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    „Katzen“ mit Humor  und Selbstironie

    Eine willkommene Abwechslung im Krankenhausalltag ist die Veranstaltungsreihe „Kultur im Krankenhaus, zu der Seelsorger Wolfgang Müller in Zusammenarbeit mit dem Förderverein sechs Mal im Jahr einlädt. Zu Gast war diesmal „Tillerman’s Cat“. Das Duo besteht aus den Gitarristen Kurt „Nurkurt“ Sawalies und Kenny Legendre, den Freunde auch „Majiken“ rufen.

    Kirn. Eine willkommene Abwechslung im Krankenhausalltag ist die Veranstaltungsreihe „Kultur im Krankenhaus, zu der Seelsorger Wolfgang Müller in Zusammenarbeit mit dem Förderverein sechs Mal im Jahr einlädt. Zu Gast war diesmal „Tillerman’s Cat“. Das Duo besteht aus den Gitarristen Kurt „Nurkurt“ Sawalies und Kenny Legendre, den Freunde auch „Majiken“ rufen.

    Ursprünglich waren Sawalies und Legendre ein Tribute-Projekt, das dem berühmten Sänger Cat Stevens nacheiferte. Doch rasch merkten die beiden Männer, wie gut sie miteinander harmonieren, und so entstanden auch viele Eigenkompositionen.
    Nicht nur als Sänger und Gitarristen behaupteten sich „Tillerman’s Cat“ bei ihrem knapp anderthalbstündigen Gastspiel vor gut 40 Besuchern in der Krankenhaus-Cafeteria. Eine sympathische Portion Humor und Selbstironie würzte die Liedpausen. Kurz vor Konzertende lobte „Majiken“ das Publikum: „Danke fürs Bleiben! Normalerweise spielen wir die Buden leer. Die Kirner sind sehr tapfer.“
    Ein sozialkritisches Lied im ersten Teil kündigte der Frontmann so an: „Das nächste Stück ist eine Hommage an langhaarige Bombenleger.“ Der Scherz kam bei den Zuhörern deswegen so gut an, weil Kenny Legendre selbst solch einen zotteligen Lockenkopf hat.
    Die beiden „Katzen“ spielten sehr intensiv, teilweise mit vollem Körpereinsatz. Das bemerkte auch Pfarrer Müller und bat die älteren Zuschauer: „Bitte machen Sie deren Hüftschwung nicht nach!“
    Stets wechselten sich die bekannten Welterfolge von Cat Stevens mit weniger bekannten Werken ab. Die Protagonisten interpretierten beispielsweise „Lady D’Arbanville“ mit herrlich hohen Stimmlauten zu Beginn fast schon orginalgetreu. Von allen Stücken des Abends klatschte das Kirner Publikum danach am stärksten. Ob es das auch getan hätte, wenn es gewusst hätte, dass sich das Lied über eine tote Frau handelt? Es folgten Stücke über Doping im Reitsport, den Fall der Berliner Mauer und am Ende eine Zugabe.
    Zwei Dinge konnte man bemängeln: Es wurden nur englischsprachige Lieder vorgetragen, und bei manchen spielten Sawalies und Legendre so laut Gitarre, dass der Gesang kaum zu verstehen war. Aber das ist natürlich jedem Künstler gestattet, erst recht wenn man bedenkt, dass es ein kostenloses Konzert war.
    Pfarrer Müller brachte die Stimmung in der Cafeteria auf den Punkt, als er feststellte: „Sie sind hier wunderbar angekommen.“ „Tillerman’s Cat“ touren ab März durch ganz Europa. (art)

    Besuch aus Bad Sobernheim erhält das Krankenhaus am Mittwoch, 9. März, um 19 Uhr. Helmut Gebhard (72) spielt dann „Lieder, die das Leben schreibt“. Dies ist die vorerst letzte Kulturveranstaltung. Im Oktober startet die neue Saison.

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