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    Hochstätten

    Unglaubliche Wassermassen in Hochstätten: Schäden noch nicht abzuschätzen [Video]

    Als am Montagmorgen gegen 6.15 die Sirenen heulten, hätte keiner gedacht, welches Ausmaß dieser Hochwassereinsatz einnehmen würde. Rasend schnell waren die Wassermassen des Leichbaches, der in normalen Sommern gerade so viel Wasser führt, um sich die Füße zu kühlen, in die untere Ortslage zwischen der evangelischen Kirche und der B 48-Brücke geschossen. Innerhalb weniger Minuten war dieser Abschnitt der B 48, die tiefer gelegenen Teile der Fürfelder Straße und der Kanalstraße zu einer Seenlandschaft geworden.

    Ein Fahrzeug musste aus dem Weg, so dass man die Scheiben einschlagen musste, um den PKW dann abschleppen zu können, erklärte Thomas Degen, der stellvertretende Wehrleiter der Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg.  Ein weiterer PKW versank in den Wassermassen.

    Ortsbürgermeister Hermann Spieß konnte es zunächst nicht fassen, welches Unglück da über seine Gemeinde gekommen war. „Die Arbeit von 20 Jahren ist zunichte“, erinnerte er nur an die Schäden unterhalb des Gemeindesaals. So stand die neue Pelletsheizung im Keller des Gemeindesaals unter Wasser und die Schlammmassen stimmten den Ortsbürgermeister nicht hoffnungsvoll, dass die sanitären Einrichtungen und die Heizung zu retten ist. „Möglicherweise haben wir hier einen Schaden von 70-80000 Euro.

    Doch letztlich ließen sich die Hochstätter nicht unterkriegen, die teils mit Traktoren und Baggern anrückten, um der Schlammmassen Herr zu werden. Selbst aus Nachbarorten wie Hallgarten und Feilbingert waren Helfer mit ihren Traktoren und Anhängern gekommen. Wer keinen Traktor hatte, der nahm Schaufel und Besen zu Hand, um zunächst die Höfe und dann die Straßen vom Schlamm zu befreien. Wen das Unglück verschont hatte, der half beim Befüllen der Sandsäcke. Hier packte dann auch Hochstättens Ruhestandsgeistlicher Gerd Lehmann kräftig mit an, wohl wissend, was da der Himmel geschickt hatte.

    Die Sandsäcke waren wichtig, da die Gefahr für Hochstätten auch am Mittag noch nicht gebannt war, obwohl der Leichbach im Laufe des Tages zahmer wurde. Die nächste Gefahr für den Ort lauerte nämlich schon Alsenzaufwärts, da der Alsenzpegel Winnweiler gefährliche vier Meter meldete. So war lange Zeit nicht klar, ob nicht auch die Alsenz noch über die Ufer treten würde. „Gut, dass das Mühlenwehr vor nicht allzu langer Zeit entfernt wurde, dadurch gewinnen wir bei Hochwasser gut einen Meter“, erklärte Spieß.

    Schließlich hofft der Ortsbürgermeister wie auch Beauftragter Markus Lüttger, dass die Bürger nicht noch weitere Schäden davon tragen. Schlimm genug sind sie allemal. So fehlt an einem Gebäude am Leichbach die Ecke des Fundamentes und ein Teil der Terrasse ist einfach weggerissen. Inwieweit zwei Häuser durch die Unterspülung geschädigt sind, wird sich erst nach Abfluss der Wassermassen zeigen. „Ich werde jetzt 82 Jahre, aber solch ein Hochwasser des Leichbaches habe ich noch nicht erlebt“, erzählte Kurt Kron.

    Sicherlich auch nicht solch große Hilfsbereitschaft. Denn gestern standen die Hochstätter eng beisammen. Unterstützung kam auch aus der örtlichen Pizzeria, die die Helfer mit Pizza und Nudeln versorgte. Immerhin mussten alleine von Feuerwehr und THW 95 Kräfte versorgt werden. Wobei die Feuerwehr aus BME auch vom Löschzug West der Stadt und Wehren der Nachbar-Verbandsgemeinde unterstützt wurde. bj

     

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