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Bad Kreuznach

Stellvertretender Polizei-Chef Fehlinger zur Kreuznacher Neustadt: Keine Konzentrierung von Straftaten

Brennpunkt Neustadt: Im Sprachgebrauch der Bad Kreuznacher Polizei heißt sie längst so. „Denn Brennpunkte sind für uns Gebiete, an denen erhöhte polizeiliche Präsenz notwendig ist", erklärt Hans-Peter Fehlinger, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bad Kreuznach. Fehlinger sagt aber auch: „Die Neustadt ist einer von mehreren Brennpunkten in Bad Kreuznach."

Die Neustadt ist ins Gerede gekommen, auch aufgrund der jüngsten Ereignisse, zuletzt der Messerstecherei an der Ecke Jahngasse.
Die Neustadt ist ins Gerede gekommen, auch aufgrund der jüngsten Ereignisse, zuletzt der Messerstecherei an der Ecke Jahngasse.
Foto: Josef Nürnberg

Von einer Konzentrierung der Straftaten im historischen Stadtkern könne keine Rede sein. „Gefühlt ist das vielleicht für den ein oder anderen so, aber seriös ist das nicht zu belegen."

Natürlich sei es schlimm, dass innerhalb von gut einem Monat gleich zwei schwerwiegende Straftaten dort passiert sind. Am 3. März wurde nach einem Disput über die Qualität des Essens der Besitzer eines Dönerladens niedergestochen und getötet. Jetzt die erneute Messerstecherei. „Ich möchte das auch gar nicht bagatellisieren", betont Fehlinger, „aber es ist ein unglücklicher Zufall, dass diese Ereignisse so aufeinander gefolgt sind. Und das in einem Gebiet, das ohnehin schon im Fokus steht."

Die Delikte hätten sich an anderen Stellen der Stadt genauso zutragen können. „Wenn man beispielsweise die Taten zusammenzählt, die sich gerade am Wochenende im Gewerbegebiet ereignen, und diese mit der Neustadt vergleicht, dann sind das Welten", sagt Fehlinger. Nur mit dem Unterschied, dass die Taten auf der „grünen Wiese" weniger interessieren, weil dort niemand wohnt und sich gestört fühlt.Die Mischung ist das ProblemGenau das ist seit Jahrzehnten ein Problem der Neustadt: die Mischung aus Wohngebiet und Gastronomie. Entsprechend emotional wird die Diskussion geführt – gerade aufgrund der jüngsten Ereignisse. Und die Sommermonate, an denen nachts noch mehr auf den Straßen los ist, kommen erst.

Laut Fehlinger geht die Polizei seit Monaten verstärkt in den Brennpunktorten auf Streife – auch in der Neustadt. Dort gemeinsam mit Kollegen des Ordnungsamts. Beim Vorfall in der Nacht zum Sonntag war die Polizei in der Nähe, hätte nur deshalb die Situation schnell eindämmen können. „Am Wochenende waren dort zwei Streifen im Einsatz", ergänzt Fehlinger. Das Personal dort weiter aufzustocken, sei nicht möglich. „Man darf nicht vergessen, dass wir das gesamte Kreisgebiet abzudecken haben. Wir tun, was wir können, aber Polizei und Ordnungsamt sind auch nicht das Allheilmittel."

Stephan Brust

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