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    Schutz vor nächstem Hochwasser: Gehöft in Hochstätten wird gekauft – und gleich abgerissen

    Gute Nachrichten für alle hochwassergeplagten Hochstätter kommen aus der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats. Denn der hat am Mittwochabend allen geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen zugestimmt. Gut auch: Sie werden größtenteils ab 2018 umgesetzt.

    Der Verbandsgemeinderat hat zugestimmt: Das alte Gehöft in der Ortsmitte Hochstättens wird zugunsten der Renaturierung des Leichbachs abgerissen.  Foto: Josef Nürnberg
    Der Verbandsgemeinderat hat zugestimmt: Das alte Gehöft in der Ortsmitte Hochstättens wird zugunsten der Renaturierung des Leichbachs abgerissen.
    Foto: Josef Nürnberg

    Die einzelnen Vorhaben waren im Grunde schon bekannt, doch brauchte es der Zustimmung des Verbandsgemeinderats, schließlich steht die VG für den Leischbach als Gewässer dritter Ordnung in der Verantwortung. Wobei die Ortsgemeinde auch nicht aus der Pflicht ist. So muss sie den Neubau der Brücke über die Hauptstraße übernehmen und sich bei der Öffnung des Leischbachs mit 103.000 Euro beteiligen.

    Während der Sitzung gingen Mitarbeiter des beauftragten Ingenieurbüros Monzel-Bernhardt nochmals auf das Hochwasserereignis vom 30. Mai ein. Sie informierten darüber, dass es sich eigentlich „nur“ um ein 20-jähriges Hochwasser handele, das also in vergleichbarer Stärke regelmäßig zu erwarten sei. Doch im Falle Hochstättens kamen viele Faktoren wie gesättigte Böden oder ein Erdrutsch zusammen, die dann erst zu den riesigen Schäden führten.

    Die augenfälligste Veränderung durch den Hochwasserschutz wird die Ortsmitte erleben. Hier erwirbt die Verbandsgemeinde ein altes Gehöft samt Grundstück. Das Gebäude wird abgerissen und der Verlauf des Leischbachs auf dem dann freien Grundstück verändert. Diese Maßnahme ist einerseits Hochwasserschutz und andererseits Gewässerrenaturierung. Zudem wird hier das Umfeld als Freiraum gestaltet. Auf die Frage aus dem Rat, warum nicht die Ortsgemeinde Hochstätten das Grundstück erwirbt, entgegnete Ortsbürgermeister Hermann Spieß, dass das Land zwingend vorgebe, dass die VG Käufer ist.

    Auch an der Kanalstraße wird es deutliche Veränderungen geben. Die Bachüberfahrt ist künftig nicht mehr 30 Meter breit – stattdessen wird es deren zwei geben.

    Weniger sichtbar, aber von großer Wirkung soll der Einbau eines Treibgutfängers (Großrechens) oberhalb der „Schwarzen Brücke“ an der B 420 sein. Es hatte sich beim Hochwasser gezeigt, dass der Leischbach, der an seinem Oberlauf steil den Berg hinabfließt, viel Geröll mit sich bringt. Das soll künftig schon vor der B 420 abgefangen werden. Weiterhin wird punktuell die Gewässersohle wiederhergestellt. Ein Geröllrückhalt soll 2019 entstehen.

    Spieß appellierte eindringlich an die Ratsmitglieder, der Maßnahme zuzustimmen. „Bitte helfen sie uns. Es muss mal endlich ein Bagger da stehen, damit die Leute sehen das sich was tut“, bat der Hochstätter Ortschef. Er stieß denn auch nicht auf taube Ohren. Der Rat genehmigte die Gesamtmaßnahme, gab das Bodengutachten in Auftrag und ermächtigte die Verwaltung, den Auftrag zum Abriss des Gebäudes zu vergeben. Wobei CDU-Sprecher Hans-Peter Haas eine Nachverhandlung forderte, da ihm Abrisskosten von rund 85.000 Euro zu hoch erschienen. Der Verbandsgemeinderat hofft zudem, dass Bürgermeister Peter Frey auch noch in Sachen Landesförderung etwas erreichen kann. War ursprünglich stets von einem Zuschuss in Höhe von 90 Prozent die Rede, sind es jetzt nur noch 60 Prozent, da es sich um Maßnahmen des Hochwasserschutzes handele.

    Von unserem Reporter Josef Nürnberg

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