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    Waldlaubersheim

    Insolventer Kranbauer Wilbert stellt rund 100 Mitarbeiter frei

    Die Zukunft des insolventen Kranherstellers Wilbert Turmkrane GmbH ist weiter offen. Insolvenzverwalter Martin Lambrecht will die seit Januar laufende Suche nach einem Investor für den Kranbauer aber in den nächsten Wochen abschließen.

    „Wir arbeiten daran, möglichst noch im April einen Investor in diesem komplexen Verfahren zu finden", kündigte er gestern an. „Unsere intensiven Gespräche mit sechs Investoren deuten auf ein ernsthaftes Interesse", so Lambrecht. Er sei weiterhin zuversichtlich, den Turmkranhersteller erhalten zu können. Wie es bei Wilbert weitergeht, hänge aber entscheidend vom zukünftigen Investor und seinen Plänen ab.

    Für die meisten Mitarbeiter gab es zuletzt indes schlechte Nachrichten: Mit Beginn des Insolvenzverfahrens am 1. April hat Lambrecht rund 100 der ursprünglich 129 Beschäftigten des Waldlaubersheimer Traditionsunternehmens freigestellt (siehe Kasten). Kündigungen wurden nicht ausgesprochen. „Durch die Freistellungen bleiben die Mitarbeiter dem Betrieb erhalten", erläuterte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Er begründete diesen Schritt mit dem Auslaufen des Insolvenzgeldes – danach hätten die Mitarbeiter aus der Insolvenzmasse bezahlt werden müssen, was nicht möglich war. Nun erhalten sie Arbeitslosengeld. Lediglich 22 Beschäftigte der Wilbert Turmkrane sind nach Angaben von Geschäftsführer Franz-Rudolf Wilbert noch in den Produktionshallen mit Restarbeiten beschäftigt. „Neue Aufträge konnten wegen fehlender Mittel nicht mehr angenommen werden", sagte er und betonte im Gespräch mit dem „Oeffentlichen": „Es ist mir sehr schwer gefallen, Mitarbeiter freizustellen". Er rechnet in Kürze mit einer Entscheidung über die Zukunft des Familienbetriebs und hofft, dass ein Investor gefunden wird, der dessen Überleben sichert.

    Das Unternehmen, dessen moderne Turmkrane europaweit auf Baustellen im Einsatz sind, war nach der Finanzkrise ins Trudeln geraten. Banken und Leasingfirmen hatten sich in der Folge aus der Finanzierung der Baubranche zurückgezogen, so dass es potenziellen Krankäufern an Kreditmitteln mangelte (wir berichteten). Die Notwendigkeit, Käufern selbst die Finanzierung mitzuliefern, hatte zuletzt die finanziellen Möglichkeiten des Mittelständlers überstiegen. Die beiden Wilbert-Firmen Kranservice GmbH in Stromberg und Montage GmbH in Warmsroth mit insgesamt 59 Mitarbeitern sind von der Insolvenz nicht betroffen, dort läuft der Geschäftsbetrieb normal weiter. sjs

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