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Waldlaubersheim

Fußgänger an den Rand gedrängt: Bei Lastwagen und Bussen wird es in Waldlaubersheim eng

Jens Fink

Nach wie vor ärgern sich die Waldlaubersheimer über die sich ständig durch die enge Ortsdurchfahrt zwängenden Lastwagen, die Fußgänger und insbesondere Kinder gefährden. Auch Autofahrer sehen sich genötigt, bei der Begegnung mit einem Lkw oder dem Schulbus auf den an sich schon schmalen Bürgersteig auszuweichen, dessen Kanten auf diese Weise abgefahren werden.

Jetzt wird es ganz eng: Wenn der Bus kommt, sehen sich die Pkw-Fahrer genötigt, auf den ohnehin schon schmalen Bürgersteig auszuweichen.
Jetzt wird es ganz eng: Wenn der Bus kommt, sehen sich die Pkw-Fahrer genötigt, auf den ohnehin schon schmalen Bürgersteig auszuweichen.
Foto: Jens Fink

„Wenn sich dann noch zwei Lastwagen im Ort begegnen, wird es für die Fußgänger richtig eng“, betont Ortsbürgermeister Volker Müller-Späth, der sich um die Kita- und die Schulkinder des Ortes sorgt. Auch Mütter mit Kinderwagen oder Senioren seien auf den schmalen Bürgersteigen besonders gefährdet. „Diese werden im Übrigen vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) gar nicht als Bürgersteig angesehen“, weiß Müller Späth und ärgert sich über die Auffassung der Behördenvertreter, dass sich Fußgänger eben andere Wege durch Waldlaubersheim suchen sollten.

Leider folgen bei Staus auf der A 61 nach wie vor viele Autofahrer ihren Navigationsgeräten, die Waldlaubersheim als Ausweichstrecke anzeigen, bedauert der Ortsbürgermeister. Dabei ließen sich Pkw ja noch verkraften. Die verursachten zwar eine höhere Verkehrsbelastung, doch das eigentliche Problem seien die Lastwagen, weil sie die Menschen gefährdeten und zudem Gebäude beschädigten, verdeutlicht Müller-Späth.

Seit vor einigen Wochen ein Ortstermin mit Vertretern der Kreisverwaltung, der VG, der Polizei, des LBM sowie der Landrätin (der „Oeffentliche“ berichtete) stattfand, habe sich allerdings noch nicht viel bewegt. Lediglich eine Warnbake sei zum Schutz einer Hausecke in der Windesheimer Straße gesetzt worden. Damit sollten die Lkw von der bereits ramponierten Hauswand ferngehalten werden. Jedoch habe der LBM die Bake nach erheblichen Protesten aus der Bevölkerung wieder entfernt. „Die Fußgänger kamen hier einfach nicht dran vorbei. Außerdem wäre uns mit einer Bake sowieso nicht geholfen“, betont der Ortsbürgermeister und hat stattdessen andere Lösungsansätze parat, die Lastwagen künftig aus dem Ort fernhalten könnten.

Bei Staus auf der A 61 in Richtung Süden, wenn die Fernfahrer an der Autobahnabfahrt Dorsheim/ Rümmelsheim abfahren wollen, könnte sich die Autobahnpolizei positionieren und den Lkw-Fahrern die Abfahrt verwehren. Damit werde verhindert, dass sie nach Waldlaubersheim gelangten. „Diese Maßnahme hat sich schon einmal bewährt“, weiß der Ortsbürgermeister. Von Norden aus Richtung Stromberg könnten die Lkw durch entsprechende U-Schilder dazu gebracht werden, den Ort weiträumig zu umfahren. Dabei würden die Lkw auf die Umgehungsstraße an Windsheim und Hargesheim vorbei bis auf die B 41 und dann weiter zum Autobahnkreuz Nahetal geleitet, wo sie wieder auf die A 61 auffahren könnten. Nur mit solch einer Lösung ließe sich das seit 25 Jahren bestehende Problem wirkungsvoll lösen, betont Müller-Späth.

Von unserem Reporter Jens Fink

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