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Genf/Schmittweiler

Mit dem Papst im Flugzeug: Schmittweilerer erlebte spannendenTag

Roswitha Kexel

Auf Tuchfühlung mit dem Papst – dieses Erlebnis ist nicht jedem vergönnt. Oliver Sittel aus Winterthur zählte zu den rund 60 Journalisten, Fotografen, Kameraleuten und Radioreportern, die Papst Franziskus auf seiner Reise von Rom nach Genf zum Ökumenischen Rat der Kirchen begleiten durften. Und nicht nur das – der 45-jährige gebürtige Schmittweilerer übernachtete bei seinem Aufenthalt im Vatikan im Gästehaus Santa Martha, wo das kirchliche Oberhaupt lebt. Auch dort gab es Begegnungen.

Die Aufnahmen, die der Jugendseelsorger und Hobbyfotograf Oliver Sittel im Flugzeug auf dem Weg von Rom nach Genf machte, als Papst Franziskus jeden der Medienvertreter an Bord persönlich begrüßte, bedeuten ihm viel: „Sie sind sehr besonders und stechen in meinem Gesamtpaket für mich natürlich heraus.“  Foto: Oliver Sittel
Die Aufnahmen, die der Jugendseelsorger und Hobbyfotograf Oliver Sittel im Flugzeug auf dem Weg von Rom nach Genf machte, als Papst Franziskus jeden der Medienvertreter an Bord persönlich begrüßte, bedeuten ihm viel: „Sie sind sehr besonders und stechen in meinem Gesamtpaket für mich natürlich heraus.“
Foto: Oliver Sittel

„Das alles war ziemlich aufregend. Durch meine Fotodokumentation über die Schweizergarde habe ich den Papst schön öfter mal getroffen, aber nun war es noch mal eine ganz andere Kategorie“, ist Oliver Sittel noch nachträglich tief beeindruckt von den Ereignissen dieses 20-Stunden-Tages rund um den Papst. Er sagt: „In der Nacht vor dem Flug nach Genf konnte ich nur drei Stunden schlafen. Zu viele Gedanken kreisten durch meinen Kopf. Am meisten vorherrschend war die Angst, am Morgen zu verschlafen. Aber im Gästehaus des Vatikans, Santa Martha, gibt es einen telefonischen Weckdienst, der seine Arbeit sehr gut machte.“

„Der Tag fing an um 4.30 Uhr morgens und endete um 1 Uhr nachts. Eine richtige Pause gab es nur am Mittag für etwa 45 Minuten beim Weltkirchenrat, ansonsten gab es viel Arbeit und Stress“, blickt Sittel, regionaler Jugendseelsorger der katholischen Kirche Winterthur, auf das besondere Erlebnis zurück.

Kurz nach dem Start vom Flughafen Rom-Fiumicino kam der Papst in die hinteren Reihen des Flugzeugs, um die Medienvertreter einzeln zu begrüßen. „Das war ein Highlight für jeden. Auch für diejenigen, die schon oft mit ihm oder einem seiner Vorgänger im Flieger unterwegs waren“, schwärmt er.

Sittels Bericht lässt auf einen stressigen und aufregenden Tag schließen. „In Genf angekommen, ging es dann so richtig mit der Arbeit los. Die meisten von uns mussten hinten aussteigen und sofort in die Busse, die uns zu dem eigens für die beim Vatikan akkreditierten Journalisten eingerichteten Pressezentrum fuhren. Erste Eindrücke galt es möglichst schnell zu verarbeiten, vielleicht schon erste Fotos wegzuschicken“, so Sittel.

Gemeinsam mit den anderen Medienvertretern wurde er den Tag über zu allen Orten gefahren, die der Papst auch besuchte. „Alles war minutiös durchorganisiert. Die Bilder zeitnah in die Redaktion zu schicken und dabei noch den Anschluss zur Gruppe nicht zu verlieren, das war auch ganz schön stressig“, lacht der Hobbyfotograf. Seine Teilnahme an der Pressekonferenz in Bossey, beim Weltkirchenrat und im Ausstellungs- und Messezentrum Palexpo bescherte ihm die Fotos, die er wollte. „Die Bilder vom Papst im Flieger sind sehr besonders und stechen in meinem Gesamtpaket für mich natürlich heraus“, sagt Sittel. Und welcher Eindruck von Papst Franziskus bleibt bei Oliver Sittel nach dieser Reise zurück? „Auch in den Momenten ohne den großen Rummel in der Öffentlichkeit erlebte ich ihn als sehr konzentriert und persönlich. Trotz des Stresses hatte er immer freundliche Worte für die Mitreisenden“, betont Oliver Sittel, „seine Gefasstheit und Ernsthaftigkeit waren bewundernswert.“

Von unserer Reporterin Roswitha Kexel
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