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    Bad Kreuznach

    Weisse Fräck und kleine Helden trotzen Worschtkäs am Hochstroßeck

    Punktlandung am Hochstroßeck. Exakt um Mitternacht endete die erste Prunksitzung der Weisse Fräck im VfL Bad Kreuznach.

    Das rauschende Finale mit allen Aktiven auf der Bühne passte ins Bild. So kurzweilig und amüsant, so abwechslungsreich und kreativ waren die Hochstroß-Fräckelcher schon lange nicht mehr.

    Auffallend: der Trend zur Jugend. In sechs von 13 Programmpunkten gab der Nachwuchs den Ton an – und wie! Um die Zukunft muss den VfL-Fastnachtern nicht bange sein. Sitzungspräsident Olaf Budde weiß dies zu schätzen und bedankte sich bei den vielen Muttis, die in Fahrdienst und Betreuung das ganze Jahr über ihren Beitrag leisten. Am Samstagabend durften sie sich mit ihren kleinen Stars freuen, die unter anderem als „Helden aus Kindertagen" glänzten. Ein grandioses Stück, klasse inszeniert nach einer Idee von Annette Henschel, der scheidenden Damensitzungspräsidentin. „Meine Nachfolgerin wird Michaela Christmann-Bott", verriet Henschel nach Einmarsch des Elferrats.

    Dann passierte es: „De Worschtkäs ist eingetreten. Nix geht mehr", klang es düster aus den Lautsprechern. Gemeint war natürlich der Worst Case. Allgemeiner Systemausfall. Also zurück zu den Wurzeln, als die Kinder noch den Teletubbies frönten, von Pippi Langstrumpf, dem Rosaroten Panther, Wickie oder Biene Maja schwärmten. Auch Bernd, das Brot, ein dunkler Ninjaritter und Superwoman waren mit von der Partie. Mit lustigen Reimen und lokalen Spitzen trafen sie ins Schwarze. Ein Volltreffer!

    Schon im Vorspiel, einer Play-back-Show der Jüngsten, sowie später bei diversen Tanznummern unterstrich der Nachwuchs seine Leistungsfähigkeit. Besonders die Butterflies und die Hip-Hop-Gruppe Own Risk beeindruckten mit Elementen, die künstlerisch wie akrobatisch absolute Höchstnoten verdienten. Von so viel jugendlichem Elan fühlten sich die Altvorderen sichtlich herausgefordert. Dem gut gelaunten Publikum in der voll besetzten Jahn-Narrhalla konnte das nur recht sein. Und so stimmte das närrische Auditorium immer wieder kräftig mit ein – nicht nur beim musikalischen Stadtrundgang der Weisse-Fräck-Hofsänger, sondern auch bei den Stimmungsrunden der Haus- und Hofband Macartus und den Klassikern des Ellerbach-Duos, das zum Abschied seiner langjährigen Bühnenpräsenz die Halle noch einmal mit dem „Lewwerworschdebrot"-Hit zum Beben brachte. Dann sangen und sagten die Ehrensenatoren Peter Mündnich und Michael Förster: „Dankeschön und auf Wiedersehen, die Zeit mit euch war wunderschön."

    An Originalität kaum zu überbieten war die Trommlernummer der Hofsänger mit dem Refrain: „Männer wie wir, jo, jo...!" Sie mündete in ein brasilianisches Feuerwerk mit Sambarhythmen und entlockte Sitzungspräsident Budde das Lob: „Ihr seid eine fantastische Gruppe." Budde selbst hatte als Protokollarius fast in einem Atemzug das Jahr 2013 glossiert und als Positivum herausgestellt: „Unser Jahnhall' hott endlich e neu Heizung bekomme." Julia Klöckners Diät blieb ihm ebenso wenig verborgen wie die Städtefusion, die Kreuznach zumindest einen weiteren Fastnachtsverein, ein weiteres Kurhaus und zwei Burgen beschert. Auch die wiedergeborene Ost-West-Trasse erwähnte Budde und nannte sie „Ochsegass". Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

    Weitere Themen des Abends: Natürlich der Kornmarkt als Platz der Trauer, die Initiative „Rettet das Bistro" oder „Martina musste gehen, muss man Politik verstehen?" All das fragte Lampenmann Edi Beißmann bissig, während die Hofsänger Pörksen eine Runde Mitleid schenkten und der OB mit „Günni zu vorgerückter Stunde" auf die Pelle rückten: Heike, mach doch kein Blödsinn, mach doch mal uff. Schließlich schoss Jeanette Casper alias Herbscht-Moog den Vogel ab. In Mimik und Gestik überragend schwadronierte sie als abgeblitzte Weinkönigin über Gott und die Welt. Einfach köstlich!

    Gustl Stumpf

    Bad Kreuznach
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