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Deimberg

Restaurierter Unimog sichert den Brandschutz

Sie sind Kult, die alten Unimogs. Am Sonntag waren zahlreiche dieser unverwüstlichen Fahrzeuge rund ums Feuerwehrhaus in Deimberg zu bewundern.

Die Deimberger Feuerwehrleute mit Wehrführer Matthias Kalinke (links) und Ortsbürgermeisterin Susanne Heer (2. von rechts) sind stolz auf ihr 50 Jahre altes Fahrzeug.
Die Deimberger Feuerwehrleute mit Wehrführer Matthias Kalinke (links) und Ortsbürgermeisterin Susanne Heer (2. von rechts) sind stolz auf ihr 50 Jahre altes Fahrzeug.
Foto: Klaus Dietrich

Das eigentliche Prunkstück des Tages war eigens an einer exponierten Stelle platziert: Der Mercedes Unimog 404 S TLF 8/8 ist 50 Jahre alt und leistet der Freiwilligen Feuerwehr Deimberg immer noch gute und treue Dienste. Wehrführer Matthias Kalinke sagt denn auch dankbar: „Wir sind sehr froh, dass wir ihn haben."

Der Unimog ist 82 PS stark, Benziner, hat sechs Zylinder, eine fest eingebaute Pumpe, die über eine Zapfwelle angetrieben wird, und einen 800-Liter-Wassertank. Das Fahrzeug hat drei Mann Besatzung und ist für einen 30-Meter-Schnellangriff geeignet. Die Deimberger haben es auf dem Becherbacher Flugplatz gekauft und innerhalb eines Jahres mit etwa 800 Stunden Eigenleistung liebevoll restauriert.

Der ehemalige Wehrleiter der Verbandsgemeinde Lauterecken, Walter Heinz, kann sich noch gut an die Beschaffung des Unimogs erinnern. Die Feuerwehr Deimberg hatte damals nur einen Hänger. Der war ungeeignet, Atemschutzgeräte zu transportieren. Das erklärte Ziel der Verbandsgemeinde lautete: Alle Teile der VG sollen, über die Fläche verteilt, mit Atemschutzgeräten ausgestattet werden, um einen Einsatz in spätestens acht Minuten zu gewährleisten. Da traf es sich gut, dass der Förderverein der Feuerwehr Deimberg den alten Becherbacher Unimog ankaufte. Nun verfügt die örtliche Einheit über zwei Pressluftatemschutzgeräte. Sie können im Ernstfall auch in den umliegenden Orten rasch zum Einsatz kommen. Der Förderverein unterhält den Unimog. Die Verbandsgemeinde gibt jährlich einen festen Zuschuss.

Die ländlich geprägte VG Lauterecken-Wolfstein muss mit ihrem Geld gut haushalten. Moderne Fahrzeuge sind teuer. Gebrauchte instand zu setzen, kommt billiger. Auch die Feuerwehren in Hoppstädten und Unterjeckenbach schafften deshalb alte Fahrzeuge an, berichtete Walter Heinz bei seinem Besuch am Sonntag in Deimberg. Heinz machte dabei klar, wie wichtig die Fördervereine sind: „Wenn sie nicht wären, könnte eine flächendeckende Versorgung durch eine schlagkräftige Feuerwehr nicht sichergestellt werden."

Die Deimberger Einheit hat zwölf Aktive, darunter Ortsbürgermeisterin Susanne Heer. Noch ist Markus Dindorf stellvertretender Wehrführer. Er wird im nächsten Jahr von Christian Dindorf abgelöst. Den Förderverein gibt es seit 2002. Er wird von Christian Dindorf geleitet. Stellvertreter ist Michael Kreischer.

Das kleine Dorf hat übrigens Verstärkung bekommen. Eine Familie aus Hochspeyer kaufte zwei Häuser und baut derzeit eine Reithalle am Ortsrand. Damit dürfte Deimberg wieder mehr als 100 Einwohner haben.

Von unserem Redakteur Klaus Dietrich

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