40.000
Aus unserem Archiv
Bingen

Gute Noten für "Bingen swingt"

Die Weichen für die 19. Auflage des Internationalen Jazzfestivals "Bingen swingt" werden gestellt. Zufriedenheit, aber auch Innovationsbereitschaft herrschten bei der entscheidenden Sitzung von Kultur- und Touristikausschuss.

Foto: PhoTONI

Patricia Neher vom Kulturbüro der Stadt, die maßgebliche "Festivalmacherin", legte die statistisch ausgewerteten Ergebnisse einer 2013 erstmals durchgeführten Publikumsbefragung vor.

Die guten Noten, die hier vergeben wurden, ließen die Kommunalpolitiker zur Überzeugung gelangen, dass das Konzept der Binger Vorzeigeveranstaltung stimmt. Dazu trugen auch die finanziellen Abrechnungen bei: Gut 8000 zahlende Gäste wurden gezählt. Gegenüber dem Vorjahr konnten 15 000 Euro mehr eingenommen werden, so dass das aus dem Stadtsäckel zu tragende Defizit auf rund 19 500 Euro sank.

Vom Geld hängt auch die Möglichkeit ab, Künstler zu engagieren. Hier arbeitet das Kulturbüro eng mit dem Jazzmusiker und -experten Bernd Otto zusammen. Als über neue Gruppen und Richtungen diskutiert wurde, nannte er Zahlen: 90 000 Euro stehen für Gagen zur Verfügung. "Es waren schon mal 130 000", sagte Otto. Doch die Sponsorensuche gestaltet sich schwierig, und auch von der Stadt Bingen kommt momentan keine Erhöhung. Dies könnte sich Oberbürgermeister Thomas Feser durchaus vorstellen, aber der politische Wille im Stadtrat fehlt noch.

Dennoch ließ Programmmacher Bernd Otto bereits durchblicken, welcher Künstler 2014 der Topact auf der Binger Hauptbühne sein soll: Max Mutzke. Als weiteren Publikumsmagnet will man die Band "Dr. Soul" holen, die bereits mehrfach den Spielort auf der Burg Klopp zum Brodeln brachte.

Doch auch für neue Namen und Ideen sei man dankbar, sagte Otto auf die Ausführungen von Sebastian Hamann (SPD) hin, die wiederum zeitweise überemotional von OB Feser gekontert wurden. Nach einigen stilistischen Begriffsverwirrungen einigte man sich darauf, dass Elemente des "Cross-over" zur Abrundung geeignet wären.

Doch nicht nur an der Besetzung soll gefeilt werden. Die Publikumsumfrage hatte Verbesserungsansätze ergeben, die man möglichst umsetzen möchte, erläuterten die Vertreter des Kulturbüros: Die Pausenzeiten der Bands auf den über die Stadt verteilten Bühnen sollen besser abgestimmt und in einer Zeitleiste veröffentlicht werden. Die Tickets könnten zur Busbeförderung berechtigen, die Werbung könnte auch in Zusammenarbeit mit Firmen und speziell Winzern erweitert werden. Ein ausführliches Programmheft wäre schön – und über die sehr günstigen Ticketpreise wird sicherlich auch wieder zu reden sein.

Rainer Gräff

Bad Kreuznach
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Anzeige
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
Online
E-Mail

News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
UMFRAGE (beendet)
Markt am Samstag?

Das Mainzer Markt-Frühstück ist ein Kult-Event. Wäre das auch etwas für Bad Kreuznach?

Ja, unbedingt!
67%
Nein, eher nicht.
33%
Stimmen gesamt: 141
Anzeige
Regionalwetter
Dienstag

2°C - 7°C
Mittwoch

3°C - 6°C
Donnerstag

2°C - 6°C
Freitag

3°C - 7°C
epaper-startseite