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Kirner Standort in Gefahr? Diakonie gibt Entwarnung

Stefan Butz

Die Kirner FDP fürchtet um die Zukunft des Kirner Krankenhauses. Das wurde beim jüngsten Stammtisch der Liberalen deutlich.

Das Diakoniekrankenhaus in Kirn
Das Diakoniekrankenhaus in Kirn
Foto: Rainer Gräff

Einerseits sehe man die Probleme bei Rettungswache und Notarzt (wir berichteten), andererseits gebe es „Anzeichen dafür, dass die Stiftung kreuznacher diakonie sich aus der Fläche zurückziehen“ werde, schreibt FDP-Vorsitzender Thomas Bursian. „Früher besaß ein Arzt eine Weiterbildungserlaubnis für Notärzte.“ Dies sei in Kirn nicht mehr der Fall. In der Wirbelsäulenchirurgie werde inzwischen an zwei Tagen in Bad Kreuznach operiert. Bursian sieht eine Tendenz zur Verlegung – insbesondere nach einem Weggang des bisherigen Operateurs. Bursian weiter: „Im Bereich der Röntgenmedizin wurden die Ressourcen auch zurückgefahren. Das erschwert Diagnosen vor Ort.“

Der Freidemokrat wirft der Diakonie vor, dass sie in Kirn „ein Sterben auf Raten“ vorbereite. Darauf wiesen auch geschlossene Labors hin. Bursian fragt sich, welche Zukunftsperspektive die Diakonie für den Kirner Raum sieht und verweist auf die vielen Landeszuschüsse, die das Kirner Krankenhaus erhalten habe. „Die FDP appelliert an die Bürgermeister Martin Kilian und Werner Müller das Kirner Krankenhaus ganz oben auf die Agenda zu setzen.“ Es sei „fünf vor zwölf“, schließt er.

Bei der Diakonie in Bad Kreuznach antwortete Pressesprecherin Angelika Christ auf Nachfrage unserer Zeitung: Die Diakonie habe sich mit veränderten Rahmenbedingungen in der Gesundheitsversorgung auseinanderzusetzen – auch in der Notfallversorgung. Zudem mache der Ärztemangel nicht vor Notärzten halt. „Am Standort Kirn gibt es vier Ärzte, die über die Fachkunde im Rettungsdienst verfügen; eine Ärztin nimmt regelmäßig am Notdienst teil.“ Ansonsten arbeite man mit Honorarärzten. Auch um diese finde ein Wettbewerb statt. Seit der Erhöhung der Honorare, für die die Diakonie trotz Deckungslücke entschieden habe, um die Notfallversorgung sicherzustellen, habe sich die Situation entspannt.

„Wir haben eine gut ausgelastete, überregional renommierte Wirbelsäulenchirurgie in Kirn“, so Christ zum nächsten Punkt der Liberalen. Es liege nahe, dieses Erfolgsmodell auf den Standort Bad Kreuznach und damit Richtung Rhein-Main auszudehnen. Zudem würden radiologische Leistungen in Kirn nicht zurückgefahren. Die Verfahren seien digitalisiert worden. und das Kirner Labor gebe es weiterhin.

Von unserem Reporter Stefan Butz

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