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    Nach dem Frost: Rohrbruch flutet unbewohntes Haus - Eigentümer gesucht

    Ein Wasserrohrbruch hat ein leer stehendes Haus in der Kirner Nahegasse am Dienstag regelrecht geflutet. Passanten wurden durch ein Rauschen aufmerksam und riefen die Feuerwehr. Diese Situation kommt in Tagen nach harten Frostperioden häufig vor. Auch in Bad Kreuznach wurden zwei ähnliche Fälle gemeldet.

    Es ist ein Fakt: Wenn Wasserleitungen bei Minusgraden nicht fließen und dazu das Haus nicht geheizt wird, gefriert das Wasser und die - meist alten - Rohre platzen.  Wird es dann wieder wärmer, kommt das große Rauschen.

    Wann es genau in Kirn zu dem Wasserrohrbruch in dem derzeit unbewohnten Haus kam, ist nicht klar. Passanten jedenfalls verständigten am Dienstag gegen 19.50 Uhr die Kirner Polizei. Als die Feuerwehr mit 15 Einsatzkräften um Wehrleiter Michael Wildberger anrückte, lief das Wasser bereits an mehreren Stellen aus dem Haus. Die Polizei versuchte, den Eigentümer ausfindig zu machen. Dieser hält sich wohl aber im Rhein-Main-Gebiet auf. Doch es wurden zwei Kirner Bürger erreicht, die über Notschlüssel verfügen. Sie trafen nach etwa einer Viertelstunde ein.

    Das Wasser stand indessen in den Räumen so hoch, dass sie mit normalem Schuhwerk kaum mehr begehbar waren. „Man brauchte auf jeden Fall Gummistiefel“, merkten die zahlreichen Schaulustigen in der Nahegasse an. Die Feuerwehr forderte Unterstützung durch die Stadtwerke an, der Notdienst sollte die Wasserversorgung des Hauses abdrehen.

    Durch die Wand nach außen

    Selbst durch die Außenwand des Wohnhauses kam das Wasser nach außen, wie beim Beleuchten durch Feuerwehrlampen klar wurde. Es handelte sich um Wasser vom zweiten Stockwerk, das über das erste Stockwerk und das Erdgeschoss bis in den Keller geflossen war. Die Zimmerdecken waren aufgeweicht und selbst aus Steckdosen und Lampenhalterungen kam das Wasser. Im Haus fühle man sich wie in einer Tropfsteinhöhle, nach tagelangem Dauerregen, sagte ein Feuerwehrmann. Die Einsatzkräfte sperrten den Wasserhauptschieber ab und stoppten aus Sicherheitsgründen auch die Stromzufuhr des Hauses. Da die Wassereinwirkung und die Spuren des Frostes an den Fensterscheiben und an der Hauswand schon sichtbar waren, gehen viele davon aus, dass das Wasser schon längere Zeit unbemerkt durch das Haus gelaufen war.

    Schadenshöhe noch offen

    Angaben über die Schadenshöhe gibt es noch nicht. Vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf mehrere Zehntausend Euro – ein womöglich nicht ganz einfacher Versicherungsfall. Ob die Schäden sprichwörtlich an die Substanz gehen, ist noch nicht klar. Das Bauamt werde sich die Immobilie anschauen und notfalls die Bauaufsicht einschalten, sagt Bürgermeister Martin Kilian, der hofft, dass die Sache glimpflich abgeht. Aber man nehme die Problematik durchaus ernst.

    Bei den Stadtwerken ist das in diesem Winter der erste größere Fall, sagt Geschäftsführer Jochen Stumm. Die ein oder andere Wasseruhr sei geplatzt und ausgetauscht worden, aber die eigenen Systeme seien bisher nicht betroffen, betont er. Das könne trotz warmer Witterung immer noch passieren, sagt er im Hinblick auf tief liegende Leitungen, die beispielsweise durch schwere Landmaschinen betroffen sein könnten.

    Von Sebastian Schmitt und Armin Seibert

     

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