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Bad Kreuznach

Interkulturelle Wochen in Bad Kreuznach: Ein Fest der Nationen ohne Berührungsängste

Josef Nürnberg

In der Kreisstadt leben Menschen aus 140 Nationen. Entsprechend bunt ist Bad Kreuznach. Mag sein, dass das in den Straßen nicht gleich auffällt. Nur gut, dass es da die Interkulturellen Wochen gibt, denn hier kommen – wie am Samstag zur Eröffnung – die vielen Nationen einmal zusammen. Es waren zwar nur knapp 30 Nationalitäten vertreten, doch die sorgten für ein buntes Fest und unterstrichen, dass Bad Kreuznach eine bunte Stadt ist. Es gab keine Berührungsängste zwischen den Menschen. Im Gegenteil: Alle waren neugierig aufeinander.

Die Interkulturellen Wochen leben von den Menschen, von den Begegnungen von Mensch zu Mensch“, sagte Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer. Doch nicht nur die OB war von der Vielfalt in ihrer Stadt angetan. Auch die Superintendentin des Kirchenkreises An Nahe und Glan, Astrid Peekhaus, war vom Miteinander der Menschen begeistert.

Es war beeindruckend, wie die unterschiedlichen Nationalitäten miteinander umgingen. So verstanden sich temperamentvolle Brasilianer mit den doch eher nüchternen Deutschen prächtig. Die Menschen hatten Freude untereinander und nutzen die Gelegenheit, sich näher kennen und möglicherweise auch lieben zu lernen, wie Kaster-Meurer gehofft hatte. Wer das Eröffnungsfest zu den Interkulturellen Wochen erlebt hatte, versteht nicht, warum in der Gesellschaft überhaupt Fremdenfeindlichkeit grassiert.

Weil die Liebe zur anderen Kultur auch durch den Magen geht, hatte der Auftakt zu den Interkulturellen Wochen auch ein wenig mit dem Flanieren über eine kulinarische Meile zu tun. Wie immer boten die Teilnehmer ihre besten Nationalgerichte an. So hob sich die Veranstaltung schon mit den angebotenen Speisen von den vielen „Bratwurstfesten“ ab. Doch es gab auch ein Kulturprogramm, das einen Querschnitt der kulturellen Eigenarten der teilnehmenden Nationen bot. Schon zum Auftakt wurde es mit Rhythmen der afrikanischen Gemeinde „Revelation Church of God“ richtig flott. Dem standen Gospel und Salsa mit den Querubins der brasilianischen Gemeinde Igreja Novo Tempo in nichts nach. Es gab aber auch Tänze, unter anderem mit den Kindern der katholischen Kita St. Gordianus Planig.

Der Auftakt zu den Interkulturellen Wochen war schon einmal verheißungsvoll. Man darf schon jetzt auf das vielfältige Programm der nächsten Wochen gespannt sein. Zu Ende gehen die Wochen mit dem traditionellen Fest der Begegnung und dem Tag der offenen Moschee am 3. Oktober.

Von unserem Reporter Josef Nürnberg
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