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Bad Kreuznach

Traubenwickler mit Verwirrmethode gut im Griff

So umweltschonend, kostengünstig und gründlich wird man den Sauerwurm, den Abkömmling des Traubenwicklers, nur mit Pheromonen los. Das ist das überzeugende Fazit der Winzer aus Bosenheim, Volxheim, Planig und Biebelsheim, die mit gründlichen Untersuchungen in ihren Weinbergen die Wirkung der sogenannten Verwirrmethode prüften. Fazit: 100 Prozentige Trefferquote.

Gut zwei Stunden lang hatten Winzer und Weinbauberater im Weingut von Gernot Mayer (rechts) zu tun, um die testweise geernteten Trauben nach Würmern abzusuchen. Von links: Die Weinbauberater Wolfram Mann und Andreas Ellrich sowie Winzer Peter Kaul (Hackenheim).
Gut zwei Stunden lang hatten Winzer und Weinbauberater im Weingut von Gernot Mayer (rechts) zu tun, um die testweise geernteten Trauben nach Würmern abzusuchen. Von links: Die Weinbauberater Wolfram Mann und Andreas Ellrich sowie Winzer Peter Kaul (Hackenheim).
Foto: privat

Bad Kreuznach. So umweltschonend, kostengünstig und gründlich wird man den Sauerwurm, den Abkömmling des Traubenwicklers,  nur mit Pheromonen los. Das ist das überzeugende Fazit der Winzer aus Bosenheim, Volxheim, Planig und Biebelsheim, die mit gründlichen Untersuchungen in ihren Weinbergen die Wirkung der sogenannten Verwirrmethode prüften. Fazit: 100 Prozentige Trefferquote.

 

 

Pheromonen  sind bei der Bekämpfung des Traubenwicklers im Weinberg eine optimale Lösung. Das ist jedenfalls das Ergebnis der Tests, die die beteiligten Winzer jetzt in ihren Weinbergen anstellten. Im Frühjahr hatten Dutzende Winzer an dem mit Landesmitteln geförderten umweltschonenden Programm teilgenommen, bei dem mit Lockstoffen die männlichen Falter des Traubenwicklers bei der Suche nach Geschlechtspartnerinnen verwirrt werden. Im Bosenheimer Weingut von Gernot Mayer trafen sich jetzt 18 Winzer mit den Weinbauberatern Wolfram Mann und Andreas Ellrich, um nach der ersten „Verwirr-Saison“ Zwischenbilanz zu ziehen. Winzer Hans-Peter Müller vom Brühler Hof in Volxheim, der die Pheromon-Akton mit initiiert hatte, war überrascht: „In keiner der behandelten Parzellen, sei es im Kerngebiet oder an den Rändern, haben wir Würmer gefunden.“ In Weinbergen, in denen keine Pheromon-Ampullen ausgehängt und auch keine Insektizide gespritzt wurden, lag die Trefferquote bei immerhin 20 Prozent: Bei 20 von 100 Trauben wurden also Würmer entdeckt.

Es geht hier um die zweite Generation des Traubenwicklers, des sogenannten Sauerwurms. Die Wickler legen ihre Eier in die noch sauren Beeren, die Würmer sorgen dann für Fäulnis, und das kann zu frühzeitiger Lese und bei warmem Wetter sogar zu Essigstich führen.

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