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    Hennweiler

    Markttradition erhalten und dafür kräftig investiert

    Das traditionelle Volksfest wurde auf viele Schultern verteilt und stemmt sich gegen den Trend

    Wer ein Festzelt für 10 000 Euro aufstellt, der muss sich sicher sein, dass auch die Kasse klingelt. Ortsbürgermeister Michael Schmidt und sein Veranstalterteam hatten richtig kalkuliert: Nach verhaltenem Beginn am Freitag und Samstag lief es beim Hennweiler Markt vor allem am Sonntagabend (1800 Besucher) rund, und voraussichtlich kann man mit einer Rücklage in die Planung für 2015 gehen.

    Ein dickes Lob gab es für die Vereinsgemeinschaft und Schmidt von Landrat Franz-Josef Diel und Bürgermeister Werner Müller beim Frühschoppen am Montagmorgen. Diel: „So eine traditionelle Veranstaltung muss erhalten bleiben!" Aber der Landrat weiß: Die Konkurrenz ist groß, und es ist schwer, für alle Zielgruppen etwas zu bieten. Als gebürtiger Hunsrücker ist er stets Gast auf dem Beller Markt, aber die dortigen Dimensionen mit 440 Ständen wird Hennweiler wohl kaum erreichen.

    Nein, die Zahl der Stände werde man nicht erhöhen, damit die Schausteller alle etwas verdienen können. Um etwas zu verdienen, muss man vorher investieren, sagt Werner Müller und merkt an: „Wer stolz drauf ist, für Samstag eine Band für 600 Euro auf der Bühne zu haben, hat schon einen Fehler gemacht." Diesmal waren es rund 3000 Euro, die man für die Unterhaltung springen ließ. Mit Erfolg.

    Werner Müller hatte mit Michael Schmidt und Dirk Böres 17 Jahre lang den Markt veranstaltet. Aber das war irgendwann zu viel des Guten, zu viel Stress. Jetzt ist alles auf mehr Schultern verteilt. Dass die Gemeinde mit im Boot sitzt, das ist auch mit der Kommunalaufsicht finanztechnisch geklärt, betont Müller. Er weiß, wie schwer es ist, die Markttradition attraktiv zu halten. Die Tatsache, dass in Oberhausen und Heimweiler keine Kirmes mehr gefeiert wurde, unterstreicht den Abwärtstrend. Dass man also das Zelt von 20 mal 40 auf 25 mal 50 Meter um 200 Quadratmeter vergrößerte war schon ein Risiko. Ehrensache, dass es die Vereine ein- und ausräumen, sonst wäre die ganze Sache gar nicht zu leisten.

    Beim Frühschoppen zu schmissigen Klängen des Kirner Musikvereins, zu dem sich gestern Kommunalpolitik, Wirtschaft, Vereine und vor allem Hennweiler zum Essen und Trinken trafen, wurden in bewährter Manier beim Bier mehr oder weniger gewichtige Themen besprochen. Da war der neue Kirner Bürgermeister Martin Kilian und sein Vorgänger Fritz Wagner mit am Tisch, LBM-Chef Norbert Olk, Forstdirektor Vogt oder die Landtagsabgeordneten Carsten Pörksen und Denis Alt sowie dessen Vorgänger Peter Wilhelm Dröscher. Gesprächsstoff gibt's immer. Und die Kirner Kerb ist auch nicht weit. Erst wird aber in Hochstetten gefeiert. Vier Tage mit viel Musik. VG-Beigeordneter und Ortsbürgermeister Hans Helmut Döbell rührten kräftig die Werbetrommel. Motto: „Wir lassen die Kerb nicht untergehen!"

    Armin Seibert

    Bad Kreuznach
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