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Bad Kreuznach

FDP fordert: Marktbeschickern Standgebühren ganz oder teilweise erlassen

Auf und um den Kreuznacher Kornmarkt erneuern die Stadtwerke zurzeit die Versorgungsleitungen. Im Anschluss daran soll der Umbau des Platzes beginnen. Die Händler des Wochenmarktes sind deshalb auf den eher unbeliebten Platz vor der Pauluskirche umgezogen. Wann sie auf ihren angestammten Platz zurückkehren können, ist offen.

Die Kreuznacher Liberalen sind jetzt aktiv geworden und haben in dieser Angelegenheit Oberbürgermeisterin Heike Kaster-Meurer angeschrieben. Nach Recherchen der FDP wird der traditionelle Wochenmarkt nämlich nicht vor dem Frühjahr 2019 auf den Kornmarkt zurückkehren können. „Die geplanten Baumaßnahmen schließen dies aus unserer Sicht aus. Wenn das so ist, muss auch die Homepage der Stadt geändert werden, die den Eindruck vermittelt, dass die Rückkehr auf den Kornmarkt im Herbst 2018 wäre“, schreibt FDP-Chef Jürgen Eitel.

Deswegen hält es die FDP für „dringend erforderlich, alle notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um die Beschicker zu veranlassen, dem Markt die Treue zu halten“. Der Wochenmarkt hat eine Tradition von fast 800 Jahren und ist ein wertvolles kulturelles Erbe, das nicht infrage gestellt werden kann. Für viele Bürger ist er Begegnungsort und ein wöchentliches Ritual, so die FDP.

Zudem sei der Markt ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Er wird wöchentlich 2000 bis 4000 Menschen je nach Jahreszeit besucht. „Er ist in seiner Art ein wichtiges Aushängeschild für eine lebendige Innenstadt und ein wichtiger Frequenzbringer.“ Um dies weiter zu garantieren, schlagen die Liberalen vor: Die Beschicker schnell über die tatsächliche Dauer der Verlegung zu informieren. Den einzelnen Standbetreibern während dieser Zeit die Standgebühren ganz oder teilweise zu erlassen. Mit den Beschickern absprechen, wie der Aufenthalt an der Pauluskirche logistisch optimal organisiert werden kann. Nach Auffassung der FDP brauche es dort mehr Licht, viele Stände stehen in den kommenden Monaten im Dunkeln. Der Markmeister sollte sich mindestens einmal in der Woche die Anregungen der Beschicker anhören und eventuell Abhilfe schaffen. Dazu gehöre im Herbst auch, dass eine Kehrmaschine vor Marktbeginn das Laub wegkehrt.

Außerdem schlägt die FDP vor, in der Mannheimer Straße in Höhe des früheren Café Kiefer, in der Neustadt vor der Mühlenteichbrücke und in der Rossstraße Banner anzubringen, der die Besucher auf den Wochenmarkt hinweist. Während der Verlegung sollte es mindestens alle sechs Monate eine Versammlung mit den Beschickern geben. Zudem müsse eine Marketingstrategie entwickelt werden, um den Wochenmarkt zu erhalten. So habe die FDP von einigen Beschickern erfahren, dass an der Pauluskirche die Laufkundschaft fehlt und es dadurch zu Umsatzeinbußen von 30 bis 50 Prozent kommt. Aus Sicht der Liberalen gibt es beim Wochenmarkt einen dringenden Handlungsbedarf, der keinen weiteren Aufschub erlaubt.

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Bettina TollkampBettina Tollkamp
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