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    Nach zwei Jahren "ohne": Dorffastnacht vom Allerfeinsten

    Nach zwei Jahren ohne Kappensitzung ließen es die Gutenberger Fastnachtsstrategen ordentlich krachen. In der voll besetzten Gutenburghalle brannten sie ein vierstündiges Feuerwerk der guten Laune ab und boten dem aufgekratzten Narrenvolk feinste urwüchsige Dorffastnacht.

    Die glänzend aufgelegte Sitzungspräsidentin Manuela Weidmann schwang mit Bravour das Zepter. Als Erstes kündigte sie die Garde aus Braunweiler an. Die acht Jungs um Nadine Weidmann und Julia Schatz ließen die Beine nur so fliegen. Ein erster Hingucker und echter Spaßmacher.

    Als Protokoller hielt Christa Dapper den Gutenbergern den Narrenspiegel vor. Sie glossierte das Welt- und Dorfgeschehen und kehrte dabei den Staub aus mancher dunklen Ecke. Das hörte sich so an: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer hatte die kürzeste Regentschaft im Naheland?“ Die Antwort lieferte sie gleich mit. „Unsere Naheweinprinzessin Laura, die war schwanger.“ Sein Fett bekam auch der randalierende Zeitungsausträger ab. Das kam an. Ebenso Thomas und Nadine Benzin, die sich als Adam und Eva fetzten und zwerchfellerschütternde Einblicke in ihr Eheleben gaben.

    Eine Augenweide waren die Mädels der Showtanzformation Illusion (Leitung Nadine Benzin/Melanie Weckmüller), die im Militärlook über die Bühne stoben, dass es eine Freude war. Die wurde dann noch von den Ladykrachers um Nadine Benzin um einiges gesteigert. Unter dem Motto „Hüttengaudi in Lederhosen“ rockten die 14 Damen zu Titeln wie „Hulapalu“ die Halle.

    Friederike Louis legte nach. Sie kam als Tina Turner, eine Rolle, die ihr auf den Leib geschneidert war, beleuchtete das Dorfgeschehen, dass sich die Balken bogen und ließ, begleitet von den Backgroundgitarristen Christian Schriewer und Marco Süß, tanzend und singend die Freudentränen nur so kullern. Kostprobe: „Tante Ruth (ehemaliger Dorfladen) hat nicht mehr Shop, wenn ich mich style, schüttelt sie de' Kopp. Was sinn das dann vor neie Ferz und schlüpft dann in ihr Kittelscherz.“ Oder: „Amerika hab ich den Rücken gekehrt, denn da regiert jetzt ein Mann, der fasst mir an den Busen ran. Der geht so weit, dass er um Wallhausen eine Mauer baut, die die Wallhäuser dann bezahle müsse.“ Das saß. Auch ihre Erkenntnis: „Ich bin im besten Alter mit Design zum Eintritt in den Gesangverein.“

    Die Soonwaldrand-Plattler tanzten sich mit ihrer Leiterin Petra Ender als Kosaken in die Narrenherzen, ehe „De Schoppeschorsch aus de Palz“ (Jochen Merz) zum närrischen Rundumschlag ausholte: „Was dem Japaner sei Koi, iss dem Pälzer sei Woi.“ Oder: „Was in de Palz kleener iss als ein 0,5-Liter-Glas, iss Schluckimpfung.“ Er lästerte auch über seine korpulente Ehefrau: „Ihr stellt sich nicht die Frage, was ziehe ich an, sondern wie komme ich da rein.“ Den frenetisch gefeierten Schlusspunkt setzten die Traumtänzer. Nadine Benzin hatte die Jungs auf Vordermann gebracht, die etwa zu Titeln der Blues Brothers ihre Revuekörper ins rechte Licht setzten.

    Von unserem Mitarbeiter Dieter Ackermann

    Bad Kreuznach
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