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Bad Kreuznach

Wohnen der gehobenen Art im Stadtvillastil

Marian Ristow

„Wohnen unter den Linden“ – so nennt sich ein neues Wohnprojekt, dass im Frühjahr 2019 im Bad Kreuznacher Baumviertel, dem Quartier, das zwischen Bahnlinie, Salinenstraße und Rheingrafenstraße liegt (früher auch als erweitertes Kurgebiet bezeichnet), ans Netz geht.

Die beiden Stadtvillen (links) stammen aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Daneben befindet sich das ehemalige evangelische Altenheim. Beide Blöcke werden kernsaniert. Die Realität kann später ein wenig von der Visualisierung abweichen, sagt der Investor.  Foto: H&P Wohnkonzept Entwicklungs GmbH
Die beiden Stadtvillen (links) stammen aus dem ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Daneben befindet sich das ehemalige evangelische Altenheim. Beide Blöcke werden kernsaniert. Die Realität kann später ein wenig von der Visualisierung abweichen, sagt der Investor.
Foto: H&P Wohnkonzept Entwicklungs GmbH

Dabei werden zwei alte Stadtvillen in der Heinrichstraße und das benachbarte Gebäude an der Ecke zur Philippstraße, in dem bis 2014 das ehemalige evangelische Altenheim ansässig war, zu einer Häuserfront verschmolzen, der ganze Abschnitt der Heinrichstraße zwischen Albrecht- und Philippstraße erhält so ein Facelifting – und neuen Wohnraum.

Seit Anfang des Jahres laufen die Bauarbeiten. Im März 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.  Foto: Marian Ristow
Seit Anfang des Jahres laufen die Bauarbeiten. Im März 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein.
Foto: Marian Ristow

Dort entstehen gerade 31 Eigentumswohnungen in verschiedenen Größen (unterteilt in Appartements mit zwei bis vier Zimmern und einer Grundfläche von 54 bis 144 Quadratmetern und Penthouses mit drei bis vier Zimmern, 87 bis 127 Quadratmeter groß, die alle über Balkon, Terrasse oder Wintergarten verfügen) und eine Tiefgarage mit 48 Stellplätzen. Ebenso in Planung: Gemeinschaftsflächen wie ein grüner Innenhof. Außerdem wirbt der Vermarkter mit „hochwertiger Ausstattung mit Fertigparkett, Fußbodenheizung und charaktervollen Fassadenelementen“. Die Wohnungen im neueren Teil, dem kernsanierten Bau des ehemaligen Altenheims, sind barrierefrei zu erreichen. Das gilt nicht für die renovierten Stadtvillen im markanten Gründerzeitstil mit Klinkerfassaden. Das zweigeschossige Wohnhaus mit der Hausnummer 6 an der Ecke zur Albrechtstraße stammt aus dem Jahr 1907 und wurde nach den Plänen Jean Rheinstädters gebaut, ihm schreibt die Denkmaltopographie zu, an einer städtebaulich wichtigen Stelle zu stehen.

Investoren aus dem Hunsrück

Die Gebäudefront mit der „schlichten, sandsteinernen Neurenaissancegliederung“, wie es die Denkmaltopographie ausdrückt, soll aber weitestgehend erhalten bleiben – so zumindest die Visualisierung des fertigen Projekts. „Das fertige Projekt kann aber von der Visualisierung abweichen“, erklärt Arthur Prediger von H&P Wohnkonzept, einer von zwei beteiligten Firmen. Auch die historische Dachkonstruktion soll erhalten bleiben. Denkmalschutz besteht bei dem Gebäude aber nicht, lediglich für die historische Umgebung.

Lage, Ausstattung, Bauweise – all das deutet auf ein eher hohes Preisniveau hin. Und in der Tat: Für eine 111 Quadratmeter große Dreizimmerwohnung im sanierten Gebäude des Altenheims werden als Verkaufspreis 294.627 Euro aufgerufen. Das entspricht einem Preis von 2600 Euro pro Quadratmeter. In der Stadtvilla kosten 146 Qua-dratmeter (Vierzimmerwohnung) genau 322.982 Euro.

Das Projekt wird von zwei Firmen, der H&P Wohnkonzept Entwicklungs GmbH und der AT Haus GmbH, ansässig in Büchenbeuren im Hunsrück, verwirklicht. Und es scheint gut anzukommen. „Rund 80 Prozent der Wohnungen sind verkauft“, bestätigt Arthur Prediger im Gespräch mit unserer Zeitung. Man habe positives Feedback von den Anwohnern bekommen. Diese seien froh, dass nun der Leerstand im ehemaligen Altenheim beseitigt würde. „Wir schaffen hier einen echten Mehrwert für die Umgebung“, findet Prediger. Ein Gutachten des Denkmalschutzes habe man eingeholt. Die Behörde habe genaue Vorgaben gemacht, die Grundstruktur der Häuserzüge soll nicht verändert werden. Einziehen sollen dort junge Familien, aber auch ältere Ehepaare, die gewöhnlich über die notwendige Liquidität verfügen. Prediger sagt: „Uns schwebt eine gemischte Nutzung vor.“

Von unserem Redakteur Marian Ristow

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