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Bad Münster-Ebernburg

Zeitreise unterm Rheingrafenstein: Mittelaltermarkt ist Anziehungspunkt für Tausende Besucher

Weitestgehend gutes Wetter, viele Mittelalterfreunde die als Gewandete dem Markt sein Gepräge gaben, ein höchst authentisches Ritterlager und ein Ritterturnier bei dem Ritter und Pferd durchs „Tor der Hölle“ gingen, das waren die Eckdaten des 31. Mittelalterlichen Marktes in Ebernburg.

Der Markt verzeichnete einen etwas ruhigeren Auftakt am Freitagabend, dem ein gut besuchter Samstag, und ein ähnlich guter Sonntag folgten. Der Besuch der beiden Ritterturniere sollte sich für die Mittelalterfreunde besonders lohnen.

Die Rittergruppe bot ein nie langweiliges Turnier, bei dem sich die Ritter in diesem Jahr besonders durch die Reitstunts hervortaten. „Das wirkt alles so leicht, aber glauben Sie, da steckt viel harte Arbeit dahinter“, informierte der Chef der Rittertruppe, Michael Cornély. Wobei die Zuschauer gerade beim Turnier merkten, im Mittelalter sollte man schnell den Sprachmodus ändern. Die derbe und direkte Sprache steht im Vordergrund, und wer sie beherrscht, der ist dann auch tatsächlich im Ebernburger Mittelalter angekommen.

Die Besucher brauchten sich nur im Ritterlager umzuschauen. Das Lager war auch dieses Mal wieder wundervoll authentisch. Eine Neuerung betraf das Thema „Kur im Jahre 1490“. Hierzu wurde ein mittelalterliches Kurviertel vor dem Amtshof mit Bader, Masseur und Salzsiedestation aufgebaut. So manche Rittergruppe muss wohl mit einem Möbeltransporter angereist sein. Wie anders lässt sich erklären, dass eine adelige Dame auch im Lager nicht auf ihr Bett verzichten wollte.

Als dritte Ebene gewinnt die Bühne unterhalb der Halsgrabenbrücke der Ebernburg immer mehr an Bedeutung. Hier fanden unter anderem die beiden großen Mittelalter-Konzerte mit „Genius Loci“ und „Duivelspack“, oder die Feuershow am Samstagabend statt.

Auch der Markt mit etwa 100 Ständen verbreitete seinen ganz eigenen Reiz. Zudem sorgten die vielen Live-Acts für ständige Abwechslung. Ein Führer für die Besucher mit Hinweisen, wer wo auftrat, war hilfreich. Zwei, die übrigens wieder einmal für Begeisterung sorgten, waren „Dr. Dr. Bombastus“ und „Mönch Leonardo“. Dank Bombastus Forschungen, lässt sich Weinstein, der sich im Körper angesammelt hat, endlich pulverisieren...

Spätestens seit der Eröffnung am Freitagabend wissen die Ebernburger auch Dank Praeses Hospitii (Gästezunft-Vorsitzender) Stefan Köhl, wie gut es die „Oberamtsstadt“ Bad Kreuznach mit den Bad Münster-Ebernburgern meint. Dennoch wurde in den vergangenen drei Tagen kaum an Bad Kreuznach gedacht. Der Nabel der Welt – zumindest für Mittelalter-Freunde – ist seit 31 Jahren Ebernburg. Darauf ließ sich so recht anstoßen und feiern. Der Verkehrsverein reagierte darauf, dass einige gastronomische Betriebe nicht mehr ihre Pforten öffnen: Auf der Marktbühne wurde ein zusätzlicher Essensstand aufgebaut.

Der gute Ruf des Marktes zog übrigens wieder sehr viele auswärtige Gäste an. Weil das so bleiben soll, hat der Verkehrsverein eine große Aufgabe, den Mittelaltermarkt weiterzuentwickeln. Das erklärte Vorsitzender Köhl.

Von unserem Reporter Josef Nürnberg

Bad Kreuznach
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