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Meisenheim

Neuer Fahrplan für die Draisinenbahn

Der Landkreis Kusel stellt zur Draisinensaison 2014 den „Fahrplan" um. Dies führt in der Verbandsgemeinde Meisenheim zu Diskussionen.

Touristischer Renner: Die Draisinenbahn lockt Jahr für Jahr Tausende Besucher ins Glantal.
Touristischer Renner: Die Draisinenbahn lockt Jahr für Jahr Tausende Besucher ins Glantal.
Foto: Klaus Dietrich

VG-Bürgermeisterkandidat Dietmar Kron hat sich mit der Problematik eingehend beschäftigt und mahnte am Donnerstag in einer Pressemitteilung, „die elementaren Interessen der Verbandsgemeinde Meisenheim zu berücksichtigen".

Bisher konnte die eingleisige Glantalstrecke nur in einer Richtung befahren werden: an ungeraden Tagen von Altenglan nach Staudernheim, an geraden Tagen umgekehrt. Ab der nächsten Saison soll es nun von Altenglan nach Lauterecken sowie von Lauterecken nach Staudernheim und jeweils zurück gehen. Und zwar pro Wochentag zweimal, an Wochenenden einmal. Dies erläuterte am Donnerstag der Sprecher der Kreisverwaltung Kusel, Ralf Rohe, auf Nachfrage unserer Zeitung.

Für die Gäste ergeben sich laut Rohe dadurch mehr Möglichkeiten, denn nun könne wahlweise vormittags oder nachmittags die halbe Strecke hin und zurück gefahren werden. Oder auch vormittags beispielsweise von Altenglan nach Lauterecken und nachmittags von Lauterecken nach Staudernheim.

Eine Belebung der Strecke verspricht sich der Landkreis Kusel davon, außerdem mehr Aufmerksamkeit für die Gemeinden und die Gastronomie an der Strecke. „Wenn beispielsweise Meisenheim statt nur einmal am Tag viermal täglich Besuch von Draisinisten bekommt, profitieren unsere Gäste davon und die Meisenheimer Gastronomie nebst Weingut sicherlich auch", ist sich Ralf Rohe sicher.

Ganz nebenbei vereinfache sich für die Draisinenfahrer der Rückweg. Denn statt mit öffentlichen Verkehrsmitteln führe dann die Draisinentour selbst zum Ausgangspunkt zurück. „Und für den Landkreis wird es logistisch etwas einfacher, denn der bisher recht aufwendige Draisinentransport über die Straße entfällt weitgehend", stellt Rohe fest.

Staudernheim werde durch den neuen Fahrplan allerdings in der Tat von der Ausleihstation zum Wendepunkt: „Wir können unsere Ausbaupläne für den Staudernheimer Bahnhof nicht im beabsichtigten Tempo durchziehen und müssen den Ausbau noch etwas zurückstellen." Geplant sei, die Draisine direkt an den Bahnhof anzubinden. Dafür muss eine Brücke in den Bahnhof gebaut und mit – vorhandenem – Gleismaterial bestückt werden. Momentan fehlt für diese Variante noch die eisenbahnrechtliche Genehmigung, denn im Ergebnis fahren Eisenbahnzüge und Draisinen auf parallelen Gleisen in den Staudernheimer Bahnhof ein.

Das hätte laut Kreis Kusel den Vorteil einer optimalen Verbindung von ÖPNV zur Draisine, wie sie in Altenglan und Lauterecken besteht. „Dort allerdings sind die Gleise weit genug voneinander entfernt. In Staudernheim lägen sie nebeneinander. Eine völlig neue Situation auch für die Bahn AG. Das muss sehr sorgfältig abgestimmt werden, damit wir kein Unfallrisiko produzieren." Die Kosten für den Anschluss schätzt die Kreisverwaltung auf etwa 350 000 Euro.

„Staudernheim ist damit nicht dauerhaft aus dem Rennen, sondern nur zeitlich aufgeschoben", betont der Pressesprecher. Der neue „Fahrplan" wird zunächst für 2014 gelten, in der getestet wird, ob die Neuregelung bei Gästen und Gemeinden ankommt. „Sollte es wider Erwarten keine Verbesserung für alle Beteiligten bringen, hindert uns aber auch nichts an der Rückkehr zum alten System."

Von unserem Redakteur Klaus Dietrich

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