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Bad Kreuznach

Pläne: Rheingrafenblick bekommt Busanbindung

Harald Gebhardt

Das neue Wohngebiet Rheingrafenblick mit 385 Wohneinheiten im Bad Kreuznacher Süden soll eine Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bekommen: Geplant ist der Bau einer Buskehre im Bereich des Parkplatzes am Ende der Franziska-Puricelli-Straße gegenüber der Teufelsbrücke sowie einer barrierefreien Bushaltestelle mit Wartehäuschen am Fußweg, der in das Neubaugebiet führt.

Am Ende des Parkplatzes (vorne) an der Franziska-Puricelli-Straße soll eine Buskehre die ÖPNV-Anbindung des Wohngebietes ermöglichen.  Foto: Harald Gebhardt
Am Ende des Parkplatzes (vorne) an der Franziska-Puricelli-Straße soll eine Buskehre die ÖPNV-Anbindung des Wohngebietes ermöglichen.
Foto: Harald Gebhardt

Es wird aber noch etwas dauern: Die Stadtbusse werden das Gebiet erst Ende 2019 an ihr Liniennetz anschließen, erklärte Heike Kaster-Meurer am Donnerstagabend im städtischen Ausschuss für Stadtplanung, Bauwesen, Umwelt und Verkehr. Die Oberbürgermeisterin hat das Thema dennoch als Mitteilung auf die Tagesordnung genommen, weil bei der Stadtverwaltung Beschwerden von Bewohnern des Wohngebietes vorliegen, die als Berufspendler nach Mainz und Frankfurt die fehlende ÖPNV-Anbindung kritisieren. Dadurch sind sie gezwungen, mit dem Auto direkt ins Rhein-Main-Gebiet zu fahren oder zum Kreuznacher Bahnhof, um von dort mit dem Zug weiter zu pendeln. Inzwischen wohnen schon fast 300 Menschen in dem Gebiet. Betroffen von der fehlenden Busanbindung sind vor allem auch Schulkinder: Sie müssen zurzeit bis zur Haltestelle in der Rheingrafenstraße laufen. Diese ist etwas mehr als einen halben Kilometer Luftlinie entfernt.

Die aktuelle Situation entspricht damit nicht den Vorgaben im Nahverkehrsplan (NVP) und steht auch den erklärten Zielen des Integrierten Verkehrsentwicklungskonzeptes (IVEK) der Stadt entgegen. Im NVP ist als Anforderungsprofil für den ÖPNV festgelegt, dass der Einzugsbereich zur nächsten Bushaltestelle in einer Luftlinienentfernung von 300 bis 400 Metern liegen sollte. Die ursprünglich geplante Anbindung des Wohngebietes über die Küppersstraße konnte wegen der topografischen Verhältnisse dort nicht realisiert werden. „Wir wollen trotzdem eine Busanbindung haben“, so die OB. Die Einrichtung einer Buskehre ist dafür Voraussetzung, weil nur so eine Wendemöglichkeit für die Fahrzeuge innerhalb des Wohngebietes geschaffen werden kann. Dass dies funktioniert, habe eine Testbefahrung im November 2017 gezeigt.

Herbert Drumm (Freie Fraktion) sprach von einer „guten Idee“, merkt aber zugleich an, dass die dortigen Parkplätze auch eine wichtige Alternative für Besucher des Freibades Salinental sind. Das Salinental ist von dem neuen Wohngebiet aus über die Teufelsbrücke zu Fuß schnell zu erreichen. Drumm wollte deshalb wissen, wie viele Plätze wegfallen. Laut Stadtplaner Bettino Hans-Gagliani werden unterm Strich wohl genauso viele Parkplätze zur Verfügung stehen wie vorher. Davon gehe er aus. Durch die Neuordnung und Ausbesserung des Parkplatzes habe man 40 Prozent mehr Parkfläche gewonnen, durch die Bushaltestelle und die Buskehre werden davon wohl 20 Prozent wieder wegfallen. Gagliani erklärte auch, dass nur der Fahrweg asphaltiert werde, nicht aber die gesamte Parkfläche. Und als Abgrenzung zum Wohngebiet wird ein Grünstreifen angelegt, der ohnehin vorgesehen war.

Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

Mindestens acht Telefonhäuschen verschwinden

Zehn öffentliche Telefonhäuschen will die Telekom im Stadtgebiet abbauen, die unwirtschaftlich sind und einen Umsatz von weniger als 50 Euro im Monat haben. Im Ausschuss sprach sich Michael Henke (Grüne) dagegen aus, dass „alle auf einen Schlag“ wegkommen. OB Heike Kaster-Meurer will deshalb noch einmal mit der Telekom reden, ob die beiden Telefonstellen mit dem höchsten Umsatz, am Holzmarkt und Völkerring, erhalten bleiben können.

Die anderen acht Standorte können zurückgebaut und durch kostengünstigere Basistelefone ersetzt werden: Richard-Wagner-/Gluckstraße, Hochstraße an der Jahnhalle, Alzeyer Straße 101, Weyroth 21, Richard-Wagner-Straße/Humperdinckstraße, Mannheimer Straße 252 und 208 sowie Viktoriastraße. Dem hat der Ausschuss bei zwei Enthaltungen zugestimmt. hg

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