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Lauterecken/Medard

Feuerteufel schlägt wieder zu: Ruf nach Sonderkommission

Martin Köhler

Der Feuerteufel hat wieder zugeschlagen. Und wieder war ein Auto in Medard sein Ziel. Der Schaden diesmal: rund 15.000 Euro, die in einer Samstagnacht in Flammen aufgingen.

Quelle: YouTube (erweiteter Datenschutzmodus)

Die Hoffnung, dass es zur Brandstiftung an zwei ORN-Bussen hinter dem Lauterecker Lidl-Markt am 30. August (Schaden: rund 350.000 Euro) brauchbare Zeugenhinweise geben könnte, hat sich noch nicht erfüllt. Auch das Aussetzen einer Belohnung in Höhe von 2000 Euro durch die ORN blieb ohne Erfolg.

Medards Ortsbürgermeister Albert Graf fordert jetzt die Einsetzung einer Sonderkommission Autobrände. Andernorts habe dies zu schnellen Ergebnissen geführt, meint er.

"Jedes Detail, das wir jetzt verraten, könnte die bisherige Ermittlungsarbeit kaputtmachen.“

„Es gibt kaum handfeste Neuigkeiten, die wir an die Presse geben könnten. Und alles, was noch im Hintergrund läuft, ist einfach noch nicht pressefrei“, bittet Christiane Lautenschläger vom Polizeipräsidium Kaiserslautern um Verständnis. Deren Kripo bearbeitet die seit mehr als zwei Jahren andauernde Brandserie. „Mit Vermutungen und Spekulationen wäre niemand geholfen“, sagte sie. Die Kollegen seien „nach wie vor mit Hochdruck an der Sache dran. Aber jedes Detail, das wir jetzt verraten, könnte die bisherige Ermittlungsarbeit kaputtmachen.“

Beim jüngsten Autobrand in einer Hofeinfahrt an der Medarder Hauptstraße handelte es sich zweifelsfrei um vorsätzliche Brandstiftung. Bislang seien noch keine Zeugenhinweise eingegangen, ein Verdächtiger nicht in Sicht. Lautenschläger verweist darauf, dass in den vergangenen Monaten im Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um die Fahrzeugbrände mehrere Personen überprüft worden seien – ohne dass sich ein konkreter Tatverdacht ergeben habe.

„Natürlich können wir die aufkommende Unzufriedenheit der Menschen in und um Medard verstehen. Leider lassen sich Kriminalfälle nicht immer so einfach lösen, wie es im Fernsehen dargestellt wird. Aber Sie dürfen sicher sein, dass wir nichts unversucht lassen, was im Rahmen unserer Möglichkeiten liegt“, bittet die Polizeisprecherin um Geduld.

Was die Kripo im Einzelnen unternommen hat, um den oder die Brandstifter im Raum Medard, Lauterecken und Wolfstein auf die Schliche zu kommen, verriet Lautenschläger nicht. Für die Menschen an Glan und Lauter gibt sie diese Empfehlungen raus: Wer eine Garage hat, sollte sein Fahrzeug auf jeden Fall über Nacht darin abstellen und die Garage verschließen. Darüber hinaus sei es hilfreich, wenn die Menschen „mit offenen Augen“ unterwegs sind – soll heißen: aufmerksam sein und sich als Zeuge zur Verfügung stellen. Zum Beispiel sollten verdächtige Personen oder ungewöhnliche Beobachtungen auf jeden Fall schnellstmöglich der Polizei in Lauterecken gemeldet werden. Nur dann könne die Inspektion sofort reagieren.

„Da sich die Vorfälle bislang meist am späten Abend oder in der Nacht ereigneten – wenn die Mehrheit der Bevölkerung schläft – richtet sich unsere Bitte insbesondere an Menschen, die auf dem Weg zur oder von der Nachtschicht sind, oder Hundebesitzer, die noch spät abends oder früh morgens mit ihrem Vierbeiner spazieren gehen, oder an Zeitungsausträger, Taxifahrer, Busfahrer“, sagt die Pressesprecherin abschließend.

Zeugen, die in der Nacht zum 29. Oktober zwischen 3 und 3.30 Uhr etwas gesehen oder gehört haben, sind aufgerufen, sich bei der Polizei Lauterecken, Tel.06382/9110, zu melden.

Von unserem Reporter Martin Köhler

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