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Winterbach

Zukunft des Winterbacher Freibads ungewiss

Die Winterbacher machen sich – wie auch andere Gemeinden wie etwa Rüdesheim oder Seibersbach – große Sorgen um den Fortbestand ihres Schwimmbads. Seit dem 18. August ist die Badesaison für dieses Jahr abgehakt, wegen „unbeständigen Wetters und sinkender Temperaturen“, wie es auf einem Zettel zu lesen ist, den Ortsbürgermeister Werner Rebenich am verschlossenen Schwimmbadtor anbrachte.

Ob die Tore des kleinen Winterbacher Freibads im nächsten Sommer wieder offen sind? Momentan steht das in den Sternen. Foto: Reinhard Koch
Ob die Tore des kleinen Winterbacher Freibads im nächsten Sommer wieder offen sind? Momentan steht das in den Sternen.
Foto: Reinhard Koch

„Wir freuen uns auf euren Besuch im nächsten Sommer“, schreibt er weiter. Aber werden die Tore überhaupt für eine weitere Badesaison geöffnet?

Mängel werden jetzt aufgelistet

Alles ist derzeit offen. Werner Rebenich bekannte sich in der jüngsten Ratssitzung grundsätzlich zum Erhalt des Freibads. „Die Gemeinde unterhält ein Schwimmbad, und das soll auch so bleiben“, sagte er. Das unbeheizte Bad habe Probleme, die aber alle lösbar seien, findet Rebenich. Er nannte zuvorderst die sehr geringen Besucherzahlen in dieser Saison, den Mangel an Helfern am Kiosk und an Personal für die Badaufsicht, die in diesem Jahr allerdings besser geregelt war als ein Jahr zuvor. Außerdem sei die Technik nicht mehr die jüngste und die Chloranlage nicht mehr zeitgemäß. Derzeit werde eine Checkliste erstellt von allem, was dringend gemacht werden muss. „Wir müssen da ran. Aber ausschlaggebend ist das Engagement im Dorf“, stellte Rebenich klar. Doch dieses in der Vergangenheit so große Engagement habe stark nachgelassen, meinte der Beigeordnete Friedhelm Kunz. Sein Gemeinderatskollege Karl-Heinz Michler vermutete: „Die Bürger wissen nicht um die Probleme im Schwimmbad.“

Die Vorsitzende des Schwimmbadfördervereins, Sabine Eiler, sie wohnte der Ratssitzung mit ihren Vorstandskolleginnen bei, ist ratlos. „Wir haben Flyer verteilt, aber null Reaktion darauf bekommen.“ Ihr Vorschlag: „Wir müssen das Problem ganz vehement in den Ort tragen. Wenn man das Gefühl hat, das Interesse am Schwimmbad ist nicht mehr gegeben, braucht die Gemeinde die Einrichtung auch nicht mehr zu bezuschussen.“ Auch sie selbst habe über die vielen Jahre, die sie sich im Schwimmbad engagiert, an Elan verloren, gestand Eiler. Der Ortsbürgermeister bezeichnete die Lage als „ernst“.

Einwohnerversammlung im Oktober

Wie es im nächsten Jahr ausschaut, möchte er in einer Einwohnerversammlung besprechen. Werner Rebenich gab sich einerseits kämpferisch: „Wir haben die Einrichtung, und dann wollen wir sie auch erhalten.“ Andererseits kam auch ein Stück Skepsis über seine Lippen: „Wenn nur 20 Leute zur Einwohnerversammlung kommen, dann müssen wir uns überlegen, ob wir im Schwimmbad künftig nicht Beachvolleyball spielen sollten.“ Für Rebenich steht fest: „Man muss das Schwimmbad wollen. Dann kriegen wir es auch wieder flott.“ Der Winterbacher Gemeinderat stimmte einer Einwohnerversammlung zu und terminierte sie auf Donnerstag, 19. Oktober.

Von unserem Reporter Reinhard Koch

Bad Kreuznach
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