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    Radfahrer raus oder absteigen: Chaos in der Kurhausstraße immer schlimmer

    In der Bad Kreuznacher Kurhausstraße ist und bleibt das Chaos zu Hause: ein Dauerärgernis. Seit Jahren wird versucht, vor allem die Verkehrsprobleme dort in den Griff zu bekommen. Doch alle Vorstöße und Bemühungen endeten in der Sackgasse.

    Nicht schön, dafür chaotisch: Die Probleme in der Kurhausstraße sind offenbar einfach nicht in den Griff zu bekommen.  Archivfoto: Harald Gebhardt
    Nicht schön, dafür chaotisch: Die Probleme in der Kurhausstraße sind offenbar einfach nicht in den Griff zu bekommen. Archiv
    Foto: Harald Gebhardt

    Die Situation wird immer schlimmer. Durch die zahlreichen Baustellen dort und die verstärkte Wohnbebauung hat der Verkehr immer mehr zugenommen. Im Sommer unternahm die CDU-Stadtratsfraktion bei einer Ortsbegehung einen erneuten Vorstoß, um die Missstände zu beseitigen oder wenigstens zu verbessern. Passiert ist trotzdem wieder nichts.

    Dass das Ärgernis Kurhausstraße vor allem den Anliegern unter den Nägeln brennt, zeigt einmal mehr die jüngste Initiative – ein offener Brief, den der Beirat des Kurstiftes in der Dr. Alfons-Gamp-Straße und Kurstift-Geschäftsführer Kurt Reiner Seuser an Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer sowie alle im Stadtrat vertretenen Parteien und Gruppierungen geschickt haben. Schon vor Jahren formulierte die Bewohnervertretung ihre Wünsche an die Stadt. Die katastrophalen Verhältnisse in der Kurhausstraße wurden mehrfach diskutiert: zu schnell fahrende Autos, welche die schmale Straße im Gegenverkehr nutzen, Parkplatzsucher, die durch die Straße fahren und die Schilder Anwohner-Parken übersehen, schmale Gehwege, oft verengt durch Baustellen und zudem stark frequentiert wegen der zahlreichen Bewohner der Rehakliniken. „Beim Ausweichen auf die Fahrbahn gab es schon mehrfach Unfälle“, heißt es in dem offenen Brief weiter.

    Aus zweierlei Gründen haben sich die Probleme in letzter Zeit verschärft: Auf der einen Seite sind immer mehr Bewohner alters- und krankheitsbedingt auf Rollatoren oder Rollstühle angewiesen. Andererseits hat der Verkehr, vor allem der Radverkehr, immer mehr zugenommen. Gerade die Sportradler und E-Bike-Fahrer beachten selten die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit, beklagen Elke Schwedt, Vorsitzende des Beirats, und ihre Stellvertreterin Ingrid Wilutzky. Sie stellten folgende Vorschläge zur Diskussion: Entweder den Naheradweg in die Kaiser-Wihlem- und die Rossstraße zu verlegen oder mindestens ein Absteigegebot für Radfahrer in der Kurhausstraße. Die frühere CDU-Stadträtin Ingrid Wilutzky war auch bei der Begehung der CDU-Stadtratsfraktion im Sommer dabei.

    „Der durch die Neubauten entstandene Anliegerverkehr hat massiv zugenommen“, schreibt auch Seuser. „Die Situation wird sich durch den Ausbau derzeit noch leer stehender Objekte weiter verschärfen.“ Seuser verweist darauf, dass, obwohl das Verkehrsaufkommen zeitweilig mit einer normalen Durchgangsstraße zuvergleichen ist, es sich tatsächlich um eine verkehrsberuhigte Zone handelt. Bei früheren Radarkontrollen wurden zwar Autofahrer erfasst, die mit mehr als fünf Kilometer die Stunde unterwegs waren, nicht aber Rad- oder E-Bike-Fahrer mit Tempo 25 bis 30 – und „heftig schimpfend, wenn ein Fußgänger gezwungenermaßen auf den Straße seinen Weg sucht“.

    Die CDU stellte in der jüngsten Stadtratssitzung erneut einen Antrag zur Verbesserung der Situation in der Kurhausstraße. Die fünf vorgeschlagenen Punkte beinhalteten auch ein Fahrradverbot. Das zog Fraktionschefs Werner Klopfer aber schnell wieder zurück. Der Stadtrat verwies den Antrag an den Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr.

    Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

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