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Kirn-Land

Wassermassen und Schlammlawine verwüsten Trübenbachtal

Die Wassermassen, die am Donnerstag vergangener Woche durch das Trübenbachtal geschossen sind, haben dort den romantischen Wanderweg zum Teil weggerissen. Angespültes Treibholz verschärft die Gefahr. Die Sanierung wird dauern, da das Tal nicht mit größeren Baumaschinen zu erreichen ist und mitten im Umweltschutzgebiet liegt.

Die Spuren des Unwetters sind deutlich zu erkennen: Von rechts kam eine riesige Schlammlawine, die dann den Trübenbach staute, der schließlich den Wanderweg wegspülte. Foto: Sebastian Schmitt
Die Spuren des Unwetters sind deutlich zu erkennen: Von rechts kam eine riesige Schlammlawine, die dann den Trübenbach staute, der schließlich den Wanderweg wegspülte.
Foto: Sebastian Schmitt

Als am Donnerstag 23 Liter Regen pro Quadratmeter über Kirn und Bergen niedergingen, war nicht nur die Kirner Feuerwehr im Tal beschäftigt, sondern auch auf dem Berg in Bergen liefen Wohnungen voll. „Wir hatten in Bergen vier Objekte, bei denen Wasser sowohl durch den Rückstau des Kanals als auch als Oberflächenwasser ins Gebäude eingedrungen ist“, berichtet der Wehrführer der VG Herrsteins, Nils Heidrich, der mit den Wehren aus Bergen, Fischbach, Niederhosenbach und Herrstein vor Ort war.

Der namenslose kleine Bach, der aus dem Tal des alten Bergerweges zwischen Kirn und Bergen kommt, die neue Verbindungsstraße kreuzt und dann ins Trübenbachtal fließt, führte ungeahnte Wassermassen. Das sonst so kleine Rinnsal spülte das Bachbett teilweise bis auf den darunterliegenden Felsen aus. Anhand der Spuren kann man erkennen, dass der namenlose Zufluss eine Höhe von mehr als 1,20 Meter erreichte, nun aber wieder fast ausgetrocknet ist.

Er schwemmte dabei mehrere Tonnen Gestein und Kies sowie zahlreiches Geäst ins Trübenbachtal. In der Schlammlawine befanden sich Steine mit einem Gewicht von mehr als einem Zentner. Daher kann das Ausmaß der Zerstörung noch nicht abgeschätzt werden. Die Instandsetzung wird aber aufwendig, das steht fest. Wie lange der beliebte Wanderweg gesperrt bleibt, ist noch offen. Ebenso, wie der Schaden im Naturschutzgebiet ohne schweres Gerät behoben werden kann. Heiko Kaiser, Chef des Kirner Bauhofes, möchte sich diese Woche erst einen Überblick der Schäden im Tal verschaffen. Sebastian Schmitt

Kirn
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