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    Gesucht: Ideen gegen Leerstände in Bad Sobernheim

    Leer stehende Häuser und Geschäfte – es gibt sie auch in Sobernheim. Mit einer dreitägigen und landesweiten Ausstellung „Tatort Leere“ vom 28. bis 30. September wird in der Felkestadt gezeigt, wie man trostlose Leerstände beiseitigen oder ihnen wenigstens begegnen kann.

    Leerstand in Bad Sobernheim: Der alte Top-Markt an der Gymnasialstraße schlummert vor sich hin. Ein trostloses Bild.
    Leerstand in Bad Sobernheim: Der alte Top-Markt an der Gymnasialstraße schlummert vor sich hin. Ein trostloses Bild.
    Foto: Stefan Munzlinge

    Bad Sobernheim - Leer stehende Häuser und Geschäfte – es gibt sie auch in Sobernheim. Mit einer dreitägigen und landesweiten Ausstellung „Tatort Leere“ vom 28. bis 30. September wird in der Felkestadt gezeigt, wie man trostlose Leerstände beiseitigen oder ihnen wenigstens begegnen kann.

    Ehemaliger Top-Markt, Maximus in der Großstraße, Schmuckhaus am Marktplatz, Ex-Schlecker neben dem Deutschen Haus... Ungenutzte Gewerbeflächen gehören längst zum Stadtbild Sobernheims, das damit allerdings nicht allein steht. Ob Kirn oder Idar-Oberstein – auch andere Städte der Landregion kennen das Immobilien-Problem, das sich zur Brennpunkt-Thematik entwickeln kann.

    Was kann eine Stadt gegen leere Häuser unternehmen? „Nicht viel“, weiß Stadtbürgermeister Michael Greiner, „vor allem, wenn es sich um private Immobilien handelt.“ Meist erfahre auch er von einem Interessenten erst, wenn bei der Bauverwaltung beispielsweise ein Antrag auf Nutzungsänderung für ein Haus eingegangen sei. Vorher spiele sich das Kontaktanbahnen und Verhandeln der Partner häufig auf privater Ebene ab.

    Eine Kommune habe jedoch durchaus Möglichkeiten, eine positive Entwicklung zu verstärken; beispielsweise, indem sie im Rahmen einer Stadtsanierung, wie in Sobernheim geschehen, Fördertöpfe auftue, um auch die private Investitionsbereitschaft zu wecken. Die erste, fast 40 Jahre dauernde Phase der Stadtsanierung sei gerade abgeschlossen worden.
    Nun sollen – der Sobernheimer Stadtrat hat es beschlossen – weitere Vorhaben folgen: So sei die Stadt bemüht, die vier Quartiere Gymnasial- sowie untere und obere Großstraße und Alter Weg/Priorhofstraße in ein gefördertes Sanierungsprogramm zu schicken. Daraus ergäben sich auch Chancen für private Maßnahmen.

    Dabei kennt der Stadtbürgermeister die Grenzen der Bezuschussung bei privaten Vorhaben ganz genau: Ein staatlicher und im Vergleich zur Gesamtsumme meist überschaubarer Zuschuss sei das eine, das Stemmen des weit größeren Eigenanteils das andere. Daran scheitere in vielen Fällen das Herrichten eines Gebäudes, um es für den Verkauf zu attraktivieren oder es am Ende selbst zu nutzen.

    Gar nicht hoch genug einzuschätzen sei, wenn es Menschen vor Ort gebe, die ihr Geld in ihrer Stadt belassen und anlegten und damit nicht in die Ferne strebten, lobt Stadtbürgermeister Greiner einheimische Investoren.

    Ob Gewerbeflächen, leer stehende Immobilien oder Bauplätze oben in Leinenborn II – wie ist es zurzeit um die allgemeine Nachfrage bestellt? Ja, es gebe vereinzelte Anfragen, antwortet der Stadtbürgermeister, „aber es hält sich doch deutlich in Grenzen.“

    Die Ausstellung „Tatort Leere“ macht auch Station in Bad Sobernheim, zeigt den Ist-Zustand im Land und nennt Lösungsmöglichkeiten. Initiiert von der Entwicklungsagentur RLP beginnt sie am Freitag, 28. September, um 10 Uhr mit einer kurzen Einführung von Stadtbürgermeister Michael Greiner im Rathaussaal. Danach diskutieren Wissenschaftler und Praktiker über die aktuelle Lage am Immobilienmarkt. Die Ausstellungstafeln sind am Freitag von 10 bis 20 Uhr, am Samstag, 29. September, von 10 bis 22 Uhr und am Sonntag, 30. September, von 11 bis 17 Uhr in leer stehenden Gebäuden zu sehen: Maximus (mittlere Großstraße), Ex-Schlecker (untere Großstraße) und im ehemaligen Uhren- und Schmuckhaus am Marktplatz. (mz)

    Anmeldung für das Symposium am Freitag: Entwicklungsagentur, Tel. 0631/205 48 70; E-Mail info@ ea.rlp.de gebeten.

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