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    Bad Kreuznach

    Kreuznacher Wintertagung: Winzersekte können mit Champagner konkurrieren

    Weltweit wurden 2012 rund 309 Millionen Flaschen Champagner verkauft, davon 186 Millionen in Deutschland. Grund genug für Norbert Breier, den Winzern dieses Luxus-Segment bei der 58. Kreuznacher Wintertagung ans Herz zu legen.

    „Unser Winzersekte sind reif für die Premiumklasse", lautete beim Branchentreff des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR) seine Botschaft ans Fachauditorium.Was möglich ist, zeigt Volker Rauland aus Flörsheim-Dalsheim, dessen Spitzensekte den Vergleich mit der französischen Konkurrenz nicht zu scheuen brauchen. Er erhält für seine Produkte immer wieder Topbewertungen. Zur Qualitätsphilosophie gehören bei ihm eine selektive Handlese, absolut gesundes Lesegut, schnelle Verarbeitung, schonende Ganztraubenpressung mit klarer Trennung der Fraktionen, lange Gärung bei kühlen Temperaturen und biologischer Säureabbau bei Burgundersorten, aber auch beim Riesling. Das Ergebnis ist „ein Gesamtkunstwerk, das in Deutschland einzigartig ist", schwärmt der Weinführer Eichelmann. Dieses leuchtende Beispiel sollte auch anderen Betrieben Mut machen, gab Breier den knapp 300 Zuhörern mit auf den Weg.

    Während Champagner zwischen 18,90 und 145,90 Euro kostet, bewegte sich Mathias Gaugler bei seinem Vortrag am anderen Ende der Preisskala. Er präsentierte – ausgehend von der Feststellung, dass Secco in ist – „Neue Technologien bei der Herstellung von Perlweinen". Die günstigste davon ist schon ab circa 6000 Euro zu haben. Für den Porsche unter dieses Systemen werden hingegen rund 80 000 Euro fällig. Marktführer im schäumenden Geschäft in Deutschland ist mit weitem Abstand der Rotkäppchen-Sekt. Auf den Plätzen dahinter liegen Freixenet, MM Extra, Söhnlein, Mumm und Faber.

    Die Umstellung des Bad Kreuznacher Staatsweinguts auf Ökobetrieb läuft, berichtete Paul Frowein auf Anfrage des „Oeffentlichen" am Rande der Tagung. „Unsere Mitarbeiter haben das bereits verinnerlicht." Nach außen müsse man hingegen vereinzelt noch Überzeugungsarbeit leisten. „Wir wollen ja nicht erreichen, dass jetzt alle Winzer auf Öko umstellen", stellt der DLR-Chef klar. Es gehe vielmehr darum, „dass wir den Betrieben zeigen, wie sie ökologischer arbeiten können". Regionalität und umweltschonende Bewirtschaftung sieht Frowein als besondere Stärken und Trümpfe für die Zukunft. Kurt Knaudt

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