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    Bad KreuznachIn 40 Metern Höhe: Atemberaubende Blicke auf die Stadt

    Werner Fischer blickt nach oben zur Spitze des großen Krans. „Ja, von dort aus hat man einen Superblick über Bad Kreuznach.“ Ganz klar: Ich will da rauf, Fotos für den „Oeffentlichen“ machen. Fischer weist mich kurz ein, hat nichts dagegen.

    Der 54-jährige aus Bacharach ist Polier beim rund 300 Mitarbeiter starken Ingelheimer Bauunternehmen Gemünden und leitet die vier Baustellen an der Mittleren Mannheimer Straße Bad Kreuznachs. Hier entstehen zurzeit Aktiv Optik am Salinenplatz und die Straße ein Stück hinauf das Immobilienhaus und das Beratungszentrum der Sparkasse Rhein-Nahe; dazwischen liegen der bereits fertige Adler-Bau und der spätere Fundgrube-Nachfolger. Gemünden und die Kreuznacher Baufirma Iselborn haben für diese Projekte eine Arbeitsgemeinschaft gegründet. Kopf vor Ort: Werner Fischer.

    „Wir sind im Zeitplan“ sagt der erfahrene Polier, „es läuft.“ Alleine: Acht seiner polnischen Mitarbeiter konnten nach dem Osterurlaub nicht rechtzeitig anrücken. Dort hat es stark geschneit. Verzögerungen gibt es dennoch keine.

    Gleich drei Baukräne auf so engem Raum: Braucht es die wirklich? Natürlich, sagt Fischer, sonst könne es auf den beiden getrennten Baustellen – Aktiv Optik auf der einen, Immohaus, Beratungszentrum und Adler/Ex-Fundgrube auf der andere Seite – zu Stillständen kommen. Und das geht gar nicht, betont Werner Fischer.

    Zu den Kränen: Es handelt sich um Wilbert-Modelle aus dem nahen Waldlaubersheim; drei WT 200, die Gemünden und Iselborn gehören. Zusatz: e-tronic. Das heißt: Man könnte die Kräne auch von der Erde aus steuern. Doch das geht zu sehr aufs Material, weil das Handling für das Transportgut – Bauelemente aus Stein oder Metall – am besten vom Leitstand des Krans hoch oben abzuschätzen ist.

    Der größte der Kräne ist 40 Meter hoch, sein Ausleger reicht 52 Meter weit. Unten halten 90 Tonnen das Konstrukt stabil, oben sind es um 40 Tonnen. Die Tragkraft reicht von 2,2 bis 8,3 Tonnen, je näher an Turm und Kanzel des Krans desto größer die Tragkraft.

    Der Polier gibt sein Okay, dann geht es von unten aus über sieben festmontierte Leitern mit jeweils 17 Stufen und Sicherheitsring hinauf. An der Basis und ganz oben unterm Ausleger sind kleinere Leitern montiert. Am Mittwoch, dem Tag meiner Erstbesteigung, zieht es wie Hechtsuppe. Pech: keine Handschuhe dabei. Das erschwert den Auf- und später auch den Abstieg. Denn die Stufen sind mit rutschmindernden Bohrungen versehen. Macht samt Kälte rasch klamme Finger.

    Bei der Zweitbesteigung am Donnerstag geht es weit besser: blauer Himmel, die Sonne scheint. Diesmal fehlen die Handschuhe nicht. In 40 Metern Höhe nach drei, vier Minuten angekommen, weht nur ein leichter Wind. Dann der Ausblick: sagenhaft. In alle Himmelsrichtungen. Und unten arbeiten knapp 30 Leute auf der Baustelle, verarbeiten über Monate hinweg Tausende Kubikmeter Beton. Die Kräne helfen ihnen dabei punktgenau.

    Spätestens bei Windstärke acht wird ein solcher Kran außer Betrieb gesetzt. Der WT-Turm ist immer fix, bewegt sich nicht. Anders der in alle Horizontalrichtungen drehbare Ausleger. Er wird bei Wind nicht fixiert, sondern in die Windrichtung gestellt. Damit er wenig Angriffsfläche bietet.

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger

    Bad Kreuznach
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