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Bad Kreuznach

Größtes Sammlertreffen in Rheinland-Pfalz: Münzbörse zieht in diesem Jahr um

Josef Nürnberg

Die 25. Münzbörse des Briefmarken- und Münzenclub Michelin und des Briefmarken- und Münzensammlervereins Sponheim und Umgebung war gleichzeitig auch eine Zäsur. Denn zum letzten Male fand die Ausstellung im Casino der Michelin-Reifenwerke statt.

Mit jährlich 700 Besuchern ist die Münzbörse in Bad Kreuznach die größte in Rheinland-Pfalz.
Mit jährlich 700 Besuchern ist die Münzbörse in Bad Kreuznach die größte in Rheinland-Pfalz.
Foto: Josef Nürnberg

Künftig wird sie in der Grafenberghalle in Sponheim stattfinden. Erstmals schon am 30. September, sodass die Münzfreunde in diesem Jahr sogar zwei Ausstellungen in der Region haben. Wenn alles gut läuft, wollen die beiden Vereine dann auch 2019 zwei Ausstellungen anbieten, was gegenüber der bisherigen Situation – mit nur einer Ausstellung pro Jahr – eine deutliche Verbesserung ist.

Rund zehn Händler und 150 Besucher kamen zur ersten Münzbörse „und gaben uns Recht, weitere Münzbörsen zu planen“, berichtete Bernhard Haas von den Sponheimer Münzsammlern. Doch bei 150 Besuchern blieb es nicht. Heute kommen in der Regel rund 700 Münzfreunde zu den Börsen. Längst ist die Bad Kreuznacher Börse die größte Münzsammlerbörse in Rheinland-Pfalz und eine der ersten Adressen für Sammler aus ganz Deutschland. In seiner Ansprache machte Haas deutlich, dass dieser Erfolg nicht von ungefähr kommt, sondern harte Organisationsarbeit erfordert, an dem auch die Ehegatten großen Anteil haben.

Doch Haas blickte nicht nur auf 25 erfolgreiche Jahre zurück, sondern informierte wie auch seine Vereinskollegen, was zurzeit von den Numismatikern besonders gesucht wird. Dabei hält der Trend nach Münzen der Kaiserzeit und denen Deutscher Staaten ungebrochen an. Im Rahmen der Niedrigzinspolitik sind aber auch Gold- und Silbermünzen begehrt. Haas: „Immerhin liegt der Preis für ein Gramm Silber bei 40 Cent.“ Was dagegen momentan überhaupt nicht läuft, sind 5-Mark-Stücke (BRD) ohne Silberanteil. „Da ist es auch vollkommen egal, wie schön das Geldstück aussieht und wie gut der Zustand ist“, sagt Haas.

Schleppend laufen auch Sonderprägungen von 20-Euro-Stücken der BRD, während 10 Euro nach wie vor nachgefragt werden. Überhaupt war das Sammlergebiet „Euro“ stark vertreten. Natürlich dabei auch Notgeld, Weimarer Republik, Drittes Reich und antike Münzen. Für jeden Münzsammler bot die Börse so manches Schätzlein. Damit diese auch gut aufgehoben werden können, wurden Alben oder Reinigungsmaterial angeboten. Zudem gab es zum 25. eine eigene Geburtstagstorte. Wobei viele Münzfreunde hoffen, dass es auch in den nächsten 25 Jahren – wenn auch in Sponheim – so weiter gehen wird.

Von unserem Reporter Josef Nürnberg

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