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Mieterbund rät: 5 Dinge, die man in der Weihnachtszeit nicht tun sollte

Deko, Duft und Dauerblinklicht – für viele gehört das einfach zu Weihnachten dazu. Nun gibt es aber, besonders wenn man in einem Mietshaus wohnt, Nachbarn, die darüber nicht in verzücktes Jauchzen und Frohlocken ausbrechen. Hier die wichtigsten Urteile zur Weihnachts- und Adventszeit .

Weihnachtsdekoration auf dem Balkon
Mieter dürfen sich mit Weihnachtsmännern, Lichterketten und sonstigem Schmuck austoben – aber es gibt auch Grenzen.
Foto: Maja Hitij – DPA

1.Lichterketten Lichterketten und Weihnachtsschmuck sind grundsätzlich erlaubt, wenn sie sicher installiert sind, die Hausfassade nicht beschädigt wird und Nachbarn nicht übermäßig gestört werden. Laut Gerichtsurteil ist es ist weit verbreitete Sitte, in der Weihnachtszeit Fenster und Balkone mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken (LG Berlin 65 S 390/09). Wichtiger Hinweis dazu: Wird durch grell blinkende und ständig flackernde Weihnachtsdekoration des Nachbarn ein Mieter am Schlaf gehindert, kann der gegen diese Art der Zwangsbeleuchtung vorgehen. Er kann verlangen, dass die Lichter ab 22 Uhr ausgeschaltet werden.

2. Adventskränze Bunte Adventskränze können Mieter an der Wohnungstür befestigen. Mitmieter im Haus dürfen hieran keinen Anstoß nehmen (LG Düsseldorf 25 T 500/98).

3. Treppenhaus-Dekoration Wenn ein Mieter das gesamte Treppenhaus von oben bis unten nach seinen Vorstellungen weihnachtlich dekoriert, müssen Nachbarn oder der Vermieter das nicht ohne Weiteres hinnehmen. Sie können die Entfernung der Dekoration fordern (AG Münster 38 C 1858/08).

4. Duftsprays Weihnachtliche Duftsprays – egal ob Tanne, Vanille oder Zimt – dürfen nicht im ganzen Haus versprüht werden, da hier das Zusammenleben der Bewohner beeinträchtigt wird (OLG Düsseldorf 3 WX 98/03).

Brennender Adventskranz.
Brennender Adventskranz.
Foto: Jennifer de Luca

5. Feuer Fängt ein Adventskranz Feuer und entsteht ein beträchtlicher Schaden in der Wohnung, muss die Gebäudeversicherung des Vermieters für den Schaden aufkommen. Das gilt zumindest dann, wenn den Mietern nur einfache Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist. Die Versicherung kann keinen Regress von den Mietern fordern, sie kann auch nicht verlangen, die Mieter müssten ihre Haftpflichtversicherung einschalten (BGH VIII ZR 67/06). Grob fahrlässig handelt aber zum Beispiel, wer Wunderkerzen direkt am Weihnachtsbaum entzündet und dadurch ein Feuer verursacht (LG Offenburg 2 O 197/02).

Tipp: Rechtsberatung zu mietrechtlichen Fragen erhalten Mitglieder kostenlos beim Mieterbund Mittelrhein e. V. (Telefon: 0261 / 15096 – oder – 02631 / 24547).

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