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Bad Kreuznach

OB Kaster-Meurer und Heinrich sollen sich zusammenraufen

Im Bad Kreuznacher Stadtvorstand knirscht es: Das jedenfalls sehen Teile der Ratsopposition so.

Sie fordern, die „unbefriedigende Zusammenarbeit im Stadtvorstand, insbesondere zwischen der Frau Oberbürgermeisterin und dem Herrn Bürgermeister“, zu beenden. Der Ansicht seien auch viele Bürger, behaupten Hermann Bläsius (Grüne), Barbara Schneider (Alfa), Peter Steinbrecher (Faire Liste), Jürgen Eitel (FDP), Wolfgang Kleudgen (Die Linke) und Werner Klopfer (Bürgerliste). Sie haben gemeinsam einen Brief an den Stadtvorstand geschrieben und wünschen sich darin „einen neuen Weg der Kooperation.“

Stadt ist auf einem positiven Weg

Insgesamt sei die Stadt zwar auf einem positiven Weg, bilanzieren die Unterzeichnenden, so etwa mit dem Erfolgsprojekt Konversion, der Ansiedelung weiterer Unternehmen im Gewerbegebiet und der vielen Neubauten im Gesundheitssektor. Trotzdem sei es nicht gut, „wenn öffentlich, offen oder versteckt der Kollege/die Kollegin attackiert wird“. Auch haben die sechs Unterzeichnenden kein Verständnis dafür, „dass offensichtliche Zusammenarbeit nicht statt findet, teilweise gegeneinander gearbeitet wird, nebeneinander und nicht kooperiert wird“.

Bürgermeister Wolfgang Heinrich
Bürgermeister Wolfgang Heinrich

„So dramatisch sehe ich das nicht“, wies Bürgermeister Wolfgang Heinrich die Kritik an der Zusammenarbeit im Stadtvorstand zurück. Natürlich wünsche er sich auch eine konstruktivere Zusammenarbeit, aber er habe eben die Chefin, wie sie ist. „Da muss man Kompromisse machen. Das muss man überall im Arbeitsleben“, sagte er beschwichtigend.

Keine Alleingänge

Sowohl Heinrich als auch Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer weisen Vorwürfe in Richtung Alleingänge zurück. „Wenn ich mal eine Info nicht zeitnah habe, kann man daraus nicht dichten, dass die OB sie mir absichtlich vorenthält.“ Auch er selbst lege keine Alleingänge hin. Er räumte aber ein, dass sich sein Arbeitsstil und der der OB unterscheiden. „Ich bin meinen Kollegen zugewandt und wir reden über unsere Ziele. Kommunikation ist keine Einbahnstraße.“ Alles in allem lasse sich aber alles im Stadtvorstand klären, meinte er.

Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster Meurer
Oberbürgermeisterin Dr. Heike Kaster Meurer

Für politisches Geplänkel hält Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer (SPD) den Brief, den sie allerdings noch nicht gelesen hat, sondern erst auf Nachfrage des Oeffentlichen Anzeigers davon erfuhr, da sie sich noch im Urlaub befindet. „Das ist eine Anmaßung der kleinen Parteien“, sagt sie entschieden. Schließlich setze sich der Stadtvorstand alle 14 Tage zusammen, und abgesehen davon sei sie das Stadtoberhaupt und könne durchaus allein Entscheidungen treffen. „Wir sind im Stadtvorstand doch nicht gleichberechtigt.“

Das Rechtsgutachten zum Bäderhausbeschluss, das Bürgermeister Heinrich in Auftrag gegeben hat (wir berichteten ausführlich), habe sie zwar überrascht. Aber: Heinrich habe sie vertreten, da sie im Urlaub war. Und natürlich habe er Handlungsspielräume.

Cordula Kabasch

Bad Kreuznach
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