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Bad Kreuznach

Planig, Bosenheim, Pfaffen-Schwabenheim: DSL-Anbindung in trockenen Tüchern

Die Verträge sind in trockenen Tüchern, jetzt beginnt die Realisierung. Bis Ende des Jahres sorgen die Kreuznacher Stadtwerke und das Telekommunikationsunternehmen Inexio aus Saarlouis für die lang ersehnte DSL-Anbindung der Stadtteile Planig und Bosenheim sowie für schnelles Internet in Pfaffen-Schwabenheim.

Vertragsunterzeichnung zur DSL-Anbindung von Planig, Bosenheim und Pfaffen-Schwabenheim: Über die Kooperation mit Inexio freuen sich (von links) OB Heike Kaster-Meurer, Wirtschaftsdezernent Udo Bausch, Stadtwerke-Chef Dietmar Canis, Inexio-Mitarbeiterin Anja Schramm, Inexio-Geschäftsführer Thorsten Klein, Stadtwerke-Prokurist Klaus-Dieter Dreesbach und Pfaffen-Schwabenheims Ortsbürgermeister Hans-Peter Haas.
Vertragsunterzeichnung zur DSL-Anbindung von Planig, Bosenheim und Pfaffen-Schwabenheim: Über die Kooperation mit Inexio freuen sich (von links) OB Heike Kaster-Meurer, Wirtschaftsdezernent Udo Bausch, Stadtwerke-Chef Dietmar Canis, Inexio-Mitarbeiterin Anja Schramm, Inexio-Geschäftsführer Thorsten Klein, Stadtwerke-Prokurist Klaus-Dieter Dreesbach und Pfaffen-Schwabenheims Ortsbürgermeister Hans-Peter Haas.
Foto: Stephan Brust

Bad Kreuznach – Die Verträge sind in trockenen Tüchern, jetzt beginnt die Realisierung. Bis Ende des Jahres sorgen die Kreuznacher Stadtwerke und das Telekommunikationsunternehmen Inexio aus Saarlouis für die lang ersehnte DSL-Anbindung der Stadtteile Planig und Bosenheim sowie für schnelles Internet in Pfaffen-Schwabenheim.

Hans-Peter Haas staunte nicht schlecht, als er von den Stadtwerken angerufen und zum Pressegespräch in deren Zentrale eingeladen wurde. Der Ortsbürgermeister von Pfaffen-Schwabenheim und seine Gemeinde profitieren von dem Umstand, dass der Hauptstrang (Backbone) für das DSL-Netz an der A 61 liegt und der Ausbau über Glasfaserkabel und Leerrohre der Stadtwerke am schnellsten über Pfaffen-Schwabenheim und Bosenheim bis nach Planig erfolgt. Das wird vor allem die Unternehmen im immerhin 37 Hektar großen Gewerbegebiet der Gemeinde freuen. „Die Nachfrage ist enorm“, unterstreicht Haas, „denn bisher sind die langsamen Verbindungen schon ein Standortnachteil“.

Ähnlich sieht es im Gewerbegebiet zwischen Planig und Bad Kreuznach sowie in Planig selbst und in Bosenheim aus. Dort wird noch mit Richtfunk gearbeitet. Ergo bricht das Netz nicht selten zusammen, wenn es mehrere gleichzeitig nutzen wollen. Dabei gehört die Frage nach schnellem Internet zu den ersten, wenn Unternehmen sich im Planiger Gewerbegebiet neu ansiedeln wollen.

Seit gut eineinhalb Jahren steht das Thema bereits auf der Agenda von Bad Kreuznachs Wirtschaftsdezernent Udo Bausch. In dieser Zeit wurden Gespräche unter anderem mit der Telekom und der Pfalzkom geführt. Die Telekom war zu teuer, die Pfalzkom konnte keine flächendeckende Versorgung gewährleisten. Bausch musste Interessenten also regelmäßig vertrösten. Jetzt kann er konkret antworten. Entsprechend erleichtert ist er über das Zustandekommen der Kooperation zwischen den Stadtwerken und Inexio. „Das ist ein entscheidender Schritt für Bad Kreuznach und die Region“, freut er sich. „Ein Meilenstein“, ergänzt Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer, die schnelles Internet zu den Grundbedürfnissen zählt.

Nach der gestrigen Vertragsunterzeichnung gehen die Stadtwerke und Inexio in die konkrete Planung. Die ersten Arbeiten beginnen schon im März mit dem Ausbau der Bosenheimerstraße. „Wenn die Straße geöffnet wird, legen wir gleich die Glasfaserkabel mit rein“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Dietmar Canis. Doch damit nicht genug, denn die Zusammenarbeit mit Inexio ist für Canis der Beginn einer neuen Ära. Gemeinsam will man den regionalen Telekommunikationsmarkt aufmischen – bis hin zum Einfamilienhausbesitzer. Die Stadtwerke kümmern sich um die Infrastruktur, Inexio um die Technik. Das große Plus: Vieles an Infrastruktur decken die Stadtwerke schon über ihre Strom-, Gas- und Wasseranschlüsse ab. Da ist es ein leichtes, wenn Leitungen erneuert werden müssen, ein Glasfaserkabel fürs Internet mit einzubinden.

Udo Bausch ist davon überzeugt, dass die Kooperation Begehrlichkeiten wecken wird. Im positiven Sinne. „Ich bin mir sicher, dass bald viele Verbandsgemeindebürgermeister bei Ihnen anklopfen werden“, sagte Bausch in Richtung des Stadtwerke-Chefs. Inexio-Geschäftsführer Thorsten Klein sieht dem entspannt entgegen. Sein Unternehmen hat sich vor drei Jahren auf die Breitbandanbindung von ländlichen Gebieten spezialisiert und betreut bereits 370 Gemeinden, mehr als 100 davon in Rheinland-Pfalz. Mit der Glasfaserlösung sind extrem schnelle Verbindungen möglich (bis zu 100 Megabit pro Sekunde). Und das Wichtigste für den Bürger: Bei dem geplanten Ausbauverfahren sind keinerlei Arbeiten an Hausanschlüssen notwendig. Stephan Brust

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