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Bad Kreuznach

Wie gut ist das Mensa-Essen an den Schulen?

Désirée Thorn

Wie gut ist das Mensa-Essen an den Schulen des Kreises wirklich? Davon will sich die Kreisverwaltung ein eigenes Bild machen und lud auf ihrer Probetour jetzt zum gemeinsamen Mensa-Test in die Crucenia Realschule plus nach Bad Kreuznach ein. Dort, wo normalerweise täglich rund 180 Kinder versorgt werden, reihten sich nun unter anderen auch Landrätin Bettina Dickes und einige Mitarbeiter in die Schlange vor der Essensausgabe ein.

Bereit zum Testessen: Landrätin Bettina Dickes probiert an der Crucenia Realschule Plus das vegetarische Tagesgericht: Nudeln mit frischem Gemüse und Basilikumpesto samt kleinem Salat und Fruchtjoghurt.  Foto: Désirée Thorn
Bereit zum Testessen: Landrätin Bettina Dickes probiert an der Crucenia Realschule Plus das vegetarische Tagesgericht: Nudeln mit frischem Gemüse und Basilikumpesto samt kleinem Salat und Fruchtjoghurt.
Foto: Désirée Thorn

„Das ist ein ganz emotionales Thema“, sagt die Landrätin. Und das nicht nur, weil der früheren bildungspolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion die gesunde Versorgung der Schüler am Herzen liegt, sondern auch, weil nun nach dem Umzug der Schule, die den Standort mit der IGS tauschte, endlich die wichtigsten Strukturen geschaffen sind und Ruhe eingekehrt ist. Im März 2015 wurde die Mensa in Betrieb genommen. Ein wichtiger Schritt für die Landrätin, die die kritischen Stimmen bezüglich einer Bevorzugung der Röka-Schüler sehr ernst nimmt: „Ein Leuchtturm sollte ja auch ausstrahlen auf andere.“

Auf die Mensa in der Crucenia Realschule plus scheint er das offenbar zu tun. Gerichte wie Geflügelgyros mit Reis und Quark, Frikadellen mit Kartoffelpüree oder Käsespätzle, die das Unternehmen Fuhr Catering aus Bretzenheim zubereitet und anliefert, finden Woche für Woche ihren Anklang in der Schüler- und Lehrerschaft. Für die Tester, die sich nur bei der Schulleitung angekündigt hatten, gab's Nudeln mit Gemüse und Pesto oder Bolognesesoße, samt einem kleinen Salat und Fruchtjoghurt zur Nachspeise.

Das Fazit der Landrätin: „Das war ein schönes Essen mit frischen Zutaten.“ Und auch die Schüler, die täglich zwischen einem vegetarischen und einem Fleisch- oder Fischgericht wählen können, schätzen das warme Mittagessen. „Es ist abwechslungsreich, gesund und lecker“, sagt Jenni Kali. Die Zehntklässlerin gehört zum Mensa-Team, einer Gruppe von Schülern, die Tische abräumen und sauber machen und dafür umsonst essen dürfen.

Der Großteil der anderen Kinder zahlt den kreisweit festgelegten Eigenanteil von 3,50 Euro pro Mittagessen. Eltern, die nicht in der Lage sind, den Betrag zu zahlen, können zusätzlich Hilfe beantragen und müssen dann nur noch 1 Euro beisteuern. Trotzdem gab es in der Vergangenheit große Probleme mit den Zahlungsmodalitäten. „Wir hatten 75.000 Euro Rückstände wegen nicht bezahlter Essen“, schildert Achim Reimann als stellvertretender Referatsleiter im Bereich Gebäude und Schulen. Die Kreisverwaltung führte daraufhin das Bestellsystem „MensaMax“ ein. Die Kinder bekommen Karten, auf die Guthaben aufgebucht werden muss und über die dann die Bestellungen abgewickelt werden. Doch auch dieses Verfahren hatte zu Beginn so seine Tücken. „Anfangs musste man eine Woche vorher bestellen, jetzt muss zischen der Bestellung und dem Essen zum Glück nur noch ein Tag liegen“, sagt Schulleiterin Jutta Allebrand.

Seit der Anpassung nehmen schon viele Schüler das Angebot wahr – es könnten aber durchaus noch mehr sein. Von 550 Kindern in der Ganztagsbetreuung essen rund 180 täglich in der Mensa, die eigentlich für maximal 400 Schüler ausgelegt wäre. „Das soll sich schon noch steigern“, meint Allebrand.

Die Qualität des Essens als wichtigste Grundvoraussetzung stimmt zumindest schonmal. „Schulnote 2“, urteilen die Schüler. Und zum gleichen Schluss kommt auch Achim Reimann: „Geschmacklich ist es super, es hätte nur ein bisschen wärmer sein können.“

Von unserer Reporterin Désirée Thorn

Regelmäßige Kontrollen

Auch wenn es einem so vorkommt, wirklich außergewöhnlich sind die Mensa-Tests nicht. Regelmäßig überprüft die Kreisverwaltung unangekündigt die Schulmensen. „Wir sind überall mindestens einmal jährlich“, erklärt die zuständige Mitarbeiterin für Mittagsverpflegung, Jasmin Röhrig.

Zusätzlich kontrolliert das Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) mit: Die Ökotrophologin Hildegard Schlessmann-Fister führt sogenannte Speiseplanchecks durch und ruft gegebenenfalls gemeinsame Treffen, auch mit dem jeweiligen Mensabeirat, ein. det
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