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Bad Kreuznach

Jugendliche (13, 14, und 15 Jahre alt) zündelten: Erneut Großbrand in ehemaligem US-Gebäude [UPDATE]

Nach dem Brand auf dem Kreuznacher Kuhberg in der Nacht zum Montag wurde die Kreuznacher Feuerwehr am Freitagmorgen erneut zu einem Großeinsatz an einem ehemaligen US-Army-Gebäude gerufen. Am Abend standen bereits die Täter fest.

Der Dachstuhl eines Gebäudes der früheren Rose Barracks in der nordöstlichen Ecke des neuen Bürgerparks (Eberhard-Anheuser-Straße) stand in Flammen. Die Rauchschwaden waren weit sichtbar, die ersten Bilder vom Brand verbreiteten sich blitzschnell im Internet.

Die Rauchschwaden waren weit sichtbar. Am Freitagvormittag stand ein leerstehendes Gebäude der früheren Rose Barracks in Flammen.
Die Rauchschwaden waren weit sichtbar. Am Freitagvormittag stand ein leerstehendes Gebäude der früheren Rose Barracks in Flammen.
Foto: Thorsten Gerhardt

Die Rauschschwaden waren weit sichtbar, die ersten Bilder vom Brand verbreiteten sich blitzschnell im Internet. Gegen 10.30 Uhr wurde Vollalarm ausgelöst und die Feuerwehr war mit Kräften aller Stadtteile im Einsatz. Auch die Kameraden aus Rüdesheim rückten zur Unterstützung an – vorsorglich, um die Wasserversorgung sicherzustellen.

Insgesamt waren 58 Feuerwehrleute mit 23 Fahrzeugen im Einsatz. Darunter sechs Trupps mit schwerem Atemschutz.

Die Einsatzkräfte hatten die Lage schnell im Griff, konnten aber nicht mehr verhindern, dass der Dachstuhl des Gebäudes, das früher von den Amerikanern als Kantine genutzt wurde, komplett ausbrannte. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den Nachmittag. Nach fünfeinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

Da das Gebäude leer stand, gab es dort keine Verletzten. Allerdings zogen sich zwei Feuerwehrleute durch die enorme Hitzeentwicklung innerhalb des Gebäudes leichte Brandverletzungen zu, wie Alexander Jodeleit, Pressesprecher der Kreuznacher Feuerwehr, berichtete.

Die benachbarte sportbetonte Kita des MTV Bad Kreuznach war durch die Rauchentwicklung nicht gefährdet, die Kinder konnten in der Kita bleiben.

Zur Ursache des Brandes und zur Schadenshöhe gibt es bisher noch keine Angaben. Die Kreuznacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen, vor Ort Zeugen befragt und geht ersten Hinweisen bereits nach.

[UPDATE]: Noch während die Löscharbeiten liefen, erhielt die Polizei schon wertvolle Zeugenaussagen, die sie schließlich auch zu den mutmaßlichen Tätern führten: drei Jugendliche im Alter von 13, 14 und 15 Jahren aus dem Stadtgebiet, die nach ersten Erkenntnissen im Dachstuhl gezündelt hatten, wie der leitende Oberstaatsanwalt Michael Brandt auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte.

„Zeugen hatten die Jugendlichen weglaufen sehen und auch Bilder von ihnen gemacht. Sie sind geständig, deshalb sind die Ermittlungen weitestgehend abgeschlossen“, erklärte Brandt. Die Jugendlichen wurden in Gewahrsam genommen und nach dem Verhör ihren Eltern übergeben. Der 13-Jährige ist noch nicht strafmündig, die zwei Älteren werden in jedem Fall zur Verantwortung gezogen.

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