40.000
Aus unserem Archiv
Bad Kreuznach

Totenköpfe vs. Einhörner: Die Trendkostüme 2018

Der Countdown läuft: Während in den bunt geschmückten Hallen der Fastnachtsvereine schon längst die neue Session gefeiert wird, geht es jetzt auch bald auf den Straßen wieder so richtig rund. Eines darf bei beiden Gelegenheiten natürlich nicht fehlen: das richtige Kostüm. Doch zu welchen Verkleidungen greifen die Kreuznacher Narren in diesem Jahr am häufigsten? Welche Neuigkeiten gibt es und welche Klassiker können wieder aus dem Schrank gekramt werden? Der „Oeffentliche“ hat die Kostümtrends 2018 zusammengestellt.

Das Einhorn gehört 2018 zu den beliebtesten Kostümen überhaupt. Für Ramona und Jürgen Flohr war es schon am Altweibertag 2017 in Bad Kreuznach die erste Wahl – als aufwendige Eigenkreation.  Archivfoto: Carsten Zillmann
Das Einhorn gehört 2018 zu den beliebtesten Kostümen überhaupt. Für Ramona und Jürgen Flohr war es schon am Altweibertag 2017 in Bad Kreuznach die erste Wahl – als aufwendige Eigenkreation. Archiv
Foto: Carsten Zillmann

Trends: Je bunter desto besser – dieser Vorsatz steht wohl auch in diesem Jahr wieder häufig bei der Kostümsuche im Fokus. Regenbogenfarbene Verkleidungen, Accessoires, Schmink- und Haarfarben sind nach wie vor voll im Trend. Allen voran das heimliche Maskottchen der leuchtend bunten Glitzerliebhaber: das Einhorn. Ob als hallentaugliches Kleidchen oder flauschiges Ganzkörperkostüm, mit oder ohne Flügel, in grellem Pink oder Pastellfarben – das Fabelwesen ist in so gut wie jedem Laden der Renner. Diese Beständigkeit macht selbst Fachmänner wie Philipp Gräff, Leiter der Spielwarenabteilung in der Drogerie Müller, stutzig: „Ich dachte, der Hype wäre längst vorbei, aber es scheint immernoch ein Thema zu sein.“

Eine andere Kostümart ist hingegen jetzt erst so richtig im Kommen: sogenannte Carry-me- oder Huckepack-Kostüme. Diese Verkleidungen erwecken die Illusion, dass man von einer anderen Figur getragen wird. Die optische Täuschung funktioniert ganz einfach: Die Beine des Verkleideten stecken im Kostüm und hauchen so der Figur Leben ein. Für den Huckepack-Effekt sind an dem Kostüm Beine befestigt, die an den Seiten herunterhängen, und Hände, die um die Beine herum gelegt sind. Der mehr oder weniger gequälte Gesichtsausdruck der Figuren tut sein Übriges. Sowohl im Rofu-Kinderland als auch in der Galeria Kaufhof sind schon die meisten Kostüme dieser Art vergriffen.

Neuheiten: Bei der Vielfalt in den Fastnachtsabteilungen könnte man meinen, dass den Kreativköpfen unter den Kostümentwicklern irgendwann mal die Ideen ausgehen müssten. Trotzdem kann man in jedem Jahr auch einige Neuheiten in den Regalen erspähen. In dieser Session halten Totenköpfe und Skelette Einzug in die Fastnachtsgarderobe. Im Themenfokus steht vor allem der „Dia de los Muertos“, der „Tag der Toten“, der in Mexiko rund um Allerseelen – also eigentlich zu einer ganz anderen Zeit im Jahr – gefeiert wird. Als die Symbole der Feier gelten Totenköpfe und Blumen – und genau diese Mischung ist jetzt auch auf vielen Fastnachtskostümen, Masken, Haarreifen und anderen Dingen zu finden.

Generell scheinen sich die unterschiedlichen Kostümtraditionen zu vermischen. Auch Verkleidungen, die sonst wohl eher zu Halloween getragen wurden, sind mittlerweile an Fastnacht beliebt.

Eine etwas weniger düstere Neuheit findet sich in den Kinderabteilungen der Fastnachtsläden: die Figuren aus der Lego-Spielzeug-Kollektion und Fernsehserie Ninjago. So sehen die Kleinen aus wie als Ninja verkleidete Legofiguren. „Das ist der absolute Renner“, weiß die langjährige Rofu-Mitarbeiterin Heike Tullius.

