht zum Freitag im Bereich Pflanzgarten gestorben und ist am Freitagmorgen gegen 9 Uhr tot in seinem Auto aufgefunden worden. Laut Polizei ist er erstickt, weil er in seinem Auto einen Gasbrenner oder -heizer mit offener Flamme betrieben hatte. Alle Versuche, ihn zu reanimieren, blieben erfolglos.

Ein ähnliches Unglück hatte sich am Ring beim Ballermannfestival Olé im August ereignet: Damals war ein 30-jähriger Familienvater an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben, nachdem er einen glühenden Grill in sein Wurfzelt geholt hatte, um sich zu wärmen. Beim 24-Stunden-Rennen im Vorjahr ist ein 37-jähriger Sportwart gestorben. Er war leblos in seinem Zelt gefunden worden.

Der Rettungsdienst des DRK hat rund um das Rennen 175 Einsätze geleistet. Im Vergleich zu den Vorjahren ist das eine leichte Steigerung, wie DRK-Einsatzleiter Armin Link der RZ sagte. Die schwerwiegendsten Einsätze waren zwei sehr schwer verletzte Radfahrer. Am Freitag erlitt ein Radfahrer auf der L 92 bei Herschbroich einen Herzinfarkt; er wurde erfolgreich reanimiert.

Am Freitagabend stieß im Rahmen der Ringveranstaltung im Bereich Wehrseifen ein Radfahrer mit einem Fußgänger zusammen. Er erlitt ein Schädelhirntrauma und wurde in eine Spezialklinik geflogen. Die übrigen DRK-Einsätze betrafen vor allem Schnitt- und Schürfwunden sowie Prellungen, die sich die Motorsportfans auf den Campingplätzen zuzogen.

Die Zahl der Straftaten und Unfälle hielt sich bei der 46. Auflage des Rennstreckenklassikers laut Polizei gewohnt stark in Grenzen. Es gab acht Körperverletzungen, wo die Beteiligten aus der Feierlaune heraus über die Stränge schlugen. Dazu registrierte die Polizei sechs Diebstähle: darunter ein Rucksack, ein Mofa, ein Navi aus einem Auto heraus und der versuchte Diebstahl von Holz, wo die Diebe festgehalten wurden.

Das ist bei der Tat auf einem Parkplatz nahe dem Fahrsicherheitszentrum nicht gelungen. Als ein Mann aus NRW am Samstagabend mit seinem Porsche Cayenne nach Hause fahren wollte, war der Wagen nicht mehr da. Er muss zwischen 14 und 21 Uhr geklaut worden sein.

In den Tagen rund um das Rennen passierten rund 40 Unfälle. Bei zweien war Alkohol im Spiel. Dazu gab es mehrere Auffahrunfälle und einen Unfall, bei dem sich ein niederländischer Motorradfahrer am Fahrsicherheitszentrum selbst verschuldet schwer verletzte: Er brach sich einen Arm und verletzte sich schwerer an der Hüfte.

Rund um den Ring wurden 80 Fahrzeuge abgeschleppt, die zwar im Straßengraben parkten, aber auch über die Fahrbahnmarkierung ragten. Die Polizei nahm gut zehn Sachbeschädigungen auf: vor allem Beulen und Kratzer an Fahrzeugen. Dazu stellten die Beamten vier Drohnen sicher, die unerlaubt in der Luft waren. Es dürften nicht die einzigen gewesen sein. Generell benötigt man dafür eine Genehmigung. Beim 24-Stunden-Rennen sind sie verboten, da sie größere Schäden anrichten können, wenn sie auf die Strecke oder Campingplätze krachen.

Der An- und Rückreiseverkehr verlief relativ problemlos. Es kam zu einigen Staus rund um den Ring und auch in Adenau. Bei der Masse an Fahrzeugen sind die Straßen bekanntlich schnell überlastet. Zudem hatte sich die Polizei auf ein Unwetter vorbereitet, das für Sonntagmittag gemeldet war, aber nicht eintraf. In der Nacht zu Sonntag gab es ein leichtes Gewitter und Regen. Aber das machte den erprobten Hartgesottenen nichts aus.

Bad Neuenahr-Ahrweiler
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Online regional
Nina Borowski

Nina Borowski

Regio-CvD Online

 

Mail

Anzeige
epaper-startseite
Regionalwetter Bad Neuenahr-Ahrweiler
Sonntag

16°C - 28°C
Montag

16°C - 26°C
Dienstag

16°C - 27°C
Mittwoch

16°C - 28°C
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach