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Meisenheim

Unzählige Narren feiern in Straßen Meisenheims

Roswitha Kexel

Bei solch kreativen Wagenbauern und Fußgruppen war auch das Publikum bestens aufgelegtem. Dazu zeigte sich das Wetter zwar kühl, aber trocken: Der Fastnachtsumzug des Meisenheimer Carneval Clubs (MCC) war ein voller Erfolg. Einige Besucher meinten gar: „So schön war der Umzug schon lang nicht mehr.“

In der Tat bot der Umzug im Jubiläumsjahr unter dem Motto „Der MCC feiert mit viel Jubel 22 Jahre Narrentrubel“ ein ausgesprochen interessantes und buntes Bild mit Zirkusclowns, Akrobaten und Seiltänzerin der Bachschnooge Staudernheim, mit den Shoppingqueens der Turnerfrauen Waldgrehweiler/Finkenbach, 101 Dalmatinern samt Cruella vom SSV Meisenheim, Panzerknackern der Besenbinner Lauschied, einer tollen Blumenwiese, die die Gruppe Wendel darstellte, und einigem mehr.

Erstmals fuhr die Mannschaft Kuhles Landläwe aus Simmertal mit. Die tapferen Mannen, die ihr zehnjähriges Bestehen feierten, hatten einen überdimensionalen, beweglichen Käpt'n Blaubär auf dem 18 Meter langen Schiff „Elvira“ gebaut. Fahrer Sascha Lanz musste die scharfe Ecke am Gelben Haus zentimetergenau nehmen. Das gelang ihm ohne Probleme, weil Siggi Pölger ihn gekonnt einwies. Auch der Riesengorilla King Kong, der aus Niedermoschel-Hallgarten kam, mit leuchtenden Augen die Arme öffnete und ab und zu nach dem Publikum an der Seite griff, war optisch ein Genuss. Er wurde als schönster Wagen mit dem MCC-Pokal ausgezeichnet.

Die Alten Weiber und Hausfrauen des MCC hatten mit Hans-Joachim Paschke gar einen Froschkönig an Land gezogen. Der Musikverein Kirn und die Stadtkapelle Bad Sobernheim begleiteten den Umzug mit handgemachter Musik.

Angeführt wurde der närrische Lindwurm von Zugmarschall Heiko Hess, der sich dafür eigens eine Lokomotive gebaut hatte. Sein weibliches Pendant dazu war Renate Gilcher. Sie marschierte hinter der Stadtwache und den Sprengelburger Burgmannen. Das Prinzenpaar Lea und Leon wurde von Jürgen Neumann im Cabrio chauffiert. Die Garden und der Elferrat des MCC durften ebenso wenig fehlen wie die Veldenzgarde Lauterecken, der Fastnachtsclub Merxheimer Wind und eine Hippiegruppe des Bodelschwingh-Zentrums, die den Kölner Karneval aufleben ließ. Das Team „Losse mol“ wollte einem dritten Weltkrieg entfliehen und zog ins Wunderland zu den Einhörnern.

„Zum Feiern braucht man nicht nach Bayern, auch überm Berg in Unkenbach, wird Fassenacht gemach“, lud ein Trio aus Unkenbach ein. Die Hackerfreunde Unkenbach spielten Tischfußball mit lebenden Personen an der Stange. Das Schlusslicht bildete – wie in jedem Jahr – die Meisenheimer Jugend, die diesmal ausgesprochen lange am Rapportierplatz verharrte und lauthals das Lied „Stadt voller Affen ist voll und stinkt“ sang. Bis in die Abendstunden wurde am Rapportierplatz ausgelassen zur Musik des Duos Lightning gefeiert.

Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und DRK waren vor Ort, mussten jedoch während des Umzugs nicht tätig werden. Zu Beginn gab es kleine Unstimmigkeiten, da das Ordnungsamt dem Rasentraktor der Scheierdengler aus Merxheim und Weiler keine Starterlaubnis gab, doch dann wurde eine Lösung gefunden. Diese Mozartgruppe samt weißem Flügel und aufwendigen Kostümen gewann den MCC-Pokal als kreativste Fußgruppe.

Von unserer Reporterin
Roswitha Kexel
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