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Bad Sobernheim

Junge Bad Sobernheimer Eltern haben Spaß bei "Kita Plus" – und lernen was

„Kita Plus", der Überbegriff für das neue, kostenlose Zusatzangebot der vier Bad Sobernheimer Kindergärten, ist durchaus erfolgreich angelaufen.

Die neue Mutter-Kind-Gruppe der künftigen Bad Sobernheimer Kindergarten-Eltern wächst und gedeiht, genau wie deren Babys. Diplom-Pädagogin und Familienberaterin Stefanie Palm (5. von rechts) vom Sobernheimer Programm „Kita Plus“ lässt sich jeden Dienstag etwas Neues einfallen.
Die neue Mutter-Kind-Gruppe der künftigen Bad Sobernheimer Kindergarten-Eltern wächst und gedeiht, genau wie deren Babys. Diplom-Pädagogin und Familienberaterin Stefanie Palm (5. von rechts) vom Sobernheimer Programm „Kita Plus“ lässt sich jeden Dienstag etwas Neues einfallen.
Foto: Martin Köhler

Gemeinsam wollen die beiden städtischen Kindertagesstätten an der Kapellenstraße und im Leinenborn, das evangelische Albert-Schweizer-Haus (Berliner Straße) und die katholische Kindertagesstätte an der Herrenstraße den Zusammenhalt der Eltern stärken und es schaffen, dass sich viele Mamas und Papas neue, frische Erziehungstipps in angenehmer, nicht belehrender Atmosphäre einholen.

Als Projektkoordinatorin wurde die Bad Sobernheimerin Stefanie Palm gewonnen. Sie ist Diplom-Pädagogin, Familienberaterin und auch Konzentrationstrainerin.

Wir besuchten die neu ins Leben gerufene Krabbelgruppe für Eltern und deren Babys. Sie traf sich am vergangenen Dienstag schon zum vierten Mal – „und immer kommen mehr Eltern und Kinder hinzu", freut sich Stefanie Palm.

Schon vor der verschlossenen Tür im Obergeschoss des evangelischen Gemeindezentrums hört man sie: Die zehn Babys, die diesmal dabei waren, lassen sich eben nicht den Mund verbieten. Tritt man ein, entdeckt man das „große Krabbeln": Auf Matten, im Bällchenbad und auf Decken wuseln die Jüngsten munter umher.

Am kreisrunden Tisch sitzen derweil neun Mütter und ein Vater und basteln fleißig Herbstliches. Das sei die beste Gelegenheit für alle Eltern, schon vor der Kitazeit Kontakt miteinander aufzunehmen, betont Stefanie Palm. Genau deshalb war es ihr und ihren vier „Auftraggebern" wichtig, die Krabbelgruppe ins Leben zu rufen.

Jede Woche gibt's einen neuen Schwerpunkt. Vorletzte Woche ging man spontan spazieren. Es sei der Wunsch der Eltern gewesen, das Treffen nicht ausfallen zu lassen. Beim ersten Mal kamen noch drei Mamas und Babys – jetzt sind es schon zehn. Wenn die Gruppe weiter so kontinuierlich wächst, wollen sie Stefanie Palm und ihre Kollegin Yvonne Kolbitz aufteilen: Palm betreut dann die Kleinsten, Kolbitz die „Pampersrocker" bis zwei Jahre. Die Zeit schreitet voran im evangelischen Gemeindezen-trum. Irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem das erste Baby weinend signalisiert: „Ich will jetzt heim." Dann stimmen die meisten anderen mit ein. Zum Glück kennen aber die Mütter und Väter manchen Trick, wie sie ihre Sprösslinge wieder beruhigen können. Zum Ende und zum Anfang eines jeden Treffens gibt es noch ein gemeinsames Lied – auch solche Rituale verbinden.

Und was sagen die Mütter zum großen Krabbeln? „Ich war vorher in einer anderen Krabbelgruppe. Aber da habe ich niemanden gekannt. Da war's mir recht, dass wir hier miteinander bekannt sind, weil wir auch privat Kontakt haben", sagte Anke Ehnert, die mit Sohnemann Ole mitmacht. Sylvia Köth ist ebenfalls angetan von der netten Runde. Für die Kinder wie ihren Joshua sei es fast so wie in der „Welpenschule", fand die Hundebesitzerin einen kreativen Quervergleich. Die Kleinkinder könnten sich gegenseitig das Krabbeln und Aufrechtgehen abschauen, bekämen früh Kontakt zu anderen.

Und Simone Kiefer hatte ein Sonderlob für Stefanie Palm in petto: „Sie lässt sich immer was Neues einfallen. Da bekommt man richtig gute Ideen für zu Hause." Ihrer kleinen Leah tue es gut, mit anderen Kindern zu spielen." Weil das Programm Kita Plus so gut angelaufen ist, können sich Stefanie Palm und die vier Kindertagesstätten vorstellen, nach dem Jahreswechsel weitere Angebote ins Leben zu rufen. Vielleicht gibt es ein Elterncafé in Kooperation mit dem Diakonischen Werk. Auch Sprachkurse für ausländische Mamas und Papas sind denkbar. Die katholische Lebensberatung trägt sich momentan mit dem Gedanken, 2014 einen Elternkurs mit dem Arbeitstitel „Liebevoll und Kompetent" anzubieten.

Für den Terminkalender: Im November bietet die katholische Lebensberatungsstelle Bad Kreuznach kostenlose Sprechstunden für Eltern aller Konfessionen in Bad Sobernheims katholischer Kindertagesstätte an. Die Berater können dabei ein breites Spektrum an Themen rund um die Erziehung abdecken. Motto: einfach mal anfragen.

Bereits am kommenden Dienstag ab 14.30 Uhr beginnt der Kochkurs für Mütter und Väter, der stets in der städtischen Kita Kapellenstraße angeboten wird. Thema ist der Erdapfel, die Kartoffel. art

Z Drei weitere Koch-Abende folgen im November im Albert-Schweizer-Haus. Spontan entschlossene Eltern melden sich: Stefanie Palm, Tel. 06751/854 445.

Kirn
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