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    Hahnenbach

    L 182 wird mehrmals aufgegraben

    Seit einer Woche ist die Firma Faber aus Schlierschied mit der Straßeninstandsetzung der L 182 zwischen Hahnenbach und Rudolfshaus beschäftigt. Die Vollsperrung hat sich aber noch nicht bei allen Autofahrern herumgesprochen.

    Polier Marc Bauer gibt die Höhe für den geplanten Einbau des Entwässerungssystems vor.  Foto: Sebastian Schmitt
    Polier Marc Bauer gibt die Höhe für den geplanten Einbau des Entwässerungssystems vor.
    Foto: Sebastian Schmitt

    Ein Beispiel: Eine junge Mutter steigt aus ihrem Wagen, geht 50 Meter auf Polier Marc Bauer zu und spricht ihn an: „Ich wusste gar nicht, dass gesperrt ist. Kann ich noch vorbei oder muss ich wenden?“ Der Polier erklärt ihr höflich, dass die vielen aufgestellten Durchfahrtsverbotsschilder nicht aus Spaß dastehen, lässt sie dann aber trotzdem passieren. Wieder einmal muss Maschinenführer Ralf Schumma seinen Radbagger etwas beiseite fahren und die Arbeit für die Durchfahrt des Autos unterbrechen.

    „Leider sind die Akzeptanz und der Respekt der Autofahrer uns gegenüber in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen. Jeder beschwert sich über die schlechte Landstraße zwischen Kirn und Rhaunen, aber wenn dann wirklich was gemacht wird, soll es am liebsten in einer Nachtbaustelle passieren. Leider werden viele angesprochene Fahrzeugführer gleich noch sehr unfreundlich“, klagt Bauer.

    Aber in den nächsten Tagen erledigt sich dieses Problem: Dann gräbt der Bautrupp mehrere Entwässerungskanäle von der Felswand bis zum Hahnenbach. Dafür wird die L 182 an mehreren Stellen komplett aufgegraben. Insgesamt werden 1200 Meter im Hochausbau instand gesetzt. Bevor aber die Asphaltarbeiten beginnen können, müssen 700 Meter Teilsickerrohr zur Bergseite eingebaut werden. Sickerleitungssysteme dienen zur Aufnahme von Sickerwasser, Bodenwasser und Wasser aus dem Straßenaufbau. Für nahezu alle Anforderungen bietet die Kunststoffindustrie in der heutigen Zeit ein geeignetes Rohr, das den einschlägigen Normen und dem Stand der Technik entspricht. Durch die optimierte Stangenlänge von sechs Metern und das geringe Eigengewicht tragen diese Produkte zu einem schnellen Baufortschritt bei.

    Auf den Einsatz von schwerem Gerät kann nahezu verzichtet werden. Die spezielle Anordnung der Schlitze beim Vollsickerrohr, Teilsickerrohr oder Mehrzweckrohr und die hohe Wassereintrittsfläche garantieren eine optimale Funktionsweise. Sickerleitungen aus Kunststoff sind äußerst unempfindlich gegen Schlag und Bruch. Somit ist gewährleistet, dass sie den Einbaubedingungen im Straßenbau standhalten. Für die Kontrolle und Wartung der Sickerleitungen sorgen die dazugehörigen Spül- und Kontrollschächte. „Insgesamt bauen wir fünf Beton- und vier Kunststoffschächte in das System ein“, so Bauer. Anders als seine Kollegen zwischen Kirn und Bergen, die den Abwasserkanal bis zu einen Meter tief in den Felsen verlegen müssen, wird das Teilsickerrohr nur in einer geringen Tiefe verlegt. Der Bagger trifft im Straßengraben relativ schnell auf den Felsen. Wo die Einbautiefe für das Dränagerohr nicht ausreicht, wird der Graben nur ausgebaggert und mit Schotter ausgebessert. Immer wieder wurde die L 182 bei Starkregen und Gewittern überflutet, nicht selten musste die Streckenkontrolle des LBM oder die Feuerwehr ausrücken. Mit dem neuen Entwässerungssystem soll diese Gefahr minimiert werden.

    Die Arbeiten auf der L 182 zwischen der Einmündung der K 2 (Abfahrt Richtung Sonnschied) und Rudolfshaus sind mit rund 350.000 Euro veranschlagt. Sie werden voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein. Der Verkehr zwischen der K 2 bei Sonnschied und Rudolfshaus wird über Kirn, Oberhausen bei Kirn, Hennweiler sowie Bruschied und umgekehrt umgeleitet. Der LBM Bad Kreuznach bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

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