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    Kreuznacher Bahnhof: Kämmerer Heinrich wehrt sich gegen Mehrkosten – SPD fordert Verbindung der Holzübergänge

    Wolfgang Heinrich ist zuversichtlich. Der Kämmerer glaubt nicht, dass die Stadt Bad Kreuznach an den Mehrkosten für die 14-monatige Bauverzögerung am Bahnhof mit 300 000 Euro beteiligt wird. „Ich habe mir den Vertrag mal näher angeschaut, da ist in jedem Fall noch einiges an Schadensbegrenzung herauszuholen“, erklärte Heinrich gegenüber unserer Zeitung.

    Von diesen provisorischen Holztreppentürmen gibt es am Bahnhof gleich zwei. Die SPD fordert die Bahn nun auf, beide miteinander zu verbinden, um den Weg zu den hinteren Gleisen zu erleichtern.
    Von diesen provisorischen Holztreppentürmen gibt es am Bahnhof gleich zwei. Die SPD fordert die Bahn nun auf, beide miteinander zu verbinden, um den Weg zu den hinteren Gleisen zu erleichtern.
    Foto: Stephan Brust

    Bad Kreuznach – Wolfgang Heinrich ist zuversichtlich. Der Kämmerer glaubt nicht, dass die Stadt Bad Kreuznach an den Mehrkosten für die 14-monatige Bauverzögerung am Bahnhof mit 300 000 Euro beteiligt wird. „Ich habe mir den Vertrag mal näher angeschaut, da ist in jedem Fall noch einiges an Schadensbegrenzung herauszuholen“, erklärte Heinrich gegenüber unserer Zeitung.

    Der Beigeordnete hat im Moment ein paar Tage Urlaub, will danach aber umgehend einen Gesprächstermin mit den Verantwortlichen der Deutschen Bahn organisieren. „Was die Bahn getan hat, ist grob fahrlässig“, kritisiert Heinrich, „und für diese Fahrlässigkeit muss sie auch selbst aufkommen.“

    Ende Januar war bekannt geworden, dass die Probleme beim Bau der Personenunterführung doch wesentlich größer sind als Ende vergangenen Jahres noch von der Bahn verkündet. Deshalb würde sich der barrierefreie Umbau nicht nur um wenige Monate verzögern, sondern um mehr als ein Jahr. Bei den Arbeiten an der Unterführung wurde unter anderem festgestellt, dass die Seitenwände nicht ausreichend mit Fundamenten unterfüttert sind. Das muss jetzt aufwendig nachgeholt werden – mit großen Betonteilen, die extra angefertigt werden müssen.

    Die Bahn rechnet mit Mehrkosten von insgesamt 3 Millionen Euro, zehn Prozent davon soll die Stadt tragen. Für Heinrich und den Stadtrat ein Unding. Viele Ratsmitglieder sind der Meinung, dass man die statischen Probleme schon in der Planungsphase hätte erkennen müssen. Allen voran Peter Anheuser (CDU), der weit vor Beginn der Arbeiten davor gewarnt hatte. Schließlich sei die alte Unterführung bereits 1936 gebaut worden. Auf Initiative von Anheuser stellt die CDU deshalb einen Antrag im Stadtrat, statt einer Unterführung eine Überführung vorzusehen. Die Bahn jedoch hat diese Idee bereits als „nicht machbar“ abgehakt. Aufgrund des Baufortschritts sei eine wirtschaftliche Herstellung einer Überführung als Alternative nicht möglich, hieß es.

    Einen weiteren Stadtratsantrag zum Bahnhof stellt die SPD – allerdings bezogen auf die Holztreppentürme als provisorische Übergänge. Sie fordert die Bahn auf, beide Überführungen zu verbinden, um insbesondere den Weg zu Gleis 4 zu erleichtern. „Die vielen Treppen sind eine große Hürde für ältere Personen und Reisende mit Gepäck“, schreiben die Sozialdemokraten in ihrem Stadtratsantrag. Wer aus Richtung Idar-Oberstein komme oder in Richtung Mainz-Frankfurt fahren möchte – der am meisten frequentierten Strecke – müsse deshalb zweimal den beschwerlichen Weg über viele Stufen machen. Die Verbindung der Treppentürme sei durch entsprechenden Gerüstbau technisch ohne Weiteres machbar.

    „Auch die anfallenden Kosten dürften sich in einem Rahmen bewegen, der angesichts der Gesamtkosten nicht ins Gewicht fallen dürften“, ist die SPD sicher. Und: Die Bahn stünde nicht zuletzt wegen der durch sie und nicht durch die Stadt zu verantwortenden Verlängerung der Bauzeit in der Verpflichtung, den Reisenden von und nach Bad Kreuznach alle möglichen und finanziell vertretbaren Erleichterungen einzuräumen.

    Stephan Brust

    Bad Kreuznach
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