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Bad Kreuznach/Sotschi/Moskau

Kreuznacher Fans bei der Weltmeisterschaft: Glücksmomente in Russland

Marian Ristow

Elektrisierte der späte Sieg gegen die Schweden Millionen Fans an den Fernsehgeräten, kann man sich die eruptive Wirkung von Toni Kroos' Freistoßvolte auf die deutschen Fans im Stadion gut vorstellen. Zwei waren im ausverkauften Olympiastadion in der Schwarzmeerstadt Sotschi live dabei: Nathalie und Fabrice Herberger aus Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Traummomente an der Schwarzmeerküste: Im Stadion wurde der Sieg der deutschen Mannschaft am Samstagabend gegen Schweden gebührend gefeiert. Nathalie und Fabrice Herberger (Mitte und rechts) waren live dabei.
Traummomente an der Schwarzmeerküste: Im Stadion wurde der Sieg der deutschen Mannschaft am Samstagabend gegen Schweden gebührend gefeiert. Nathalie und Fabrice Herberger (Mitte und rechts) waren live dabei.
Foto: Herberger

Schon das erste Spiel der Deutschen sahen das Geschwisterpaar gemeinsam. Nathalie ist nach dem Spiel berufsbedingt zurück nach Berlin gereist, ihr Bruder Fabrice reiste mit dem 48-Stunden-Zug ins über 2000 Kilometer entfernte Kasan. Dort tritt die DFB-Elf jetzt auf Südkorea.

Traummomente an der Schwarzmeerküste: Im Stadion wurde der Sieg der deutschen Mannschaft gebührend gefeiert. Nathalie und Fabrice Herberger (Mitte und rechts) waren live dabei.
Traummomente an der Schwarzmeerküste: Im Stadion wurde der Sieg der deutschen Mannschaft gebührend gefeiert. Nathalie und Fabrice Herberger (Mitte und rechts) waren live dabei.

„Ich sitze hier seit 30 Stunden im Zug, meistens oberkörperfrei, hier sind über 30 Grad“, berichtet Fabrice Herberger. Die Telefonleitung ist wacklig – kein Wunder schließlich geht es mitten durchs russische Niemandsland. Die Stimmung im mit 45.000 Zuschauern ausverkauften Stadion beschreibt der 24-jährige Soziologiestudent als besonders. „Wir waren wie in Trance.“ Zwar habe man die Rückschläge (das frühe 0:1 und die gelb-rote Karte für Jerome Boateng) registriert, aber man habe immer das Gefühl gehabt, dass man nochmal nachlegen kann. „Die Körpersprache war eine ganz andere als gegen Mexiko. Da war viel mehr Feuer drin.“ Ganz ohne Sorgen ging es nicht. „In der Halbzeit habe ich schon ab und zu mal an das schlechte Mexiko-Spiel gedacht“, gibt Herberger zu. Einen Anteil am Sieg schreibt er auch den deutschen Fans zu: „Die Stimmung war viel besser als in Moskau.“

Nun geht es mit der Bimmelbahn über Land nach Kasan. Der Abschied von Sotschi fällt schwer. „Eine überragende Stadt“, wie der Fan des 1. FC Kaiserslautern findet. Mit fast mediterranem Klima – „Wir hatte immer um die 30 Grad dazu wunderschöne Landschaft drumherum.“

In Kasan trifft sich Herberger mit Nils Flühr, der für die SG Eintracht Bad Kreuznach aufläuft, und mit dem Roxheimer Sebastian Schneiders. Was Herberg außerdem auffällt: „Hier sind viele Fans des 1. FC Kaiserslautern unterwegs, ständig sieht man Schals und Fahnen.“

Bereits am ersten Spieltag traf man sich in Moskau mit den Norheimer Patrick Kessel und Tobias Braun. Die beiden schauten sich im Spartak-Stadion die Partie Polen gegen Senegal, und später Portugal gegen Marokko an. Auffällig, wie viele Polen nach Russland gereist waren – gut 25.000 waren mitgereist.

Begeistert waren die beiden Norheimer von der Organisation. Die er deutlich besser als die bei der EM in Frankreich vor zwei Jahren. „Hier fühlt man sich komplett sicher, Polizei und Militär sind stark präsent“, erzählt Kessel, der als Schiedsrichter in der Regionalliga pfeift und als Assistent in der dritten Liga aktiv ist, und natürlich besonders auf die Schiedsrichterleistungen achtet. Und die sind seiner Einschätzung nach besser als erwartet. „Die Kommunikation mit den Videoschiedsrichtern klappt sehr gut, deutlich besser als zu Beginn in der Bundesliga“, findet Kessel, der in Düsseldorf lebt.

Von unserem Redakteur Marian Ristow

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