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    Bad Kreuznach

    Hannah Leubners letzter Einsatz im Zeichen der Krone: Weinland-Nahe-Geschäftsführerin wechselt den Job

    5. Oktober, 8 Uhr: Vor der Geschäftsstelle von Weinland Nahe warten eine Handvoll Mandeler, Weinsheimer und Niederhäuser, die Heimatgemeinden der drei Kandidatinnen 2017/2018. Sie wollen die ersten Karten ergattern für die Wahl der 56. Naheweinkönigin am 4. November im Bad Kreuznacher Kurhaus. Sie sind nicht die Einzigen an diesem Tag: Eine knappe halbe Stunde und alle 520 Karten sind weg. Was beweist: Der Krönungsabend bleibt gefragt, egal wie man zum Amt stehen mag. Die einen finden die Arbeit der Majestäten wichtig, die anderen riechen den Staub der 70er-Jahre.

    Geschäftsführerin Hannah Leubner (35) von Weinland Nahe im großen Saal des Bad Kreuznach Kurhauses, wo am 4. November die 56. Naheweinkönigin gewählt wird. In Händen hält sie die Krone der Majestät, die, wie die Krone der Deutschen Weinkönigin, von der Kreuznacher Goldschmiede Aurelia gefertigt wurde. Für Hannah Leubner ist es nach zwei Jahren der letzte Wahlgang. Am 15. November wechselt sie zu Schneider-Bau in Merxheim. Foto: Stefan Munzlinger
    Geschäftsführerin Hannah Leubner (35) von Weinland Nahe im großen Saal des Bad Kreuznach Kurhauses, wo am 4. November die 56. Naheweinkönigin gewählt wird. In Händen hält sie die Krone der Majestät, die, wie die Krone der Deutschen Weinkönigin, von der Kreuznacher Goldschmiede Aurelia gefertigt wurde. Für Hannah Leubner ist es nach zwei Jahren der letzte Wahlgang. Am 15. November wechselt sie zu Schneider-Bau in Merxheim.
    Foto: Stefan Munzlinger

    Hannah Leubner, gebürtige Kölnerin und seit zwei Jahren Geschäftsführerin von Weinland Nahe (WN), gesteht es freimütig: „Anfangs habe auch ich gedacht: Eine Königin für den Wein – was soll das denn?“ Heute weiß sie: „Wir brauchen ein Markengesicht für die Marke Nahewein.“ Nach innen wie außen, etwa bei Messen wie der dreitägigen ProWein in Düsseldorf, zu der im März alles pilgert, was in der Weinszene Rang und Namen hat. Die Beiträge von 400 Mitgliedern und Gelder aus dem Deutschen Weinfonds speisen den Haushalt von WN. Dickster Posten: der 120 Quadratmeter große ProWein-Stand. Brocken zwei: rund 25.000 Euro für die Einsätze der Naheweinkönigin und ihrer Prinzessinnen. Damit werden alle organisatorischen Kosten bestritten, denn das Trio ist ehrenamtlich unterwegs, absolviert jährlich insgesamt rund 200 Termine. „Bei der Terminvergabe unterscheiden wir nicht zwischen Königin und Prinzessin“, sagt Hannah Leubner, Diplom-Wirtschaftsjuristin und -psychologin, „und klar: Weinland Nahe sagt auch mal Termine ab, etwa wenn die Frauen dreist als Schankhilfen oder reine Umsatzbringer angefragt werden.“ Die Weinkönigin sei eine Verbindung aus Historie, Tourismus und moderner Weinwirtschaft, betont die WN-Geschäftsführerin, die mit ihrem Partner, einem Winzer, auf dem Gutleuthof bei Hargesheim wohnt – und am 4. November auch schon ihren letzten Kronenabend erleben wird. Am 15. November 2017 wechselt sie zu Personal und Marketing von Schneider-Bau in Merxheim: „Eine neue und perspektivisch reizvolle Aufgabe.“ Die Ausschreibung für ihre Nachfolge bei Weinland-Nahe läuft, bis jetzt haben sich 18 Männer wie Frauen um die Stelle beworben.

    Wechsel hin oder her: Keine Frage für sie, dass sie den WN-Beitrag für den Tag der Deutschen Einheit in Mainz organisierte, beim Empfang von Katharina Staab am 15. Oktober in Oberhausen hilft und „natürlich“ die Wahl am 4. November mit ihrem WN-Team Sigrid Voigt, Barbara Kiltz und Markus Zöllner vorbereitet. Über die Details des Abends will sie nicht allzu viel verraten; es wird zum zweiten Mal einen Englisch-Sprachblock und ein touristisches Quiz geben. Nadine Poss moderiert, es bleibt beim sechsstündigen Zeitplan, der mit dem Kronenwechsel endet.

    Mancher Weinfreund mag das Kronen-Gewese belächeln, doch ein Profi bringt es auf den Punkt: VdP-Nahe-Vorsitzender Frank Schönleber: „Die Weinmajestäten sind als Repräsentantinnen ihres Anbaugebiets vor allem außerhalb der Region durch niemanden zu ersetzen. Wenn Fachwissen, Eloquenz und Charme zusammenkommen, ist das eine tolle Werbung für die Region. Aber bitte kein Dirndl- und Folklore-Getue. Das passt nicht in die heutige Zeit. Eine Weinkönigin oder -prinzessin sollte solche Auftritte auch ablehnen dürfen. Wein ist Lifestyle, nicht Musikantenstadl.“

    Von unserem Redakteur Stefan Munzlinger
     

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