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    Bad Kreuznach

    Hauptgebäude auf Kuhberg-Freizeitgelände Opfer der Flammen [2. UPDATE mit Fotos]

    Mitten in der Nacht schrillten die Alarmglocken: Auf dem Kuhberg stand das Hauptgebäude des Freizeitgeländes lichterloh in Flammen. Rund sechs Stunden bekämpften gut 50 Feuerwehrleute den Brand. Das Gebäude brannte im hinteren Teil ab. Nach ersten Ermittlungen geht die Kreuznacher Kriminalpolizei von fahrlässiger Brandstiftung aus. "Einen technischen Defekt können wir ausschließen", sagt Hans-Peter Rauschenbach, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion, auf Anfrage unserer Zeitung.

    Von Dominic Schreiner und Stephan Brust

    Das Gebäude, das schon von der US Army als Freizeitgebäude genutzt worden war und das zu privaten Feiern gemietet werden konnte (noch am Samstagabend fand eine private Feier statt), ist im hinteren Bereich zum Teil bis auf die Grundmauern abgebrannt. Auch die Tragwerkkonstruktion des überdachten Innenhofs wurde stark beschädigt. Die Höhe des Schadens wird auf circa 150 000 Euro geschätzt. Das benachbarte "Grüne Klassenzimmer" blieb unversehrt, genauso wie die umliegenden Grillstellen.

    Der Löschbezirk Süd der Feuerwehr war gegen 3.30 Uhr vollalarmiert worden, weitere Einheiten aus Planig und Bad Münster am Stein/Ebernburg eilten dazu.

    Der Einsatzort stellte die Retter dabei vor besondere Schwierigkeiten: Mangels eines Hydranten musste Wasser mit Löschtankfahrzeugen von der Panzerstraße aus an den Brand gebracht werden. Am frühen Montagmorgen forderten die Wehrleute, die inzwischen seit mehr als vier Stunden im Einsatz waren, Verpflegung an. Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des Deutschen Roten Kreuzes versorgte die Einsatzkräfte mit Heißgetränken und Essen.

    Bereits am Sonntagmittag war die Feuerwehr zu einem Schwelbrand in genau diesem Gebäude gerufen worden. Da der Brandherd zu nächst nicht zu entdecken war, kam eine Wärmebildkamera zum Einsatz, um die Glutnester aufzuspüren. Nach Angaben der Polizei sei dabei eine schadhafte Stelle im Mauerwerk des Kamins entdeckt worden, an der sich Dämmmaterial entzündet haben muss.

    Um den Schwelbrand zu löschen, riss die Wehr Holzverkleidung von den Wänden und stemmte den Kamin mithilfe eines Bohrhammers auf. Zur Nachkontrolle kam dann erneut die Wärmebildkamera zum Einsatz. Und gegen 17 Uhr überzeugte sich dann die Feuerwehr erneut davon, dass der Schwelbrand aus war. Auch die Pächter des Gebäudes führten gegen 19 Uhr noch mal einen Kontrollgang durch.

    [2. UPDATE] Was jetzt zum erneuten Brand mit gravierenden Folgen geführt haben kann, ist noch nicht hundertprozentig unklar. Die Bad Kreuznacher Kriminalpolizei hat am Montagmorgen Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. "Dieser Brand hat nichts mit dem Schwelbrand im Kamin am Sonntag zu tun", stellte ein Brandermittler der Kreuznacher Kripo gegenüber dem "Oeffentlichen" heraus. Denn der Brandherd läge wohl im Kaminzimmer des Gebäudes, aber einige Meter vom eigentlichen Kamin entfernt, in der Nähe der Theke und eines kleinen Nebenraums mit Kühlschränken.

    Im Moment geht die Kriminalpolizei von fahrlässiger Brandstiftung aus, wie Hans-Peter Rauschenbach, stellvertretender Leiter der Kriminalinspektion, erklärte. "Einen technischen Defekt können wir ausschließen", ergänzte er. Um den Brandherd genauer zu lokalisieren und die Ursache herauszufinden, soll am Dienstag ein speziell trainierter Spürhund zum Einsatz kommen. "Heute sind die Untersuchungen soweit abgeschlossen, morgen geht es weiter", sagte Rauschenbach.

    Der Einsatz der Feuerwehr waren gegen 9.30 Uhr beendet. "Wir waren insgesamt mit gut 50 Kräften im Einsatz", betonte  Manuela Liebetanz, hauptamtliche Wehrleiterin der Kreuznacher Feuerwehr. Der komplette Bereich um den Unglücksort wurde von Mitarbeitern des Kreuznacher Bauhofs mit Zäunen abgesperrt.

    Frühling auf dem Kuhberg - und noch kein Pächter für das Freizeitgelände OB reagiert: Mit Freizeitgelände auf Kuhberg geht es weiterStadt kündigt überraschend Vertrag: Aus für Pächter auf dem Kuhberg Kreuznacher Kuhberg: Hauptgebäude des Freizeitgeländes ist komplett abgerissenFreizeitgelände Kuhberg: Abriss der Brandruine beginnt nächste Wocheweitere Links
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