Neben dem Einhorn sind sogenannte Huckepack-Kostüme angesagt. Kaufhof-Mitarbeiter Ortwin Kron und Christopher Driemeyer, Spielwaren-Abteilungsleiter, präsentieren einen Bayer, der den Kostümierten auf den Schultern trägt.
Neben dem Einhorn sind sogenannte Huckepack-Kostüme angesagt. Kaufhof-Mitarbeiter Ortwin Kron und Christopher Driemeyer, Spielwaren-Abteilungsleiter, präsentieren einen Bayer, der den Kostümierten auf den Schultern trägt.
Foto: Désirée Thorn

Klassiker: Piraten, Polizisten, Prinzessinnen und Cowboys werden auch in diesem Jahr wieder in Scharen auf der Straßenfastnacht auftauchen. Doch selbst bei den Klassikern gibt es immer wieder kleine Veränderung, die das doch recht gewöhnliche Kostüm individueller aussehen lassen. „Bei Cowgirls müssen Colt und Holster natürlich rosa sein“, erklärt Heike Tullius. Und das oft gesehene Rotkäppchen gibt es in diesem Jahr – entsprechend dem düsteren Halloween-Trend – als unheimliches „Blutkäppchen.“

Partnerlook: Gerade bei den aufeinander abgestimmten Partnerkostümen greifen die Narren gern auf die Klassiker zurück. Die gibt es schließlich häufig in männlicher und weiblicher Ausführung. Und selbst für diejenigen, die sich nicht nur in Thema und Stil, sondern komplett gleichen wollen, gibt es entsprechende Angebote. „Das Ritterkostüm haben wir in allen Ausführungen. Da kann die ganze Familie im Partnerlook gehen“, sagt Ortwin Kron, Kaufhof-Mitarbeiter in der Spielwarenabteilung. Begehrt seien aber auch immer wieder Hippie-Kostüme, da sie auch mit den verschiedensten Accessoires ganz individuell gestylt werden können.

Lizenzen: Mit Superhelden, Eisköniginnen und Star-Wars-Figuren waren die sogenannten Lizenz-Kostüme, die bestimmten Filmen oder Serien entsprechen, insbesondere bei Kindern schon im vergangenen Jahr hoch im Kurs. Während sich viele Läden im vergangenen Jahr noch vor den hohen Preisen gescheut haben und die Kostüme erst gar nicht ins Sortiment aufgenommen haben, sind diese nun so gut wie überall zu finden. Hinzu kommen einige neue, wie etwa Figuren der Serie „Paw Patrol“oder Barbie-Kostüme.

Spartipps: Wer nicht gleich in ein komplettes Kostüm investieren möchte, kommt mithilfe einiger Kleinigkeiten leicht zu einer günstigeren Verkleidung. Auch in Sachen Accessoires, Perücken, Schminke, Haarspray und Kontaktlinsen hat sich etwas getan. „Es gibt ganz neue Farbvariationen und eine endlose Vielfalt“, sagt Philipp Gräff. Besonders angesagt sind gerade ein besonderes Motiv: Smileys – ob als Ansteckbuttons, Haarspangen, Stoffaufdruck oder Schminkidee, die gelben Gesichter sind überall zu finden. So liegen Narren auch ohne komplettes Kostüm voll im Trend.

Von unserer Reporterin Désirée Thorn

Spontane Käfig-Käufer: Endspurt im Einzelhandel

Für die Bad Kreuznacher Einzelhändler geht's jetzt in einen strammen Fastnachts-Endspurt. Fast die Hälfte des Umsatzes wird in der Woche vor dem Start und während der Straßenfastnacht generiert, wie Kaufhof-Mitarbeiter Ortwin Kron verrät. Viele Kunden kommen sogar erst unmittelbar bevor sie in den Narrenkäfig ziehen – zum Teil um sich noch die ein oder andere Kleinigkeit zuzulegen, zum anderen aber auch, um ganze – bis dahin meist reduzierte – Kostüme abzustauben.

„Selbst am Rosenmontag geht noch einiges weg“, sagt Kron. Für Schnäppchenjäger ist das bestimmt eine günstige Alternative. Die große Auswahl bleibt den Spontan-Shoppern dann aber nicht mehr. Besonders die Trendkostüme sind bereits jetzt rar. det

Bad Kreuznach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
E-Mail

News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
UMFRAGE
Markt am Samstag?

Das Mainzer Markt-Frühstück ist ein Kult-Event. Wäre das auch etwas für Bad Kreuznach?

Anzeige
Regionalwetter
Sonntag

17°C - 29°C
Montag

18°C - 30°C
Dienstag

18°C - 29°C
Mittwoch

17°C - 28°C
epaper-startseite