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    Gleich vier Hallen in Bad Kreuznach gesperrt: Schüler weichen auch ins Freie aus

    Vereine müssen auf Trainingszeiten verzichten, Schulen kräftig improvisieren, um den Sportunterricht zu gewährleisten. In der Stadt Bad Kreuznach sind im Moment gleich vier große Turnhallen gesperrt: die kleine Halle an der IGS wegen des geplanten Mensaneubaus, die Hallen am Gymnasium an der Stadtmauer, die saniert werden, die Halle der Berufsbildenden Schulen wegen des Brandes Ende Oktober und - der aktuellste Fall - die Halle am Gymnasium am Römerkastell. Sie darf wegen gerissener Dachplatten nicht benutzt werden.

    Immerhin: In der kleinen Stama-Halle sind die Bodenarbeiten so weit gediehen, dass sie vor Weihnachten wieder geöffnet wird.  Foto: Stephan Brust
    Immerhin: In der kleinen Stama-Halle sind die Bodenarbeiten so weit gediehen, dass sie vor Weihnachten wieder geöffnet wird.
    Foto: Stephan Brust

    Arbeiten dauern noch zwei Wochen

    Die betroffenen Hallen sind alle in Trägerschaft des Kreises. Christoph Liesenfeld, Architekt im Bauamt, geht davon aus, dass die Arbeiten am Röka noch zwei Wochen dauern. Betroffen sind Dachplatten in der Mitte der Halle, wo die mobile Raumtrennung ansetzt. "Diese müssen komplett ausgetauscht werden", erläutert Liesenfeld. Ein Statikbüro arbeite bereits mit Hochdruck an einer Lösung. Die Risse wurden bei der Untersuchung der Dachabdichtung entdeckt, die ohnehin ausgetauscht werden sollte. Denn in letzter Zeit tropfte es häufig in die Halle - und das Wasser musste zum Teil mit Kübeln aufgefangen werden.

    Glücklicherweise ist von den Rissbildungen nur die große Röka-Halle betroffen, die kleine Gymnastikhalle direkt daneben kann von Schülern und Vereinen genutzt werden. Hinzu kommen als direkte Ausweichmöglichkeiten die benachbarte Realschulhalle und die Jakob-Kiefer-Halle. "Die Schulen sprechen sich untereinander ab", weiß Liesenfeld. "Durch die Möglichkeiten in direkter Nachbarschaft haben wir am Röka noch die wenigsten Probleme."

    Gebeutelter ist da schon das Gymnasium an der Stadtmauer. Dessen Hallen werden bereits seit Sommer 2012 vom Kreis saniert. So lange mussten die Schüler in andere ausweichen und zum Teil auch längere Fußwege in Kauf nehmen. Immerhin: Langsam aber sicher entspannt sich die Lage. In der kleinen Halle im Untergeschoss werden gerade die letzten Styroporplatten als Unterbau für das neue Parkett verlegt. "Sie wird vor Weihnachten wieder nutzbar sein", sagt Baudirektor Hans Bergs. In der großen Halle darüber muss noch etwas länger gewerkelt werden. Sie soll Ende Januar wieder zur Verfügung stehen.

    BBS-Halle wird aufwendig gereinigt

    Improvisationstalent beweisen auch die Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS). Deren Sporthalle ist seit einem Brand Ende Oktober gesperrt (wir berichteten). Fremdeinwirkung wurde ausgeschlossen, berichtet Liesenfeld. "Es war wohl ein technischer Defekt." Schaden: 200 000 Euro - auch wegen der aufwendigen Reinigung, die noch bis Februar andauern wird.

    Prof. Hans-Joachim Bechtoldt, Schulleiter der BBS Wirtschaft, lobt Lehrer und Schüler für ihre Bereitschaft, umzudisponieren. Schon ein Tag nach dem Feuer waren neue Pläne für den Sportunterricht aufgestellt. "Klar, das ist eine Notsituation", sagt Bechtoldt. "Aber wir sind zum Glück so gut mit Sportgeräten ausgestattet, dass die Schüler den Unterricht bei gutem Wetter nach draußen verlagern können." Unter anderem verfügt die BBS über 35 Fahrräder oder einen Klassensatz an Nordic-Walking-Stöcken. Auch ein Klassenzimmer wurde kurzerhand in einen Kraft- und Gymnastikraum umgewandelt. Darüber hinaus steht Bechtoldt in engem Kontakt zur Diakonie, die mit der Bethesda-Halle aushilft oder mit dem LiHi und dem Stama, um die Zeit bis Februar überbrücken zu können.

    Klar ist: Einfacher wird es zumindest in den nächsten Wochen nicht - weder für Schulen noch für Vereine. Denn auch in den stadteigenen Grundschulhallen gibt es "so gut wie keine Kapazitäten mehr", betont Ella Cherbak, Leiterin im Sportamt und Nachfolgerin von Stefan Reithofer. Wie eng die Situation ist, verdeutlicht das Beispiel der Taekwondo-Kämpfer des TC Han Kook Bad Kreuznach. Die trainierten zuletzt in der IGS-Halle. Durch die Sperrung fallen bis zu sechs Trainingsstunden pro Woche weg. Und Kindertraining ist erst am späten Abend möglich.

    Stephan Brust

    Bad Kreuznach
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