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Langenlonsheim

Jobverlust bei Delphi mit Klage verhindern

Kann das Bad Kreuznacher Arbeitsgericht die geplante teilweise Verlagerung der Langenlonsheimer Delphi-Produktion nach Mexiko verhindern? Betriebsratsvorsitzender Reinhold Schug und IG-Metall-Bevollmächtigter Edgar Brakhuis hoffen drauf. Sie warfen gestern einen Antrag beim Arbeitsgericht ein, in dem auf eine sogenannte Abschottungsvereinbarung verwiesen wird.

Alles im Kasten: Delphi-Betriebsratsvorsitzender Reinhold Schug (rechts) und IG-Metall-Bevollmächtigter Edgar Brakhuis warfen gestern einen Antrag auf Prüfung der Bürgschaftsverträge beim Kreuznacher Arbeitsgericht ein.
Alles im Kasten: Delphi-Betriebsratsvorsitzender Reinhold Schug (rechts) und IG-Metall-Bevollmächtigter Edgar Brakhuis warfen gestern einen Antrag auf Prüfung der Bürgschaftsverträge beim Kreuznacher Arbeitsgericht ein.
Foto: Armin Seibert

Langenlonsheim. Kann das Bad Kreuznacher Arbeitsgericht die geplante teilweise Verlagerung der Langenlonsheimer Delphi-Produktion nach Mexiko verhindern? Betriebsratsvorsitzender Reinhold Schug und IG-Metall-Bevollmächtigter Edgar Brakhuis hoffen drauf. Sie warfen gestern einen Antrag beim Arbeitsgericht ein, in dem auf eine sogenannte Abschottungsvereinbarung verwiesen wird.

Brakhuis: „Delphi erhielt 125 Millionen Euro Bürgschaften zur Restrukturierung und Stabilisierung für die Standorte in Deutschland. Mit der Verlagerung nach Mexiko würden auch Steuergelder verschoben. Das ist nicht in Ordnung.“
Federführend bei der Abwicklung des Kreditvertrags ist die Sparkasse Wuppertal, informiert Brakhuis. Deshalb wird der Wuppertaler Anwalt Mühle, der mit Betriebsrat, IG Metall und Technologieberatungsstelle die Bürgschaftsverträge geprüft hat, die Delphi-Mitarbeiter vor Gericht vertreten. Schug: „“008 hatten wir noch 900 Mitarbeitern. Jetzt sind es noch 450. nach der Restukturierung schreiben wir hier schwarze Zahlen, aber wenn 200 Leute gehen sollen, dann können wir zumachen., Betroffen von der Verlagerung der Sitzverstellschalterproduktion wären 130 Facharbeiter, 37 Azubis und 40 Leiharbeiter.“
Geplant war die Verlagerung für 31. Dezember, jetzt sei vom ersten Quartal 2011 die Rede. Schug: „Die Lohnkosten betragen allenfalls 15 Prozent. Wo will man dann 30 Prozent einsparen. Wir haben noch keine Kalkulation gesehen. Das wäre aber wichtig, damit die Tarifvertragspartner dazu qualifiziert Stellung nehmen könnten.“

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