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    Kreis Bad KreuznachViele Kunden sehen Verbesserungspotenzial: Fahrkartenautomaten sorgen oft für Ärger

    Warum ist es nicht möglich, Karten in Vlexx-Bahnen zu kaufen, nachdem diese ihre Fahrt bereits begonnen haben? Darüber wundern sich viele Kunden des regionalen Verkehrsunternehmens.

    Wer sich an Vlexx-Automaten eine Karte kauft, sollte Kleingeld mitbringen – mit Scheinen zu bezahlen, kann schwierig werden. Foto: Christoph Erbelding
    Wer sich an Vlexx-Automaten eine Karte kauft, sollte Kleingeld mitbringen – mit Scheinen zu bezahlen, kann schwierig werden.
    Foto: Christoph Erbelding

    Auf der Facebook-Seite des „Oeffentlichen“ haben sich zahlreiche Nutzer des sozialen Netzwerks zu unserer Geschichte geäußert, die Olga Salzsäuler aus Kirn in diesem Jahr erlebt hat: Die 29-Jährige hatte eine Karte in der Bahn von Mainz nach Kirn nachkaufen wollen, nachdem sie etwas zu spät am Bahnhof angekommen war – wie bereits zweimal in den Jahren zuvor. Sie ging davon aus, dass es wieder so funktionieren würde. Diesmal jedoch verhängte der Fahrtenbegleiter eine 60-Euro-Strafe (wir berichteten am Dienstag).

    HIER DISKUTIERT FACEBOOK über das Thema des OEFFENTLICHEN

    Insbesondere aus einem Grund sind viele Vlexx-Kunden der Meinung, dass es in Zukunft möglich sein sollte, auch nach Beginn der Fahrt in den jeweiligen Bahnen unkompliziert Karten nachkaufen zu können: An mehreren Automaten gibt es offenkundig immer wieder Probleme mit der Annahme von Geldscheinen, weswegen mehrere Vlexx-Nutzer in Zeitnot geraten sind und sogar spätere Züge nehmen mussten. Oder aber Kunden geraten unter Druck, da die Automaten bis zu einem gewissen Fahrkartenpreis nur 5- oder 10-Euro-Scheine annehmen.

    „Mir ist es schon oft passiert, dass der Automat keine Scheine annimmt und dass ich deswegen zu spät von einem Zug zu einem anderen gekommen bin“, schreibt Silvia Schnabel. Daniel Christmann berichtet: „Ich stand in Bad Sobernheim am Automaten. Dieser nahm meinen 20-Euro-Schein nicht an. Ich glaubte, mir beim Schaffner eine Karte lösen zu können und sprach ihn noch draußen am Bahnsteig an. Er löste mir keine Fahrkarte und sagte, dass der Fahrpreis zu niedrig wäre. Der Zug fuhr dann ohne mich weiter.“ Einige Kunden berichten zudem, dass Schaffner ihnen den Hinweis gegeben hätten, für den Kauf einer Fahrkarte stets Kleingeld im Geldbeutel mitzuführen.

    Umfrage
    Umfrage: Bahn-Tickets aus dem Automaten

    In letzter Minuten auf dem Bahnsteig ankommen, schnell zum Ticketautomaten und dann streikt der/steht eine lange Reisegruppe davor/kommt einer nicht mit der Technik zurecht/wird die Zeit zu knapp. Normal, oder nicht? Eure Erfahrungen mit Ticketautomaten sind

    gut
    9%
    meistens okay
    24%
    eher schlecht
    67%
    Stimmen gesamt: 262

    Ein weiteres Problem sehen viele Kunden darin, dass es nicht möglich ist, an Automaten weiterführende Fahrkarten zu kaufen, beispielsweise in Kirn schon die Fahrkarte für die Rückfahrt aus Mainz. Diese Erfahrung hat auch Olga Salzsäuler gemacht. Für sie wäre es eine Möglichkeit gewesen, eine Tagesfahrkarte zu kaufen – dies fand die 29-Jährige aber erst nachträglich heraus.

    Tageskarte als günstige Variante

    Svenia Reuther, Pressesprecherin bei Vlexx, bestätigt: „Wenn die Kundin am selben Tag von Kirn nach Mainz und wieder zurückfahren möchte, kann sie an den Vlexx-Fahrkartenautomaten in Kirn ein Tagesticket des Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund lösen. Dies ist sogar günstiger, als zwei Einzeltickets für die Strecke und kann auch schon einige Tage vor Fahrtantritt erworben werden.“ Salzsäuler findet diese Lösung allerdings irreführend: „Eine Tageskarte klingt für mich erst einmal danach, dass ich mit dieser Karte an einem Tag kreuz und quer durchs Land fahren und mehrere Fahrten machen kann. Ich glaube nicht, dass die meisten Kunden wissen, dass sie sich eine Tagekarte kaufen sollten, wenn sie lediglich eine Hin- und Rückfahrt machen möchten, und dass sie damit sogar billiger wegkommen.“

    Zum Ausstieg aufgefordert

    In Sachen Flexibilität der Schaffner hat unterdessen Alfred Diel folgende Erfahrung gemacht: „Ich befand mich auf der Heimfahrt von Frankfurt zu meinem Wohnort. Da mein Zug Verspätung hatte, hätte ich den Bus in Bad Kreuznach nicht mehr erreicht. Ich wollte nun mit dem Zug bis Bad Sobernheim und dann mit dem Bus in meinen Wohnort weiterfahren, hatte aber nur eine Karte bis Bad Kreuznach. Obwohl ich die Schaffnerin schon vor Bad Kreuznach wegen einer weiterführenden Karte ansprach, konnte sie mir keine ausstellen. Ich musste in Bad Kreuznach aussteigen und bin eine Stunde später weitergefahren. Man stelle sich vor, es wäre die letzte Verbindung gewesen.“ Diel wünscht sich, dass in den Bahnen Automaten installiert werden – und ist damit nicht allein. Pressesprecherin Reuther äußert sich dazu: „Das Aufstellen von Fahrkartenautomaten in unseren Zügen ist ausgeschlossen.“

    Von unserem Redakteur Christoph Erbelding

    Mit Vlexx im Clinch: Dürfen Schaffner in der Bahn Karten verkaufen? [Umfrage]Kommentar: Ticket im Zug ist ein Muss
    Kirn
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