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    Lenhart rät: Autoschlüssel immer nah bei sich führen

    Bad Münster-Ebernburg/Ippenschied - So kurios der Fall auch klingt, er ist gar nicht so selten: Am Dienstag berichteten wir über einen Einsatz der Polizei und Feuerwehr in Bad Münster-Ebernburg, die eine Frau aus ihrem verriegelten Auto befreiten. Ihr Mann hatte beim Schließen des Kofferraumdeckels aus Versehen den Schlüssel dort vergessen, der Deckel gleichzeitig die Zentralverriegelung aktiviert. Somit waren Türen und Fenster von innen nicht mehr zu öffnen - und die Frau gefangen.

    Besser bei sich führen, sonst folgt oft die böse Überraschung.
    Besser bei sich führen, sonst folgt oft die böse Überraschung.
    Foto: pabijan - Fotoli

    „Das ist eine Folge der Diebstahlsicherung", erklärt Kfz-Innungsobermeister Friedhelm Lenhart aus Ippenschied. Und mittlerweile bei den neuen Autos Standard. Nach dem Motto: Da muss ein potenzieller Dieb schon die Scheibe einschlagen und darüber auch reinklettern, um das Auto zu klauen. Lenhart hat selbst schon mal einen ähnlichen Fall erlebt wie in Bad Münster. „Da hatte eine Mutter ihr schlafendes Kleinkind kurz im Auto gelassen und den Autoschlüssel auf den Beifahrersitz gelegt, um etwas aus dem Haus zu holen", erzählt er. „Als sie wieder raus kam, saß das Kind auf dem Vordersitz und das Auto war verriegelt. Die Erklärung ist einfach: Das Kind war aufgewacht, hatte den Schlüssel entdeckt, damit gespielt und die Taste für die Zentralverriegelung erwischt.

    „Zum Glück war das noch ein älteres Modell, das wir dann über einen anderen Weg öffnen konnten", sagt Lenhart. Bei den neuen Fahrzeugen ist das wesentlich komplexer. Einige Modelle hätten deshalb auch einen Schlüssel-Ortungssenor. Heißt: Das Auto erkennt, ob sich der Schlüssel im Auto befindet oder außerhalb. Ist Ersteres der Fall, lässt sich das Auto noch von innen öffnen. Ist er außerhalb unterwegs, geht nichts mehr. Grundsätzlich rät Lenhart: Den Schlüssel immer nah bei sich führen, um agieren zu können. Darüber hinaus schließen sich Autos mittlerweile auch selbst, wenn der Fahrer ausgestiegen und eine gewisse Zeitspanne die Fernbedienung nicht betätigt hat.

    Egal, ob noch jemand im Wagen sitzt oder nicht. Und: Es gibt Systeme, die dafür sorgen, dass sich das Auto nach dem Anfahren von innen verschließt, um zu vermeiden, dass ein potenzieller Dieb von außen die Tür aufreißt und den Fahrer rauszieht, um dann mit dem Auto zu verschwinden. Der Fall in Bad Münster zeigt: Modernste Technik muss nicht immer Vorteile haben.

    Klar ist aber auch: Die Hersteller müssen sich ständig etwas neues einfallen lassen, weil Diebe immer professioneller werden. Wo früher noch richtig Hand angelegt wurde, wird heute mit ausgefeilter Elektronik  gearbeitet. Lenhart unterstreicht: „Die spezialisieren sich auf gewisse Marken und testen im stillen Kämmerlein so lange, bis sich das Auto per Computer nur noch auf Knopfdruck öffnen lässt."

    Stephan Brust

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